„Wos übrig bleibt“: Dreiviertelblut liefert Sound für „Oktoberfest 1905“ – Feedback aus Australien

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Bei einer Pressekonferenz zur Serie in der Deutschen Eiche in München sangen Sebastian Horn und Brigitte Hobmeier zusammen Dreiviertelblut-Lieder. © ARD/ Jan Saurer

Die Fortsetzung der Serie startet pünktlich zum Wiesn-Anstich. Dreiviertelblut liefert erneut Musik zum historischen Familiendrama. Die Band erhält internationales Feedback.

An diesem Samstag ist es so weit: Pünktlich zum Wiesn-Anstich läuft die Erstausstrahlung von „Oktoberfest 1905“ im Fernsehen. Bei den vier Folgen handelt es sich um die Fortsetzung des historischen Familiendramas „Oktoberfest 1900“. Wie berichtet verkörpert der Reichersbeurer Schauspieler Klaus Steinbacher darin die männliche Hauptfigur, den Jungbrauer Roman Hoflinger. Aber es gibt noch mehr Künstler aus dem Isarwinkel, die an dem großen Projekt beteiligt sind. Titel- und Abspannmusik sowie einige Lieder in der Serie stammen von „Dreiviertelblut“.

Dreiviertelblut musikalisch bei „Oktoberfest 1905“ beteiligt

„Schon bei der ersten Staffel kam die Produktionsfirma auf uns zu, da sie Interesse an dem Lied ,Wos übrig bleibt‘ hatten“, berichtet Bandgründer, Sänger und Bassist Sebastian Horn aus Lenggries. „Das Lied passt gut zur Serie, noch dazu kommt auch das Wort Wiesn vor in der Zeile: „Grea is des wos übrig bleibdt, wann die Sunn auf’d Wiesn scheint“. Und so wurde das „Dreiviertelblut“-Lied auch gleich zum Titelsong der ersten Staffel.

„Bei der Fortsetzung ist das wieder so. Aber es kommen diesmal noch mehr Lieder von uns drin vor“, sagt Horn. So läuft „Auf und davo“ als Abspann-Musik. „Und in einer Szene singt Brigitte Hobmeier eine spezielle Version vom ,Deifitanz‘ in der Deutschen Eiche, und ‚Immer Weida‘ von unserem neuen Album haben wir für eine Szene auf die zur Verfügung stehenden Instrumente angepasst.“

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Der Charakter der Serie und des „Dreiviertelblut“-Sounds passen gut zusammen, findet Horn. „Unsere Musik hat ja eine große Prise Düsternis und Morbidität. Das finde sich in „Oktoberfest 1905“ wieder.“ Dass die ARD-Serie auf Streaming-Portalen auch international ausgestrahlt wurde, merkten die Bandmitglieder recht schnell. „Wir haben teilweise Feedback aus Australien oder Argentinien bekommen, das war wirklich erstaunlich“, sagt Horn. Viele hätten allerdings Schwierigkeiten gehabt, die bairischen Texte zu verstehen oder sie richtig in ihre Heimatsprache zu übersetzen. „Für einen habe ich den Text dann sogar auf Englisch übersetzt“, sagt der Lenggrieser lachend.

Gemeinsamer Auftritt von Sebastian Horn und Brigitte Hobmeier

Und so hat sich auch auf den Musikstreaming-Portalen „Wos übrig bleibt“ zum zweithäufigst gespielten Song der Band gemausert. Bei einer Pressekonferenz in der „Deutschen Eiche“ spielte Dreiviertelblut nochmal auf – für die Medienvertreter und das Team der Serie. Dort trafen dann auch die beiden Isarwinkler Klaus Steinbacher und Sebastian Horn aufeinander. „Das war schon lustig“, meint Horn. „Das letzte gemeinsame Projekt hatten wir mit ‚Wer früher stirbt, ist länger tot‘, vor circa 20 Jahren.“

Selbst angeschaut hat sich Sebastian Horn die zweite Staffel der Erfolgsserie noch nicht. Seit dem 12. September kann man sie bereits in der ARD-Mediathek streamen. „Das mache ich dann mal mit meiner Frau gemeinsam, wenn ich alle Folgen am Stück suchten kann“, verrät er.

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