Mit einem festlichen Konzert hat Angelika Sutor ihr Amt als Kirchenmusikerin in der Tölzer Pfarrei Maria Himmelfahrt offiziell angetreten.
Bad Tölz – Die Domorganistin, die im Juli aus Freising in die Kreisstadt wechselte und damit Christoph Heuberger nach 36 Jahren ablöste, leitete am Vorabend des Volkstrauertages in der Stadtpfarrkirche ein Programm unter dem Leitmotiv „Te deum laudamus“. Die Werkauswahl spannte einen Bogen von gregorianischen Gesängen bis zu zeitgenössischer Chorliteratur und war damit, wie Beobachter betonten, zugleich Standortbestimmung und Bekenntnis.
Bewahrt die Tradition und setzt eigene Akzente: Antrittskonzert von Kirchenmusikerin Angelika Sutor
Kirchenverwaltung, Pfarrer Peter Demmelmair und beide Chöre ziehen nach 120 Tagen eine positive Bilanz. Sutor bewahrt die Tradition, setzt aber eigene Akzente: Sie belebt die durch Corona geschwächte Kinder- und Jugendarbeit, bietet Stimmbildung an und öffnet Projekte für Sängerinnen und Sänger aus dem pausierenden evangelischen Chor. Laut Kirchenchor hat sie die Proben straffer organisiert und eine offene Atmosphäre geschaffen, in der sich Routiniers und Neulinge rasch zusammenfinden.
Beim Antrittskonzert standen der große gemischte Kirchenchor, Kammerchor, Schola und ein Blechbläserensemble mit Schlagzeug der Musikschule auf der Empore; außerdem wirkten Organist Alexander Pointner und Harfenistin Stephanie Schwarz mit. Letztere verband mit schwebenden Klängen die unterschiedlichsten Epochen.
Sutor dirigiert mit sparsamen, nicht auf den Effekt bedachten Gesten. Man spürte ihr tiefes Verständnis für die Musik und ihre Leidenschaft für ihre Arbeit, die sich auf den Chor und die anderen Mitwirkenden überträgt. Denn die bringen ihr ganzes Können ein. Die Stadtpfarrkirche war bei dieser geistlichen Musik leider nur halb gefüllt, der Applaus dafür umso herzlicher.
Mit dem „Das Gelbe Blatt“-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Das Gelbe Blatt“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert.