Wiesn-Speisekarten enthüllt: Bei einem Klassiker gibt’s große Preisunterschiede

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Wiesn-Klassiker: Eine Kellnerin mit Hendl, Brezn und Kasspatzn. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Die großen Zelte haben ihre Speisekarten veröffentlicht. Trotz hoher Preise gibt es auch günstige Angebote. Ein Blick lohnt sich für jeden Geschmack.

Diese Ente klingt fast ein bissl nach Goldfasan. 33,50 Euro für einen Viertel-Vogel – ohne Beilage. So steht es auf der Speisekarte des Ammer-Zelts für die Wiesn auf diesem Jahr. Das Hendl gibt‘s hier (wie auch schon 2024) für 29,90 Euro, Spitzenwert auf dem Fest. Manche Leute finden solche Geflügel-Preise hahnebüchen. Andere zahlen‘s gern, ohne viel Federlesens. Wiesn, halt. So oder so: Jetzt haben die meisten großen Zelte ihre Speisekarten veröffentlicht – wir wagen einen ersten Blick. Und merken: Es muss nicht immer teuer sein!

Laut Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel sind die Preise generell etwas höher, „im Schnitt vier bis fünf Prozent Steigerung beim Essen, ähnlich wie beim Bier“. Der Wirt: „Das federt ab, was wir jedes Jahr an Mehrkosten haben.“ Seine leise Hoffnung: „Nächstes Jahr könnten wir vielleicht die Preise stabil halten, wenn wir nur 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer haben.“

Oktoberfest
Hendl kosten im Schnitt rund einen Euro mehr als 2024. © Karl-Josef Hildenbrand

Oktoberfest günstig – vor allem für Kinder gibt es gute Angebote

Gerade für kleine Gäste gibt es oft kleine Preise: Das Armbrustschützenzelt bietet täglich den Kinderteller (bis sieben Jahre) an: zwei Wiener, Pommes, 0,2-Liter-Limo für fünf Euro. Beim Augustiner gibt‘s Nudeln mit Butter und Käse für 4,50 Euro. Die Boandlkramerei will für einen Apfelsaft (0,25 Liter) 2,90 Euro, für Schweinswürstl mit Pommes 7,90 Euro.

Was die größeren Gäste und Gerichte angeht, etwa die Ente: 33,50 Euro kostet das Viertel wie beim Ammer auch in der Bräurosl. Aber mit Blaukraut und Knödel. In der Augustiner-Festhalle gibt‘s für 33,90 Euro sogar eine halbe Ente mit Beilagen. Beim Hofbräu auch.

Das Hendl kostete 2024 um die 16 Euro, heuer ab 16,90 Euro (Festzelt Tradition). Dann geht‘s in den meisten großen Zelten in Richtung 18 Euro – Ausnahme: Paulaner, wo das (Bio-)Huhn 24,50 Euro kostet. Bio ist in München und anderswo im Kommen, aber immer noch deutlich teurer.

Wiesn München: Der teuerste Schweinsbraten ist vom Preis her gleich geblieben

Der Schweinsbraten im Löwenbräu ist gleich teuer geblieben.
27,80 Euro: Der Schweinsbraten im Löwenbräu ist gleich teuer geblieben. © götzfried

Preis-Plateau beim Schweinsbraten: Den höchsten Preis verlangt mit 27,80 Euro das Löwenbräu-Zelt, aber: Es ist nicht teurer geworden als letztes Jahr. Am günstigsten ist das Schweinerne im Hackerzelt (22,50 Euro), beim Augustiner und in der Boandlkramerei (22,90 Euro). Auch Kasspatzn sind kostengünstig – jedenfalls nach Wiesn-Maßstäben: Mit 19,90 Euro in der Boandlkramerei, im Hofbräu und im Hackerzelt bleibt man unter der 20-Euro-Marke: Die teuersten hat die Fischer-Vroni für 24,90 Euro.

Beim Brotzeitbrettl gibt‘s auch große Unterschiede: 198 Euro kostet eines im Schottenhamel, aber da kann auch der ganze Tisch zulangen. 130 Euro zahlt man dagegen im Löwenbräu-Zelt, 150 Euro in der Boandlkramerei. Auf der Oidn Wiesn sind Pommes recht günstig: Sechs Euro kosten sie in der Boandlkramerei, 6,50 Euro im Festzelt Tradition. Ansonsten ist‘s teurer: Im Armbrustschützenzelt 9,90 Euro, im Löwenbräu 9,70 Euro und beim Schottenhamel 9,50 Euro.

Kaiserschmarrn: Hier gibt es große Preis-Unterschiede

Beim Kaiserschmarrn kann man richtig sparen: In der Boandlkramerei kostet eine Portion 19,90 Euro, im Ammer-Zelt nur 15 Euro. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet wohl das Festzelt Tradition: 28,50 Euro für das Reindl, das aber auch für bis zu drei Leute reichen soll. Also 9,50 Euro pro Person.

Nachtisch-Klassiker: Kaiserschmarrn.
Nachtisch-Klassiker: Kaiserschmarrn. © Oliver Bodmer

Wer nicht so ganz genau aufs Geld schauen muss, kann beim Käfer zuschlagen: 410 Euro kostet dort das Wagyu-Tomahawk-Steak (1,2 Kilo). Damit ist das Steak fast doppelt so teuer wie das Trüffel-Tomahawk der Bräurosl für 229 Euro. Noch teurer ist die 250-Gramm-Dose Kaviar für 855 Euro. Das halbe Kilo kostet gar 1775 Euro. Aber mei: Wer ko – der ko aa Kaviar.

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