Schneefall, Schneeverwehungen, Glatteis, Orkan! Hier wird "Elli" gefährlich

Eisblöcke auf Autobahn geworfen – drei Jugendliche festgenommen

Bei Bremerhaven wurden Eisblöcke auf die Autobahn geworfen. Kinder und Jugendliche sollen sie bereits am Donnerstag von einer Brücke aus auf die A27 geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Die drei Verdächtigen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wurden demnach in der Nähe gefasst.

Den Angaben nach wurden mehrere Autos von den Eisblöcken getroffen. Welche Schäden verursacht wurden, war zunächst nicht bekannt. Informationen zu Verletzten gab es keine.

So verhalten Sie sich richtig gegenüber obdachlosen Menschen
Die aktuellen Minus-Temperaturen sind für Obdachlose lebensgefährlich. Es gibt zwar Initiativen wie den Kältebus. Der Paritätische Gesamtverband appelliert an alle Bürger, dass jeder helfen kann und erklärt wie. NEWS5

Lebensgefährlich verletzt: E-Scooter-Fahrerin rutscht in Schneematsch aus

13.13 Uhr: Eine 52 Jahre alte Frau wurde bei einem Unfall in Flensburg am Morgen schwer verletzt. Die Frau rutschte mit ihrem E-Scooter im Schneematsch aus, als sie versuchte, nach dem Überqueren der Straße wieder auf den Gehweg zu fahren, wie die Polizei mitteilte.

Bei dem anschließenden Sturz verletzte sie sich am Kopf. Die 52-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Aktuell kann eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden.

In Flensburg stürzt eine Frau im Schneematsch und verletzt sich schwer.
In Flensburg stürzt eine Frau im Schneematsch und verletzt sich schwer. Thomas Banneyer/dpa

Viele Unfälle auf Thüringens Autobahnen

12.23 Uhr: Wintersturm "Elli" hat auf den Autobahnen in Thüringen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Bis zum späten Vormittag hatten sich 16 Verkehrsunfälle ereignet, wie die Autobahnpolizeiinspektion mitteilte.

Beteiligt waren demnach 14 Autos und acht Lastwagen. Dabei blieb es glücklicherweise bei Sachschäden, verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand. Bei allen Unfällen war die Ursache unangepasste Geschwindigkeit auf glatter Fahrbahn.

Im Laufe des Tages ist den Angaben zufolge weiterhin mit Schneefall und rutschigen Straßen zu rechnen, sodass es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen werde. Die Polizei bittet Autofahrer, vorsichtig zu fahren und ausreichend Zeit einzuplanen.

16 Unfälle auf Thüringens Autobahnen bei Schnee. Hier im Einsatz: ein Fahrzeug des Winterdienstes.
16 Unfälle auf Thüringens Autobahnen bei Schnee. Hier im Einsatz: ein Fahrzeug des Winterdienstes. Michael Reichel/dpa

Linienbus rutscht von schneeglatter Straße Abhang herunter

12.16 Uhr: Auf schneeglatter Straße ist ein Linienbus bei Ebhausen von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht. Anschließend sei das Fahrzeug bei dem Unfall im Kreis Calw gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei mit. Der 29 Jahre alte Fahrer und zwei weitere Insassen im Alter von 25 und 32 Jahren wurden dabei den Angaben zufolge leicht verletzt.

Es sei noch unklar, wie schnell der Bus unterwegs gewesen sei, so die Polizei. Allerdings könne bei den aktuellen Witterungsbedingungen auch schon Schrittgeschwindigkeit zu schnell sein. 

Im Laufe des Vormittags wurde der Bus zurück auf die Straße gezogen, wie eine Polizeisprecherin sagte. In der Nacht sei die Bergung nicht möglich gewesen. Den Schaden schätzten die Ermittler auf etwa 200.000 Euro.

Ein Linienbus, der bei Ebhausen im Kreis Calw einen Abhang hinuntergerutscht ist, liegt am Straßenrand. Auf schneeglatter Straße ist ein Linienbus bei Ebhausen in Baden-Württemberg von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht. (zu dpa: «Unfall im Schnee: Linienbus rutscht Abhang hinunter»)
Auf schneeglatter Straße ist ein Linienbus bei Ebhausen in Baden-Württemberg von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht. Katharina Kausche/dpa

Minus 20 Grad am Sonntag von Holland bis Hamburg

12.02 Uhr: Durch den vielen Schnee und abziehende Wolken wird es klirrend kalt im Norden. Über Neuschnee fallen die Temperaturen auf bis zu Minus 20 Grad am Sonntagmorgen. "Mich würde es nicht wundern, wenn es noch kälter werden würde", sagt Jan Schenk, Meteorologe von "The Weather Channel". Am Samstagmorgen sei es dagegen mit Minus 5 bis 10 Grad vergleichsweise angenehm.

