Biologen waren verblüfft, als in Thailand nun ein extrem seltenes Tier wiederentdeckt wurde, das dort als ausgestorben galt: die Flachkopfkatze. Diese zu den am stärksten bedrohten und seltensten Katzenarten der Welt zählende Tierart hat Schätzungen zufolge nur noch etwa 2500 erwachsene Individuen in Südostasien.
In Thailand wurde die letzte Flachkopfkatze 1995 gesichtet, weshalb die Art im Land als "möglicherweise ausgestorben" eingestuft wurde. Zwischen 2024 und 2025 nahmen Kamerafallen im Princess Sirindhorn Wildlife Sanctuary in Südthailand die Tiere jedoch 29 Mal auf, darunter eine weibliche Flachkopfkatze mit einem Jungtier, wie die "New York Post" berichtet.
Plötzlich taucht flachköpfige Wildkatze wieder auf: "Außergewöhnlicher Moment für den Naturschutz“
Die aktuelle Erhebung ist eine Gemeinschaftsaktion des thailändischen Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation und der Naturschutzorganisation Panthera. Gemeinsam führen sie die bislang größte Untersuchung dieser Art durch. Die Wiederentdeckung der Flachkopfkatze in Südthailand sei ein "außergewöhnlicher Moment für den Naturschutz“, zitiert die "NYP" Experten.
Auch der Leiter des Bereichs Naturschutz, Forschung und Tiergesundheit des Zoos von Songkhla erklärte, er habe nicht mehr damit gerechnet, wilde Flachkopfkatzen in Thailand zu finden. Das Forschungsteam will seine Entdeckung dem Red-List-Komitee der IUCN vorlegen, um den Status der Flachkopfkatze in Thailand auf der Liste bedrohter Arten zu aktualisieren.
4 Fakten zur Flachkopfkatze
- Die Flachkopfkatze ist die kleinste Wildkatze Südostasiens, wiegt nur etwa 2 kg – etwa halb so viel wie eine Hauskatze – und ist durch ihre geringe Größe, ihre nachtaktive Lebensweise und die kleine Population extrem schwer aufzuspüren.
- Die Tiere leben in schwer zugänglichen Feuchtgebieten wie Torfsümpfen und Süßwassermangroven, die für Forschende schwierig zu durchqueren sind.
- Dank ihrer Schwimmhäute an den Zehen und stromlinienförmigen Körpern sind sie jedoch perfekt an diese Lebensräume angepasst und jagen dort Garnelen, Fische, Frösche und andere aquatische Beute.
- Trotz ihrer Unzugänglichkeit sind diese Lebensräume durch Fischerei, Landwirtschaft und andere menschliche Aktivitäten bedroht.