Löwen-Stau in der Offensive: 1860 München trennt sich von Stürmer
Ende einer kurzen Liaison: 1860 München hat sich von Stürmer Fabian Schubert getrennt. Prominente Neuzugänge machen dem Österreicher das Leben schwer.
München – Die namhaften Neuverpflichtungen haben ihre Wirkung gezeigt, allerdings nicht für alle Beteiligten positiv. Fabian Schubert spürte die Veränderungen im Kader der Löwen am eigenen Leib – und muss nun gehen.
Fabian Schubert ist Geschichte bei den Löwen: Enttäuschende Bilanz nach hoffnungsvollem Start
1860 München hat am Donnerstag die vorzeitige Vertragsauflösung mit dem österreichischen Stürmer bekannt gegeben. Nach nur einem Jahr trennen sich die Wege zwischen dem 30-Jährigen und dem Drittligisten bereits wieder. Die Entscheidung kommt nicht unbedingt überraschend, denn Schubert hatte zuletzt bereits nicht mehr am Training teilgenommen und sich offenbar bereits auf Klubsuche begeben.
Schubert war im Juli 2024 vom Schweizer Erstligisten FC St. Gallen nach Giesing gewechselt. Die Hoffnungen auf den 1,94 Meter großen Mittelstürmer waren durchaus groß, doch die Realität sah anders aus. In 24 Punktspieleinsätzen in der 3. Liga erzielte der Österreicher lediglich zwei Treffer. Immerhin im bayerischen Toto-Pokal konnte Schubert mit sechs Treffern in drei Spielen eine Duftmarke setzen. Bereits im Endspurt der vergangenen Saison war er unter Trainer Patrick Glöckner außen vor – sein letzter Einsatz datiert vom 30. Spieltag.
Prominente Konkurrenz verschärft Kampf um Startplätze bei den Löwen
Die Verpflichtungen von Kevin Volland, Florian Niederlechner und Sigurd Haugen haben die Konkurrenzsituation in der Offensive dramatisch verschärft. Diese namhaften Neuzugänge, allesamt ehemalige Bundesliga-Spieler, reduzierten Schuberts ohnehin geringe Chancen auf Spielzeit erheblich.
Zusätzlich stehen mit Maximilian Wolfram und Patrick Hobsch zwei weitere treffsichere Stürmer im Kader von Trainer Patrick Glöckner. Wolfram verbuchte in der Vorsaison acht Treffer, der aus Haching geholte Hobsch sogar elf Tore.
Schwerer Rückschlag prägte Karriereverlauf von Schubert entscheidend
Schuberts Laufbahn war von einem dramatischen Einschnitt geprägt. Im September 2022 erlitt er nach einem brutalen Foul von Ulisses Garcia (damals BSC Young Boys) einen Schien- und Wadenbeinbruch. Nach monatelanger Zwangspause kehrte er erst im Mai 2023 auf den Platz zurück. Der Wechsel von St. Gallen nach München sollte einen Neuanfang markieren – doch dieser Plan scheiterte offensichtlich.
Wohin es den gebürtigen Österreicher nun verschlägt, bleibt offen. Als potenzielle Interessenten werden der österreichische Drittligist Wacker Innsbruck sowie Bundesliga-Absteiger Austria Klagenfurt gehandelt. Ins Trainingslager nach Ulrichsberg in Oberösterreich war Schubert bereits nicht mehr mitgereist. 1860 München wünschte dem scheidenden Angreifer in einer Mitteilung „nur das Beste, viel Glück, Gesundheit und Erfolg“ für seine weitere Laufbahn. (kus)