Am Sonntag werden es bis zu -20 Grad Celsius in Teilen Deutschlands.
Am Sonntag werden es bis zu -20 Grad Celsius in Teilen Deutschlands. @twc

DWD-Expertin warnt vor 50 Zentimeter Schnee

11.54 Uhr: In Teilen Baden-Württembergs herrscht Unwettergefahr. Bis Samstagmorgen gilt für mehrere Regionen im Schwarzwald eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunden oberhalb von 1000 Metern. In exponierten Lagen müsse mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden. Am Samstag drohen den Angaben nach vermehrt Schneeverwehungen, teils mit unwetterartigen Auswirkungen.

Daher könnten weitere Unwetterwarnungen nötig werden, sagte DWD-Meteorologin Helga Scheef. In der Nacht zum Samstag solle es in Baden-Württemberg wieder schneien. In Staulagen im Schwarzwald seien bis Sonntagfrüh 30 Zentimeter, punktuell bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

Im Flachland seien am Samstag zunächst Schneematsch und Schneeregen zu erwarten, sagte Scheef. Dann sei überfrierende Nässe Thema. "Wenn man nicht weg muss, sollte man zu Hause bleiben. Oder zumindest vorsichtig fahren."

"In diesem Jahrtausend haben wir das noch nicht gesehen"

11.32 Uhr: Es schneit von Emden bis Dresden. Besonders in Ostfriesland ist Schnee aber selten. Am Freitag erwarten wir einen Zuwachs der Schneedecke von 15 Zentimetern mindestens. Das ist zum letzten mal in dieser Intensität 1991 in Aurich gemessen worden, erklärt "The Weather Channel"-Meteorologe Jan Schenk.

"Wir haben es hier also mit einem Rekordschneefall zu tun, zumindest in der Tagesmenge an Schnee. In diesem Jahrtausend haben wir das noch nicht gesehen." In Hamburg könnte es 2013 zum letzten mal an einem Tag so heftig geschneit haben.

Spannend ist die Lüneburger Heide. Hier kennt man starken Schneefall. In Bergen ist am 02.11.2021 das letzte Mal so viel Neuschnee gemessen worden. 

schneefall norddeutschland
In Norddeutschland wird sehr starker Schneefall erwartet. TWC

Schneespuren führen Polizei zum Täter: Taxi-Fahrgast prellt Zeche

11.16 Uhr: Spuren im Schnee haben in Thüringen zu einem Mann geführt, der ohne Bezahlung des Fahrpreises aus einem Taxi flüchtete. Wie die Polizei in Gera mitteilte, lenkte der 46-Jährige am Freitagmorgen in der Gemeinde Auma-Weidatal im Landkreis Greiz den Taxifahrer ab und lief davon. Seine Rechnung von 151 Euro war dabei noch offen.

Dank einer Personenbeschreibung und frischer Schuhabdrücke im Schnee spürte die Polizei den Mann rasch an seiner Wohnanschrift auf. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen Betrugs ein.

Starker Schneefall herrscht am Abend an der Treskowallee in Karlshorst. Jens Kalaene/dpa

Auch Regionalzüge stellen Betrieb ein

10.27 Uhr: Nach dem eingestellten Fernverkehr im Norden durch die Deutsche Bahn stellen nun auch Regionalzüge ihren Verkehr in Niedersachsen ein. Das Unternehmen Start Niedersachsen teilte mit, dass keine Züge mehr fahren. Start-Züge fahren unter anderem Hannover, Hildesheim, Hamburg und Bremen an. Auch die S-Bahn Hannover hat wegen des Winterwetters bereits den Betrieb eingestellt – sowohl mit Zügen als auch mit Ersatzbussen. In ganz Norddeutschland fahren zudem keine Fernverkehrszüge mehr.

Das Eisenbahn-Unternehmen Erixx wies ebenfalls auf ausfallende und verspätete Züge hin. Langsam aber stetig verschlechtere sich die Situation auf den Strecken, hieß es. Ab Mittag sei vermutlich kein Betrieb mehr möglich. Die Erixx-Züge verkehren zwischen Hannover, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide. Ähnlich äußerte sich das Unternehmen Metronom, das zur gleichen Betreibergesellschaft gehört. Einzelne Verbindungen in den Räumen Hamburg und Bremen sind bereits gestrichen.

Ein ICE der Deutschen Bahn steht inmitten eines Schneesturmes im Hauptbahnhof Hannover. Die Deutsche Bahn stellt wegen des stürmischen Winterwetters den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens zum Mittag ein.
Ein ICE der Deutschen Bahn steht inmitten eines Schneesturmes im Hauptbahnhof Hannover. Julian Stratenschulte/dpa

Deutsche Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein

9.29 Uhr: Die Deutsche Bahn stellt wegen des stürmischen Winterwetters den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens zum Mittag ein. Das teilte das Unternehmen mit.

380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom

9.07 Uhr: In Frankreich sind rund 380.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Sturm "Goretti" (in Deutschland "Elli" genannt) in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist. Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.

In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne sollte der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen. Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.

In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut.

