Waldbrände, Stromausfall & Co.: Übungszeit für Rettungskräfte

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Waldbrände, Stromausfall & Co.: Übungszeit für Rettungskräfte

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Erfolgreiche Löscharbeiten beim „Waldbrand“ bei Oberpframmern. © Kreisbrandinspektion Ebersberg

Rettungskräfte im Landkreis Ebersberg haben dieser Tage verschiedene Ernstfälle geprobt. Das waren Großeinsätze für Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Bayerisches Rotes Kreuz.

Landkreis – Feuerwehren, THW, Rotes Kreuz: Einsatzkräfte aus dem Landkreis Ebersberg haben allerhand zu tun gehabt in den vergangenen Tagen. In verschiedenen Szenarien wurde der Ernstfall geprobt. Ein Großaufgebot an Feuerwehren gab es bei zwei Übungen zu Waldbränden. Oberpframmern und Hohenlinden boten den Rahmen für dafür.

Zunächst simulierten die Rettungskräfte ein Szenario im Wald, teilt Benedikt Seidl von der Kreisbrandinspektion mit, bei dem neben einer in Brand geratenen Baumaschine auch ein sich weiter im Wald ausbreitendes Feuer dargestellt wurde. Ähnlich ging es in Hohenlinden um einen Brand tief im Ebersberger Forst nahe der Hohenlindener Sauschütt.

Kernaufgabe der Feuerwehren ist es bei diesen Einsätzen neben der akuten Brandbekämpfung auch eine sichere Wasserversorgung herzustellen. Dabei, so Seidl, ist der Transport von großen Mengen Löschwasser entweder über einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen oder langen Schlauchstrecken möglich. Während in Oberpframmern vor allem Pendelverkehr und eine lange Schlauchstrecke zum Einsatz kamen, nutzten die Kameraden im Ebersberger Forst zusätzlich eine Wasserentnahmestelle im Wald, die vorübergehend genug Wasser lieferte.

Drohnen unterstützen Rettungskräfte

Für die Einsatzleitung war bei den Übungen auch die Koordination der Anfahrt und Platzierung der Fahrzeuge entscheidend. Bei Bränden im Wald erschwert sich die Erkundung grundsätzlich, und Fluchtwege sowie die Ausbreitung des Feuers müssen von Beginn an durchgehend beobachtet werden. Unterstützt wurde die Einsatzleitung dabei in beiden Übungen von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mitsamt Drohne und in Oberpframmern zusätzlich von der Feuerwehr Poing mit ihrer speziellen Drohneneinheit.

In Oberpframmern beteiligten sich die Feuerwehren aus Oberpframmern, Moosach, Egmating, Glonn, Kirchseeon Markt, Harthausen, Baiern, Zorneding, Bruck, Alxing und Poing. In Hohenlinden waren Kameraden der Feuerwehren Hohenlinden, Ebersberg, Eglharting, Kirchseeon Markt, Zorneding, Steinhöring, St. Christoph, Parsdorf-Hergolding, Forstinning und Mittbach sowie der Revierförster eingeladen.

THW und BRK auch engagiert

Feuer, Rauch, ein schwerer LKW-Unfall und ein Fallschirmspringer im Baum: Was wie eine Schlagzeile klingt, war Teil eines groß angelegten Übungswochenendes des Technischen Hilfswerks (THW) Markt Schwaben. Gemeinsam mit dem BRK-Kreisverband Ebersberg und der Feuerwehr Poing trainierten rund 100 Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende auf dem Standortübungsplatz Spatzenhausen bei Murnau, teilt Timo Ehrsam vom THW Markt Schwaben mit.

Nach erfolgreicher Rettung kümmern sich THWler um die „Opfer“.
Nach erfolgreicher Rettung kümmern sich THWler um die „Opfer“. © THW Markt Schwaben

Zum Start der Übung wurden die Einsatzkräfte mit einem Szenario konfrontiert, das auch in der Realität große Auswirkungen hätte: Ein seit zwei Tagen anhaltender Stromausfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. In kürzester Zeit errichteten die THWler ein autarkes Camp mit Notstromversorgung, Großküche und Unterkünften. Kaum stand die Infrastruktur, ging es Schlag auf Schlag: Menschenrettungen aus verrauchten Gebäuden, realistisch vorbereitet durch die Einheit für realistische Unfalldarstellung (RUD) Ebersberg, forderten Feuerwehr, THW und Rettungsdienst gleichermaßen. In der Nacht folgten weitere Szenarien – von einem LKW-Unfall bis hin zu einer Wasserrettung. Auch am Samstag blieb es anspruchsvoll: Neben der Erkundung der BG-Unfallklinik Murnau für eine mögliche Notstromeinspeisung mussten die Einsatzkräfte einen Fallschirmspringer aus luftiger Höhe befreien.

„Solche gemeinsamen Übungen sind unbezahlbar – nur so können wir im Ernstfall reibungslos zusammenarbeiten“, zog die THW-Übungsleitung am Ende ein positives Fazit.

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