Tragödie am Strand: 77 Grindwale verenden trotz Rettungsversuchen

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Dutzende Grindwale sind an den schottischen Orkneyinseln gestrandet. © Emma Neave-Webb/dpa

In Schottland ereignet sich die größte Massenstrandung seit 1995. Alle 77 gestrandeten Grindwale sterben, trotz verzweifelter Rettungsversuche.

Orkney – Die schottische Küste von Orkney wurde am 11. Juli von einer Massenstrandung erschüttert, rund 77 Grindwale wurden dort an den Strand gespült. Trotz intensiver Rettungsbemühungen eines Expertenteams letztendlich ihr Leben verloren. Dieses tragische Ereignis stellt die größte Massenstrandung in Schottland seit mindestens 1995 dar.

77 Meeressäuger, darunter ausgewachsene Exemplare von bis zu sieben Metern Länge und deren Nachwuchs, wurden an den Strand gespült, wie der BBC berichtet. Fachleute der British Divers Marine Life Rescue (BDMLR), der Scottish Society for Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) und Meeres-Tierärzte vom schottischen Festland eilten herbei, um zu untersuchen, ob einige der Wale gerettet werden könnten.

Massenstrandung in Schottland: 77 Grindwale verenden trotz Rettungsversuchen

Die Rettungsmaßnahmen stellten eine enorme Belastung für das Team dar. Es schien, als wären die Wale bereits „seit geraumer Zeit“ gestrandet. Die Helfer des BDMLR beschrieben die Szene gegenüber der BBC als „wirklich schrecklich“ und „enorm emotional“. Trotz aller Anstrengungen gelang es der BDMLR, nur zwölf der Wale vorübergehend am Leben zu erhalten. Nachdem die Versuche, sie zurück ins offene Meer zu bringen, fehlschlugen, mussten sie schließlich eingeschläfert werden.

Zurzeit ist ungewiss, was mit den verstorbenen Tieren geschehen soll. Es wurde in Erwägung gezogen, die Körper entweder vor Ort zu begraben oder einen geeigneten Ort für ihre Bestattung zu finden. Die genaue Ursache dieses Vorfalls ist noch unklar, doch die zunehmende Häufigkeit solcher Ereignisse ist beunruhigend. Es wird angenommen, dass ein Wal in Not geraten sein könnte und der Rest der Gruppe versuchte, ihm zu helfen. Die Gemeinde wurde aufgefordert, den Bereich zu meiden, während Untersuchungen durchgeführt werden, um die Ursache zu ermitteln.

Tragödie in Orkney: 77 Grindwale sterben bei größter Massenstrandung seit Jahrzehnten

Andrew Brownlow vom Scottish Marine Animal Stranding Scheme äußerte seine Besorgnis über die zunehmende Häufigkeit von Massenstrandungen in Schottland: „Das ist besorgniserregend. Es könnte einerseits daran liegen, dass es einfach mehr Tiere gibt, oder aber auch, dass es mehr Gefahren gibt, denen diese Tiere ausgesetzt sind.“ Dieser Vorfall wird als die größte Strandung in Schottland seit der Gründung des Scottish Marine Animal Stranding Scheme (SMASS) im Jahr 1995 angesehen. Dennoch wurden in den letzten Jahren ähnlich große Strandungen beobachtet.

Das größte bekannte Strandungsereignis im Vereinigten Königreich ereignete sich 1927, als 126 von mehr als 130 Schwertwalen im Dornoch Firth in den Highlands starben. Auch in Australien wurden im vergangenen Jahr rund 100 Wale an den Strand gespült. An den Stränden der USA waren es sogar so viele Wale wie seit 680 nicht mehr. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Eine Walart, die seit fast 100 Jahren als verschollen galt, ist wieder aufgetaucht.

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