Eine riesige Welle bricht an der Mole eines Hafens in Westfrankreich. Der Sturm "Goretti" ist in der Nacht mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über den Nordwesten des Landes gezogen.
Eine riesige Welle bricht an der Mole eines Hafens in Westfrankreich. Der Sturm "Goretti" ist in der Nacht mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über den Nordwesten des Landes gezogen. Fred Tanneau/AFP/dpa

Zwei Tote bei Frontal-Glättecrash in Bayern

8.53 Uhr: Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters. 

Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur. Es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Die Fahrer erlitten tödliche Verletzungen. Die Straße sei am Morgen noch gesperrt, die Einsatzkräfte vor Ort, erklärte die Polizei. Zunächst gab es keine weiteren Informationen zu dem Unfall.

Zwei stark beschädigte Fahrzeuge stehen an einer Unfallstelle. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten - vermutlich wegen des Winterwetters.
Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Jason Tschepljakow/dpa

"Elli" verschont NRW - Entwarnung auch für Berlin und Brandenburg

08.45 Uhr: Sturmtief "Elli" scheint Nordrhein-Westfalen nach aktueller Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weitgehend zu verschonen. Die Experten warnen nur noch für das Sauerland sowie für Teile Ostwestfalens vor gefährlichem Schneefall. Dort gilt noch bis 9.00 Uhr eine amtliche Warnung. Trotzdem appellierte die Polizei an Autofahrer, überall vorsichtig zu fahren.

Das Tiefdruckgebiet war in der Nacht über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Winterdienste waren im Dauereinsatz, um die Straßen freizuhalten. Nach einer ersten Bilanz der Polizei gab es etwa im Kreis Siegen-Wittgenstein einige Verkehrsunfälle. Auch auf den Autobahnen blieben einige Lastwagen liegen, das große Chaos blieb in Nordrhein-Westfalen demnach aber aus.

Entwarnung auch für Berlin und Brandenburg: Der angekündigte Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Brandenburgs und Berlin nun aus. Es werde in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin deutlich weniger Schnee herunterkommen als vorhergesagt, sagte ein DWD-Sprecher. Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall sei für Berlin und Brandenburg aufgehoben.

"Wir sehen keine Gefahr von Leib und Leben", betonte der Sprecher. Am Nachmittag soll es dennoch leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Von den schlimmsten Befürchtungen bleibt Berlin und die Nordhälfte Brandenburgs verschont. Kalt werde es aber weiterhin. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei Minus 20 Grad liegen. Der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen.

Höchste Schneemenge seit fast 40 Jahren möglich

8.13 Uhr: Sollte es tatsächlich zu einer Schneedecke von 30 Zentimetern kommen, dann wäre das für die Wetterstation Soltau die höchste gemessene Schneedecke seit 1987, also seit 39 Jahren.

Sollten gar 35 Zentimeter Schnee gemessen werden, wäre nur im Rekordwinter 1979 eine höhere Schneedecke gemessen worden.

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Der Schneefall der letzten Jahrzehnte am Beispiel Soltau. Sollten die 30 Zentimeter heute geknackt werden, wäre es der stärkste Schneefall seit 1987. TWC

Größte Schneemengen seit Jahren

7.34 Uhr: Selbst konservative Wettermodelle rechnen mit 20 bis 40 Zentimeter Schnee von Emden bis Berlin oder Dresden. Sturm "Elli" wird wohl die größte Schneelage seit Jahren in Norddeutschland auslösen.

Vorsicht: Schneeverwehungen von bis zu einem halben Meter sind möglich.

Euro-Blizzard schneit Norddeutschland ein

6.51 Uhr: Vom Emsland über Bremen, Hamburg und Berlin bis Dresden. Der Euro-Blizzard Elli schneit am Freitag Norddeutschland ein. Der Schwerpunkt ist in der nördlichen Lüneburger Heide zu finden. 

Durch die starken Schneeverwehungen kann es überall im Norden zu großen Schneeansammlungen kommen. Es drohen bis zu einem halben Meter hohe Schneeverwehungen. Bitte achten Sie auf die Wetterwarnungen. Es kann schnell gefährlich werden, wenn man im Schneesturm stecken bleibt.

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Sturm Elli zieht über Deutschland. TWC

Dutzende Glätte-Unfälle in Bayern

6.41 Uhr: Auf den schnee- und eisglatten Straßen in Bayern haben Dutzende Unfälle für zahlreiche Polizeieinsätze gesorgt. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt, wie die Einsatzzentralen am frühen Morgen berichteten. Größtenteils sei es bislang bei Blechschäden geblieben.

In Unterfranken rückte die Polizei mindestens 54 Mal aus, wie ein Sprecher sagte. Auf den dortigen Autobahnen ging es mehrmals nicht weiter, etwa auf der A71 bei Oberthulba (Landkreis Bad Kissingen), wo rund zwei Dutzend Lastwagen im Schneetreiben nicht mehr vorankamen. Auf der A71 fuhren sich mehrere Fahrzeuge fest. Und auf der A70 im Landkreis Schweinfurt war ein Lastwagen auf der glatten Fahrbahn in die Leitplanke geprallt, verletzt wurde niemand.

