Ein traditionelles Großfeuerwerk zum Jahreswechsel: Diesen Antrag stellte die CSU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Bad Wiesseer Gemeinderates – und erhielt die volle Zustimmung des Gremiums.
Bad Wiessee – Das Thema Feuerwerk sorge in den Gemeinden schon lange für Diskussionen, sagte Fraktionssprecher Florian Sareiter, der den Antrag vorbrachte. Die private Böllerei an Silvester nehme stetig zu, und die Kommunen sähen sich vor die Frage gestellt, wie man damit umgehen solle.
Einige setzten auf ein Verbot, andere setzten auf Lasershows anstelle von Raketen. Dass aber viele Bürger nicht ganz auf das traditionelle Feuerwerk in der Silvesternacht verzichten wollten, sei verständlich, fand Sareiter. Ein kommunales Großfeuerwerk, so ist man in der Fraktion überzeugt, werde die private Knallerei bis in frühen Morgenstunden des Neujahrstages eindämmen helfen.
Schon früher habe solch ein pyrotechnisches Spektakel in Bad Wiessee traditionell den Jahreswechsel begleitet, erinnerte Sareiter. Das Sponsoring hätten vor allem die Gastronomen der Gemeinde durch Spenden ermöglicht. Und so habe man sich die Wiederbelebung dieses Events auch vorgestellt, wobei durchaus auch ein kulinarisches Angebot wünschenswert wäre. Damit würde das Ganze ein gesellschaftliches Ereignis sowohl für Einheimische als auch für Gäste des Ortes.
Comeback für Großfeuerwerk
Als Veranstaltungsort kämen mehrere Plätze in Frage. In dem Antrag wurde vor allem die Seepromenade in der Wiesseer Bucht favorisiert. Aber auch der Badhügel und der Bereich der Spielarena oder das mittlerweile begrünte Areal des ehemaligen Badeparks seien denkbar. Solch ein Event würde durchaus einen „gesellschaftlichen Mehrwert“ darstellen, fasste Sareiter zusammen: Einen „Jahreswechsel mit einem ‚Wiesseer Knall‘“.
Zudem regte er an, Bürgermeister Robert Kühn möge die Idee auch in die nächste Dienstbesprechung der Talbürgermeister tragen. Vielleicht werde sie von den anderen Kommunen übernommen und umgesetzt, so dass man dann an Silvester um den See vier große Feuerwerke werde bewundern können: So hätten alle etwas davon.
Gemeinderat einstimmig für zentrales Silvester-Feuerwerk
Wie die konkrete Durchführung aussehen solle, wollte Benedikt Dörder (SPD) wissen. Das könne man vielleicht der Obhut der Vereine überantworten, meinte Sareiter, ebenso wie die Bewirtung an der Seepromenade in Kooperation mit den Gastronomen. Dort könne man Speisen wie etwa Gulasch oder Chili con Carne und derlei anbieten. Nachgeordnet könne man auch überlegen, ob man zusätzlich für musikalische Untermalung sorgen wolle.
Zur Finanzierung hoffe man, wie in der Vergangenheit, auf Spenden seitens der Hoteliers: Bei früheren Großfeuerwerken seien da „Riesensummen“ zusammengekommen. Eine grundsätzlich gute Idee, urteilte auch Johann Zehetmeier von den Freien Wählern. Wichtig sei vor allem eine saubere Organisation des Vorhabens.
Großes Feuerwerk soll private Knallerei eindämmen
Als Ort komme seiner Ansicht nach aber nur die zentraler gelegene Seepromenade in Frage. Dem stimmte auch Peter Kathan (CSU) zu. Schon in der Vergangenheit hätten diese Projekte in Bad Wiessee gut funktioniert. Wahrscheinlich würde die private Knallerei durch ein zentrales Feuerwerk zurückgehen, und damit auch die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, so etwa die Feinstaubbelastung. Die Kosten der Seefest-Feuerwerke hätten immer bei circa 5.000 bis 6.000 Euro gelegen, erinnerte er sich.
„Das ganze Vorhaben steht und fällt mit der Beteiligung unserer Wirte und Vereine“, betonte der Bürgermeister. Sie könnten auch die vom Adventsmarkt verbleibenden Hütten nutzen. Kühn schlug vor, die Akquirierung von Unterstützern an die TTT zu delegieren.
Wirte und Vereine, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, könnten sich dann dort melden. Es sei ja „gerade noch Zeit“, um das Vorhaben auch schon zum kommenden Jahreswechsel zu realisieren. Einstimmig segnete der Gemeinderat schließlich einen entsprechend formulierten Beschlussvorschlag ab.
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