Kundgebung in Bad Heilbrunn: Beim letzten Mal noch Polizeieinsatz – jetzt Dankesworte für geordnete Demo

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Vom Gelände der Fachklinik Bad Heilbrunn aus machten sich am Mittwoch rund 70 Mitarbeiter auf den Weg zu einer Kundgebung auf dem gegenüberliegenden Schulgelände. Dabei zeigte auch der Kaufmännische Direktor Günter Henseler (Mi.) Gesicht. © Arndt Pröhl

Eine erneute Protestveranstaltung, zu der Verdi an der Fachklinik in Bad Heilbrunn aufgerufen hatte, verlief deutlich harmonischer als vor zwei Wochen.

Bad Heilbrunn – Deutlich harmonischer als noch vor gut zwei Wochen verlief am Mittwoch (6. August) eine Kundgebung an der Heilbrunner Fachklinik, zu der die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Bei einer sogenannten „aktiven Mittagspause“ am 21. Juli hatte wie berichtet die Klinikleitung Verdi untersagt, auf dem Klinikgelände zu demonstrierten, und verständigte die Polizei. Dieses Mal war der Protest von vornherein auf das Schulgelände gegenüber der Klinik verlegt worden. Die Zahl der Teilnehmer war mit rund 70 deutlich höher.

Wogen glätten nach Demonstration in Bad Heilbrunn

„Wir wollten nicht weiter provozieren“, erklärt Stefan Ege-Dustmann, Betriebsrat der Klinik und Mitglied der Tarifkommission. Verdi habe die Demonstration ordnungsgemäß beim Landratsamt angemeldet, der gemeindliche Bauhof habe eigens einen Bereich der Straße gesperrt. Die Polizei sei lediglich routinemäßig vor Ort gewesen. Auch der Kaufmännische Direktor der Klinik, Günter Henseler, ist sichtlich bemüht, die Wogen zu glätten. Er dankte den beteiligten Mitarbeitern ausdrücklich für den geordneten Ablauf. Henseler zeigte vor Ort Gesicht und begleitete die Demonstrierenden vom Klinikgelände „auf das neutrale Gebiet“, wie er sagt.

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In einer Pressemitteilung nimmt die Klinikgruppe Enzensberg, zu der die Fachklinik gehört, zudem die Heilbrunner Einrichtung aus der Schusslinie. Robert Filter, Geschäftsleiter Personal, Recht und Qualitätsmanagement, stellt klar, dass der Tarifvertrag nicht etwa von der einzelnen Klinik, sondern zwischen dem Arbeitgeberverband VPKA und der Gewerkschaft geschlossen werde. „Die aktuellen Kundgebungen spiegeln nicht die lokalen Verhältnisse an der m&i-Fachklinik Bad Heilbrunn wider“, betont Filter.

In Tarifverhandlungen ist Bewegung gekommen

An der Heilbrunner Fachklinik sei die Stimmung in der Belegschaft „nachweislich gut“, schreibt er – „auch dank einer Reihe von betrieblich vereinbarten Zusatzleistungen und freiwilligen übertariflichen Vergütungen. Die gebe es, bestätigt Ege-Dustmann. „Aber alle betrieblichen Vereinbarungen, die wir über Jahre genossen und wertgeschätzt haben, wurden gekündigt und müssen nun bis Ende des Jahres neu verhandelt werden“. Dies sorge für eine gewisse Anspannung.

Das Aufsehen, das die Kundgebung und der Polizeieinsatz am 21. Juli erregten, hat dem Gewerkschaftsanliegen offenbar nicht geschadet. Es sei Bewegung in die Tarifverhandlungen gekommen, sagt Ege-Dustmann. Die nächste Runde steht am Freitag an. (ast)

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