Lastwagen rutscht auf glatter Fahrbahn – A70 gesperrt

6.20 Uhr: Auf der Autobahn 70 bei Gochsheim (Kreis Schweinfurt) ist ein Lastwagen aufgrund der schneeglatten Fahrbahn in die Mittelleitplanke gerutscht. Die Strecke ist von Bamberg kommend in Richtung Schweinfurt gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

An dem Unfall war nur der Lkw beteiligt. Den Angaben zufolge wurde dessen Fahrer nicht verletzt. Ob der Lastwagen alleine weiterfahren kann, ist noch unklar. Zur Schadenshöhe machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Einsatzkräfte arbeiten an der Unfallstelle auf der Autobahn 70 bei Gochsheim (Lkr. Schweinfurt). Der Sattelzug kam auf der schneebedeckten Autobahn ins rutschen, krachten in die Mittelschutzplanke und drehte sich um 180 Grad. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Die A70 wird in Richtung Schweinfurt noch für mehrere Stunden gesperrt bleiben.
Einsatzkräfte arbeiten an der Unfallstelle auf der Autobahn 70 bei Gochsheim (Lkr. Schweinfurt). Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa

Lkw kippt auf A1 um – Ursache wohl glatte Fahrbahn

6.15 Uhr: Ein Lkw ist auf der A1 auf Höhe Ahrensburg (Kreis Stormarn) umgekippt. In Richtung Norden war die Fahrbahn bis kurz nach ein Uhr gesperrt, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Der Fahrer wurde nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Die Ursache für den Unfall war nach Polizeiangaben vermutlich die schneeglatte Fahrbahn.

Zwei Dutzend Lkw bleiben auf A7 stecken

6.09 Uhr: Etwa zwei Dutzend Lastwagen haben sich auf der schneebedeckten Autobahn 7 im Landkreis Bad Kissingen in Bayern festgefahren. Wie ein Polizeisprecher sagte, rückte in der Nacht zum Freitag unter anderem das Technische Hilfswerk (THW) aus. Mit der Hilfe vom THW wurden die Lastkraftwagen angezogen - bis sie von selbst aus weiterfahren konnten.

Grund für den Einsatz bei Oberthulba sei Neuschnee gewesen, hieß es. Die Autobahnmeisterei sei gekommen und habe den Schnee geräumt. Dafür sei die A7 zeitweise gesperrt worden. Zum morgendlichen Berufsverkehr war die Fahrbahn wieder freigegeben worden.

Schneebedeckt ist der Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof am frühen Morgen.
Schneebedeckt ist der Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof am frühen Morgen. Moritz Frankenberg/dpa

Die kältesten Orte Deutschlands

Das sind laut Wetterdienst aktuell die fünf kältesten Orte Deutschlands (Stand: 11.52 Uhr)

  • Zugspitze -11,5 Grad
  • Manschnow -10,1 Grad
  • Müncheberg -9,7 Grad
  • Angermünde -9 Grad
  • Grünow -8,8 Grad

(Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert)

Ein Streufahrzeug ist am frühen Morgen im dichten Schneefall im Zentrum im Einsatz.
Ein Streufahrzeug ist am frühen Morgen im dichten Schneefall im Zentrum im Einsatz. Moritz Frankenberg/dpa

Wo es besonders viel schneien soll

Winter-Sturmtief "Elli" ist angekommen - und so viel soll es laut neuester Prognose schneien: Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen, wie die Meteorologen in Offenbach am Morgen prognostizierten. 

Ansonsten fallen laut Vorhersage bis zum frühen Nachmittag zwischen 5 und 10 Zentimetern, "regional um die 15 Zentimeter in einem Streifen von Ostbayern über die Mitte und die Norddeutsche Tiefebene bis zum Emsland". Und: "Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis 6 Stunden - gebietsweise Unwetter!", heißt es im Wetterbericht von 5.00 Uhr. Am Nachmittag und Abend sollen die Schneefälle dann allmählich nachlassen, dann werden nur noch wenige Zentimeter Neuschnee erwartet.

Doch weil es in einem Streifen vom Nordwesten über den Norden bis in den Osten Deutschlands stürmt, kann es regional zu unwetterartigen Schneeverwehungen kommen - erst in der Nacht auf Samstag soll der Sturm langsam nachlassen.

Starker Schneefall, Schneeverwehungen, Glatteis, Orkan! Hier wird es besonders gefährlich

Der Wetterdienst warnt in weiten Teilen Deutschlands mit der Alarmstufe Rot. Diese zieht sich vom äußersten Norden bis in den Süden. Wo es besonders gefährlich wird:

  • In Schleswig-Holstein warnt der DWD vor starken Schneeverwehungen. Die Warnung gilt bis in die frühen Morgenstunden am Samstag.
  • Dasselbe gilt für die Hansestadt Hamburg.
  • In nahezu ganz Niedersachsen wird vor starkem Schneefall gewarnt.
  • Im nordwestlichen Brandenburg gilt ebenfalls Warnstufe Rot. Auch hier soll es zu starken Schneeverwehungen kommen.
  • Im nördlichen Sachsen-Anhalt gilt ebenfalls die Warnung vor starken Schneeverwehungen, genauso wie in Mecklenburg-Vorpommern.
  • In Thüringen wird vor starkem Schneefall gewarnt.
  • Auch in weiten Teilen Bayerns gilt Warnstufe Rot. Im Norden des Landes wird vor starkem Schneefall gewarnt, im Süden und Osten vor Glatteis.
  • In Baden-Württemberg gilt im südwestlichenTeil Warnstufe Rot. Hier ist mit orkanartigen Böen zu rechnen – und das bis zum Samstagmorgen.

