Abseits von Besucherrekorden: Rottach-Egern erlebt entspanntes Seefest

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Auf einer schwimmenden Bühne präsentierten sich der Trachtenverein Wallberger und die Gasteiger Blasmusik. © Stefan Schweihofer

Besucherrekorde wurden heuer beim Rottacher Seefest nicht geknackt. Dafür erlebten die Gäste ein entspanntes Fest, ganz ohne Gedränge.

Rottach-Egern - Kein Verkehrschaos, kein Gedränge auf der Seestraße, kein Pflastertreten auf heißem Asphalt, dafür allenthalben freie Plätze in den Gastronomien und zufriedene Besucher: Ein entspanntes Seefest erlebten Gäste und Einheimische am Donnerstag (10. Juli). Ein Besucherrekord wurde diesmal sicherlich nicht erzielt, dennoch erwies sich die Entscheidung der Veranstalter, das erste Seefest der Saison um zwei Tage zu verschieben, als richtig: Es blieb den ganzen Abend über trocken.

Kinderprogramm bei Urlaubern und Einheimischen sehr gefragt

Die Kinder konnten bei kühleren Temperaturen um die 20 Grad ihr Programm mit Fußball-Hüpfburg, Slackline, Schminken und Spielen auf dem eigens aufgebauten Abenteuerspielplatz im Kurgarten so richtig ausnutzen. Vor allem am Nachmittag war das die große Attraktion – nicht nur für die Gäste, deren Urlaub in den zurückliegenden Tagen von Regen und Wind begleitet war, sondern auch für einheimische Familien.

Brillant-Feuerwerk markiert den Höhepunkt des Seefestes

Gegen Abend waren es dann vor allem Urlaubsgäste und Ausflügler, die die Auftritte der Argeter Alphornbläser, der Rottacher Goaßlschnalzer, den einmal in Richtung Seehotel Überfahrt und zurück marschierenden Spielmannszug und die Blaskapellen auf der schwimmenden Bühne bestaunten und ihnen zujubelten. Viel Applaus gab es auch für das traditionelle Saugtrogrennen der DLRG, das Schifferstechen, die Tanz- und Turneinlagen der Kinder und freilich für das große Brillant-Feuerwerk, das – begleitet von epischer Filmmusik – wie immer den Höhepunkt des Seefestes markierte.

Bürgermeister freut sich über friedliches Fest

„2025 hat uns keinen Rekord beschert, aber ein griabiges Seefest“, meinte Bürgermeister Christian Köck. Er fände es nicht schlimm, wenn es mal ein bisserl ruhiger zugehe. Bei einem Ausweichtermin gebe es immer den einen oder anderen Besucher oder auch Helfer, der dann eben keine Zeit habe. Das Wichtigste sei schließlich, dass nichts passiere, befand Köck: „Nicht der Rekord ist unser Anspruch, sondern eine schönes, sicheres und friedliches Feiern unseres Sees und unserer Ortsgemeinschaft.“

Peter Rie, Veranstaltungsmanager der Tegernseer Tal Tourismus GmbH, sah das ähnlich: „Das Seefest war immer noch gut besucht“, meinte er. Die Vereine und Standbetreiber seien mit der Resonanz zufrieden gewesen.

ak

Start der Seefest-Saison in Rottach-Egern
Der Nachwuchs der Trachtenvereine zeigte beim Seefest sein Können. © Stefan Schweihofer
Start der Seefest-Saison in Rottach-Egern
Die Besucher genossen die Darbietungen der Goaßlschnalzer. © Stefan Schweihofer
Start der Seefest-Saison in Rottach-Egern
Gutes Durchkommen herrschte auf der Seestraße. Wie erwartet, waren es heuer etwas weniger Besucher beim Seefest. © Stefan Schweihofer
Start der Seefest-Saison in Rottach-Egern
Die Alphornbläser aus Arget bereicherten das Programm. © Stefan Schweihofer
Start der Seefest-Saison in Rottach-Egern
Die Blasmusikanten marschierten durch die Seestraße. © Stefan Schweihofer
Start der Seefest-Saison in Rottach-EgernBrillant
Als Höhepunkt des Seefestes wurde den Besuchern auch heuer ein Brillant-Feuerwerk geboten. © Stefan Schweihofer

Zusatzbusse geplant

Während die Rottacher auf ein ruhiges Seefest ohne Zwischenfälle zurückblicken können, wird für das Seefest in Tegernsee am 29. Juli bereits an einem neuen Verkehrskonzept gearbeitet, das eine reibungslose An-und Abreise gewährleisten soll. Wie berichtet, wird ausgerechnet zum Seefest-Termin die Bahnstrecke zwischen Schaftlach und Tegernsee wegen Bauarbeiten gesperrt sein. Die von der Bayerischen Regiobahn (BRB) angebotene Option, Verstärker-Züge einzusetzen, um ein erneutes Chaos bei der Abreise zu verhindern, ist damit hinfällig.

Wie die BRB nun bekannt gegeben hat, wird sie am 29. Juli stattdessen zusätzliche Busse von Tegernsee über Gmund und Schaftlach bis Holzkirchen einsetzen. Abfahrt ist um 21.50, 22.50 und 23.50 Uhr. Diese Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) seien aber nur ein Baustein eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die Tourismus GmbH derzeit erarbeite, sagt TTT-Mitarbeiter Peter Rie. Durch den RVO sei der Einsatz von noch wesentlich mehr Bussen geplant. Auch Schaftlach und Holzkirchen würden durch diese angefahren.

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