Gernot Mang hat sich im Trainingslager von 1860 München nahbar gezeigt. Der neue Präsident tauschte sich intensiv mit den Fans der Löwen aus.
Ulrichsberg – Das Grinsen bekommt Gernot Mang seit Sonntag kaum mehr aus dem Gesicht. Auch bei seiner Ankunft im 1860-Trainingslager in Ulrichsberg am Mittwoch war der neue Präsident der Löwen bestens gelaunt, mischte sich beim Fanfest unter die Anhänger, suchte den Dialog mit ihnen.
Bilder, die man in den letzten Monaten von Ex-Präsident Robert Reisinger kaum mehr gesehen hatte. „Ich bin ein nahbarer Präsident, spreche mit unseren Fans – das ist wichtig“, erklärt Mang. Auch für Menschen, die möglicherweise einen anderen Kurs als der neue Ober-Löwe vertreten: „Natürlich höre ich mir auch Kritik an, das gehört genauso dazu.“
„Es kann ein wunderbarer Neustart sein, es liegt an uns, daraus etwas zu machen.“
Doch wie sieht der Kurs Mangs im Detail aus? „Wir brauchen einen Überblick – beim Verein, der KGaA, dem Mitgesellschafter und dem Stadion.“ Die Gespräche mit der Stadt zum Grünwalder Stadion, das für Mang definitiv die Heimat der Löwen bleiben soll, würden bald beginnen. Positive Grundvoraussetzungen für seine Amtszeit findet Mang also vor, der 56-Jährige betont mit entschlossenem Blick: „Es kann ein wunderbarer Neustart sein, es liegt an uns, daraus etwas zu machen.“
Der 56-Jährige war am vergangenen Sonntag bei der Mitgliederversammlung des TSV 1860 erwartungsgemäß ins Amt gewählt worden. 512 Mitglieder schenkten ihm ihr Vertrauen, 18 Teilnehmer stimmten für Nein. Bei seiner Antrittsrede formulierte Mang bereits ehrgeizige Ziele. Das Stadion in Giesing soll auf 25.000 Zuschauer erweitert werden. „Ich bin kein Träumer, ich bin ein Macher“, verkündete der gebürtige Österreicher selbstbewusst.