(Dieser Eintrag wird laufend aktualisiert)

dwd 9.03
Die DWD-Karte von 9.03 Uhr. DWD

Hamburg-Konzerte von Unheilig wegen Witterung abgesagt

20.32 Uhr: Wegen des Winterwetters mit viel Schnee und eisigen Temperaturen sind die beiden Konzerte der Band Unheilig in Hamburg abgesagt worden. Witterungsbedingt sei der Betrieb der Arena untersagt, teilte die Inselparkarena auf Instagram mit. An diesem Donnerstag und Freitag waren Auftritte in der Halle in Hamburg-Wilhelmsburg geplant gewesen. Erst vor rund einem Monat hatte Unheilig dort gespielt. 

So fahren Sie sicherer auf winterlichen Straßen.
So fahren Sie sicherer auf winterlichen Straßen. dpa
Starker Schneefall herrscht am Abend an der Treskowallee in Karlshorst. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen am Freitag.
Starker Schneefall herrscht am Abend an der Treskowallee in Karlshorst. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen am Freitag. Jens Kalaene/dpa

Busverkehr in Oldenburg wird Freitagfrüh eingestellt

20.22 Uhr: Angesichts der Warnung vor starkem Schneefall wird der Busverkehr in Oldenburg am frühen Freitagmorgen eingestellt. Aus sicherheitsrelevanten Gründen werde der Verkehr aller Buslinien ruhen, teilte die VWG mit. Das gelte bis auf weiteres. 

In Berlin und Brandenburg: Wetterdienst warnt vor starken Schneeverwehungen

20.07 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt in Berlin und Teilen Brandenburgs vor starken Schneeverwehungen im Laufe des Freitags. Für Berlin, den Kreis Barnim, den Kreis Dahme-Spreewald, den Kreis Havelland, den Kreis Märkisch-Oderland, den Kreis Oberhavel, den Kreis Oder-Spree, den Kreis Ostprignitz-Ruppin, den Kreis Potsdam-Mittelmark, den Kreis Prignitz, den Kreis Teltow-Fläming, die Stadt Brandenburg und die Stadt Potsdam gaben die Experten deshalb eine Unwetterwarnung heraus. 

Jene Warnung gilt demnach von Freitagmorgen um 7.00 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht. Neben der Gefahr von starken Schneeverwehungen sei damit zu rechnen, dass es vielerorts glatt werde. Durch hohe Schneedecken, blockierte Verkehrswege und stark eingeschränkte Sichtweiten bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilten die Wetterexperten mit.

Schneetreiben in Deutschland
Schneetreiben in Deutschland dpa/picture-alliance

NRW rüstet sich für die klirrende Kälte

19.01 Uhr: Das Wintertief Elli bringt am Wochenende Schnee, Sturm und Glätte nach Nordrhein-Westfalen. Für Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar noch mit Tauwetter von bis zu fünf Grad plus, der Wind nimmt aber zu und erreicht bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Am Abend wird es klirrend kalt. Am Samstag und Sonntag wird es der Prognose zufolge überall in Nordrhein-Westfalen durchgehend frieren - am Wochenende sinken die Temperaturen tagsüber auf bis zu minus sieben Grad, nachts auf bis zu minus 13 Grad. Vor glatten Straßen und glatten Gehwegen wird gewarnt.

In der Nacht zu Samstag wird es in NRW wohl kräftig schneien, im Bergland werden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet und in tieferen Lagen bis zu 10 Zentimeter Neuschnee.

Wetterdienst: "Das wird schon eine extreme Lage" 

18.59 Uhr: In Teilen Deutschland schneit es heftig - und es dürfte ab der Nacht zum Freitag noch schlimmer werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet dann "von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle", die sich bis zur Elbe ausbreiten. Teils gebe es auch Schneeverwehungen. In der Mitte und im Süden Deutschlands werde gefrierender Regen erwartet.

Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann, warnt der Wetterdienst. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind - bis Freitagfrüh rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dort dann Glatteisgefahr. "Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des DWD in Potsdam zum Winterwetter am Freitag.

Schneetreiben in Hamburg
Schneetreiben in Hamburg Nonstopnews

Schneefall in Bayern - Lawinengefahr steigt

18.36 Uhr: Noch ist die Lawinengefahr vielerorts gering - doch das könnte sich schnell ändern: Noch in der Nacht werden laut bayerischem Lawinenwarndienst bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, in Hochlagen der Allgäuer Alpen auch bis 15 Zentimeter. Hinzu kommt starker Wind, teils mit Orkanböen bis 120 Stundenkilometern. Windverfrachtungen lassen dort, wo der Schnee liegen bleibt, die Lawinengefahr steigen. 

