Gebietsbetreuerin Johanna Völkel und Biodiversitätsberater Florian Busl riefen zu einer Schwendaktion an der Hofbauernweißach auf. Gemeinsam wurde ein Teil des Auebereichs gelichtet.
Kreuth – Um eine Auflichtung zu schaffen und seltene Tier- und Pflanzenarten zu fördern, sind Gebietsbetreuerin Johanna Völkel und Florian Busl, Biodiversitätsberater am Landratsamt Miesbach, jüngst wieder mit Freiwilligen zu einer Schwendaktion ausgerückt.
Gemeinsam mit Mitgliedern der DAV-Sektion München-Oberland und der Bergwacht Rottach-Egern lichteten sie einen Teil des Auebereichs an der Hofbauernweißach in Kreuth. „Es gibt viele Arten, die Wärme und Licht brauchen“, erklärt Völkel.
Würde man auf das Schwenden, also das Entnehmen von Bäumen und Sträuchern, auf lange Sicht verzichten, würde dies aus naturschutzfachlicher Sicht zur Verdrängung von seltenen Arten wie dem Thymian-Ameisenbläuling führen, da einfach gesagt alles zuwächst.
Einsatz für die Natur an der Hofbauernweißach in Kreuth
Ursprünglich übernahm diese Rolle der Bach durch seine natürliche Fließ- und Umlagerungsdynamik einmal selbst, sodass das Gehölz in dieser Dichte gar nicht erst aufkommen konnte.
In Abstimmung mit den Flächeneigentümern, den Bayerischen Staatsforsten und der Familiengesellschaft Wildbad Kreuth, war diesmal ein etwa ein Hektar großes Gebiet an der Hofbauernweißach im Fokus, das die ehrenamtlichen Helfer auflichteten.
Die Eigentümer kümmern sich dann um den Abtransport des Schwendmaterials und die Verpflegung der Freiwilligen. So lud Andreas Freiherr von Maltzan die Helfer noch auf eine Brotzeit in Siebenhütten ein.
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