"Mit stürmischem Wind und Neuschnee steigt die Lawinengefahr weiter an", erläutern die Experten mit Blick auch auf Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, die bisher in diesem Winter zumindest in Bayern noch wenig Chancen auf frischen Neuschnee hatten. 

Unterhalb von etwa 1.000 Metern Höhe geht der Niederschlag zwar in Regen über, so dass es bis Freitagmorgen auf den Straßen glatt werden kann. In den Bergen soll es aber auch in der Nacht zum Samstag schneien. Im Laufe des Tages sei ein Wintereinbruch mit teils 20 bis 40 Zentimetern Neuschnee zu erwarten, erläutert der Lawinenwarndienst. Entsprechend könnte die Gefahr durch Lawinen zunehmen. 

Ein Skitourengeher steigt durch viel Neuschnee einen Berg hinauf.
Ein Skitourengeher steigt durch viel Neuschnee einen Berg hinauf. In den kommenden Tagen steigt die Lawinengefahr in Bayern. Angelika Warmuth/dpa

Warnung vor Orkanböen im Süden

17.38 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile Baden-Württembergs eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen oberhalb von 1000 Meter herausgegeben. Betroffen sind 

  • die Stadt Freiburg, sowie folgende Landkreise:
  • Breisgau-Hochschwarzwald
  • Emmendingen
  • Freudenstadt
  • Lörrach
  • Ortenaukreis
  • Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Waldshut

Oberhalb von 1000 Metern treten demnach Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h auf. In exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden.

Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins Freitag geschlossen

17.30 Uhr: Wegen des erwarteten Sturmtiefs "Elli" bleiben die Schulen in Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag geschlossen. Das betrifft allgemein- und berufsbildende Schulen in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn, wie das Bildungsministerium mitteilte. Landesweit findet an den Förderzentren kein Unterricht statt.

Hier kämpfen sich die Hamburger durch das Schnee-Chaos
Hier kämpfen sich die Hamburger durch das Schnee-Chaos picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen

Giraffen bleiben drinnen, Besucher draußen: Zoo und Tierpark in Berlin schließen

17.10 Uhr: Wegen des erwarteten Schneefalls bleiben der Berliner Zoo und der Tierpark am Freitag geschlossen. "Die Sicherheit der Tiere und Gäste hat oberste Priorität", teilte eine Sprecherin mit. Hintergrund sei die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. "Die großen Schneemengen und herabfallende Äste des alten Baumbestands stellen eine Gefahr für die Besucherinnen und Besucher dar. Alle sensiblen Tiere, wie beispielsweise Giraffen, bleiben sicherheitshalber zunächst in ihren Stallungen", erklärte die Sprecherin. Das Aquarium bleibe aber geöffnet.

Keine Schul-Anwesenheitspflicht in Berlin

16.20 Uhr: "Wer sein Kind wegen der Witterung lieber zu Hause lassen will, kann das gerne tun. Ein Unterricht und eine Notbetreuung wird es aber trotzdem geben. Die Entscheidung treffen die Eltern individuell und in Eigenverantwortung", so der Pressesprecher der Berliner Bildungsverwaltung zu FOCUS online.

Schulausfall in ganz Niedersachsen wegen des Winterwetters

16.03 Uhr: Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen am Freitag für den regulären Schulbetrieb geschlossen. Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen aus, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervorgeht.

Winter-Sturmtief Elli gefährdet Pauli-Spiel gegen Leipzig

15.06 Uhr: Wegen des Wintereinbruchs und weiteren vorhergesagten starken Schneefällen in Hamburg und im gesamten Norden ist das Bundesliga-Spiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig gefährdet. "Angesichts der Wetterlage können wir nicht dafür garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann", schrieb der Club zwei Tage vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seiner Homepage.

Der Verein beobachte die gesamte Situation sehr genau. "Wir tun das Möglichste, damit das Spiel gegen Leipzig wie geplant stattfinden kann", hieß es weiter. Alle Verantwortlichen des FC St. Pauli arbeiteten seit Tagen an verschiedenen Szenarien und stünden "im kontinuierlichen Austausch mit unterschiedlichen Fachleuten, Behörden, DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten".

Sturm-Alarm! VW lässt Produktion in Emden ruhen

14.59 Uhr: Wegen des erwarteten Sturmtiefs Elli lässt VW am Freitag in Emden die Produktion ruhen. Beide Schichten würden entfallen, die Bänder für einen Tag stillstehen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatte die "Nordwest-Zeitung" berichtet. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden.

Grund sei die sich abzeichnende Wetterlage und daraus folgende Probleme für Mitarbeiter und Lieferketten. In Emden werden die Elektromodelle ID.4 und ID.7 gebaut.

Ein Auto fährt im Schneetreiben auf einer Landstraße.
Ein Auto fährt im Schneetreiben auf einer Landstraße. Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schnee-Chaos in Hamburg: Großer Park "Planten un Blomen" bleibt geschlossen

14.14 Uhr: Aufgrund der großen Schneemenge bleibt der Hamburger Park "Planten un Blomen" bis einschließlich Freitag geschlossen. Wie die Stadt mitteilte, bestünde durch abbrechende Äste Gefahr für die Besucherinnen und Besucher des Parks. 

Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen.
Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen. Focus Online
Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen.
Der Hamburger Park "Planten un Blomen" bleibt vorerst geschlossen. Focus Online

Familie bei eisigen Temperaturen vom Breitenberg gerettet

13.50 Uhr: Eine dreiköpfige Familie mit einem Kleinkind und einem Hund ist auf dem Breitenberg in Pfronten in eine Notlage geraten. Nach Angaben der Bergwacht hatte die Gruppe die letzte Talfahrt der Breitenbergbahn verpasst und saß bei einbrechender Dunkelheit auf dem Berg im Ostallgäu fest.

Angesichts großer Kälte mit Temperaturen von minus zwölf Grad Celsius und der akuten Gefahr einer Unterkühlung, besonders für das Kleinkind, sei umgehend ein Rettungseinsatz eingeleitet worden, teilte die Bergwacht Pfronten mit. Drei Einsatzkräfte der Bergwacht wurden demnach von Mitarbeitern der Bergbahn unterstützt. 

Der Transport zur Familie erfolgte mit Gondel, Pistenraupe und Quad, um die Gruppe möglichst rasch zu erreichen. Die unterkühlten Menschen konnten am Ende wohlbehalten ins Tal gebracht werden.

Der Einsatz von Bergwacht sowie Bergbahn werde der Familie in Rechnung gestellt, hieß es.

Einsatzkräfte der Bergwacht retten eine Familie von einem Berg bei Pfronten. (Symbolbild)
Einsatzkräfte der Bergwacht retten eine Familie von einem Berg bei Pfronten. (Symbolbild) Silas Stein/dpa

Junge (6) von Eiszapfen schwer verletzt – keine Lebensgefahr

13.40 Uhr: Ein kleiner Junge, der in Oberbayern von einem mannsgroßen herabstürzenden Eiszapfen getroffen wurde, ist auf dem Weg der Besserung. "Sein Zustand bei Einlieferung war kritisch, inzwischen ist er aber außer Lebensgefahr", sagte Jens Eckhoff, Oberarzt der Kindertraumatologie in der Unfallklinik Murnau, der Deutschen Presse-Agentur. 

Als sich das Kind in der Nähe des Eisvorhangs befand, brach ein riesiger Eiszapfen ab – wahrscheinlich aufgrund seines Eigengewichts. Er habe das Kind unmittelbar getroffen und zunächst unter sich begraben, hieß es. Die Eltern konnten den Sechsjährigen befreien und erstversorgen.

An der folgenden Rettung waren rund 20 Bergwachtmitglieder, vier Notärzte sowie zwei Polizeibergführer beteiligt, ehe der Junge mit dem Rettungshubschrauber nach Murnau geflogen wurde. Der Junge hatte durch den Aufprall laut Klinik des Eiszapfens Knochenbrüche, innere Verletzungen sowie ein Schädel-Hirn-Trauma davongetragen.

In Lübeck und Kiel: BSH warnt vor Sturmflut an der Ostsee

13.28 Uhr: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat wegen des erwarteten Oststurms eine Sturmflutwarnung für die Lübecker und die Kieler Bucht herausgegeben. Sie gilt ab Freitagabend. In der Kieler Bucht und in Flensburg werden bis etwa 1,20 Meter über dem Normalwert erwartet, in der Lübecker Bucht sind es bis zu 1,0 Meter.

In Flensburg könnte der Wasserstand ausreichen, um an tiefer gelegenen Stellen knapp über die Kaikanten zu treten. In Lübeck beginnt das Wasser bei mehr als einem Meter die Straße Obertrave zu überschwemmen.

Laut Definition beginnt an der Ostsee eine Sturmflut ab einem Wasserstand von einem Meter über dem Normalwert. An der Nordsee sind es 1,5 Meter.

Wegner wankt: Ein Tennismatch in Berlin und seine Folgen
Das historische Querfeuer steht bei winterlichem Wetter auf einer Mole am Jadebusen. Hauke-Christian Dittrich/dpa

-27,8 Grad in Ort in Sachsen gemessen

12.55 Uhr: Laut dem "MDR" wurden im sächsischen Marienberg-Kühnhaide am Donnerstagmorgen -27,8 Grad gemessen. In Oderwitz wurden -21, in Sohland -19 Grad gemeldet.

86-Jähriger stirbt nach Schneepflug-Unfall

12.47Uhr: In Baden-Württemberg ist ein 86-Jähriger nach einem Unfall mit einem Schneepflug gestorben. Er starb einige Stunden nach dem Unfall am Mittwoch in einem Krankenhaus, wie die Polizei in Konstanz am Donnerstag mitteilte. Der Mann war demnach in Villingendorf im Landkreis Rottweil auf einem Gehweg unterwegs, als er von einem abbiegenden Räumfahrzeug erfasst wurde.

Der von einem 60-Jährigen gesteuerte Schneepflug hatte nach Angaben der Beamten einen gemeindeeigenen Parkplatz geräumt und wollte auf eine Straße einbiegen. Der schwer verletzte 86-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Mittwochabend starb. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.

Viele Unfälle auf Thüringens Autobahnen bei Schnee und Glätte

12.40 Uhr: Bei Schneefall, Glätte und schwierigen Straßenbedingungen ist es zu Unfällen und Verkehrseinschränkungen auf Thüringens Autobahnen gekommen. Die A73 war am Morgen in Fahrtrichtung Suhl zwischen Eisfeld-Nord und Schleusingen wegen eines schweren Unfalls voll gesperrt, sagte die Autobahnpolizei der Deutschen Presse-Agentur. Auslöser war demnach ein 64-Jähriger, der nach ersten Erkenntnissen der Polizei mit seinem Wagen zu schnell unterwegs war und ein vorausfahrendes Fahrzeug zu spät erkannte. 

Beim Brems- und Ausweichversuch geriet er mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und fuhr auf den Wagen eines vorausfahrenden 50-Jährigen auf. Eine 40-Jährige kam mit ihrem Fahrzeug beim Versuch, dem verunfallten Auto auszuweichen, nach rechts von der Autobahn ab und im Straßengraben zum Stehen. Die Beifahrerin des 64 Jahre alten Unfallverursachers wurde leicht verletzt. Die Polizei schätzte den Schaden auf 20.000 Euro. Seit dem Vormittag ist die Autobahn wieder frei.

Unfallkrankenhaus in Berlin wegen Glätte "am Anschlag"

12.38 Uhr: Im Berliner Unfallkrankenhaus werden zurzeit zahlreiche Menschen nach Glatteis-Unfällen behandelt. Seit Tagen kämen Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden am Kopf oder Schädelhirntraumata in die Rettungsstelle, sagte Sprecherin Angela Kijewski. "Es gibt lange Warteschlangen, wir können nur empfehlen, jedes Risiko zu meiden." Sie empfehle, Spikes an den Schuhen zu befestigen, das sorge für einen besseren Halt.

"Passen sie auch auf ihre Nachbarn auf oder fragen sie, ob sie für ältere Menschen Dinge besorgen können, um ihnen den Weg zu ersparen", so die Bitte der Sprecherin. 

Nicht nur wegen der Glätte, auch wegen Silvester und den zahlreichen Bölleropfern habe das Krankenhaus seit Tagen alle Hände voll zu tun. "Wir sind am Anschlag", sagte Kijewski. Zum Glück gebe es am Unfallkrankenhaus eine Notdienstpraxis für Erwachsene der Kassenärztlichen Vereinigung, die sich um weniger schwer verletzte Menschen kümmere. 

Bei Schnee müssen auf dem Gelände des BER 365 Hektar geräumt werden. (Archivfoto)
Bei Schnee müssen auf dem Gelände des BER 365 Hektar geräumt werden. (Archivfoto) Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Starke Verspätungen und Streichungen": Flughäfen rüsten sich für das Winterwetter

12.34 Uhr: Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat nach Angaben der Betreibergesellschaft Vorkehrungen für den starken Schneefall ab Freitag getroffen, rechnet aber dennoch mit Behinderungen im Flugverkehr. "Von dem massiven Wintereinbruch sind mehrere Flughäfen betroffen, Abflüge verzögern sich, Flugpläne geraten durcheinander, es kann zu starken Verspätungen und auch zu Flugstreichungen durch die Airlines kommen", teilte eine Sprecherin mit. Verspätungen und Flugstreichungen seien möglich. "Passagiere werden gebeten, den Status ihres Fluges regelmäßig zu prüfen und sich auf winterliche Bedingungen bei An- und Abreise einzustellen", so die Empfehlung.

Die ostdeutschen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind nach eigenen Angaben auf die angekündigte winterliche Wetterlage mit Frost, Schnee und möglichen Sturmböen vorbereitet. Das sagte der Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG, Uwe Schuhart, auf Anfrage. "Grundsätzlich ist es so, dass die Winterdienste an den Flughäfen permanent in Kontakt mit Wetterinformationsdiensten stehen." Man warte nicht ab, "sondern weiß, was da kommen könnte, und ist dementsprechend vorbereitet".

Auch die Flughäfen in Hannover und Bremen bereiten sich auf Wetterprobleme vor. An beiden Flughäfen steht der Winterdienst in Bereitschaft, um Start- und Landebahnen zu räumen. "Ob es zum Wochenende Auswirkungen auf den Flugbetrieb gibt, können wir aktuell noch nicht sagen", sagte eine Sprecherin des Flughafens Hannover. Das hänge nicht nur von der Wetterlage vor Ort ab, sondern auch von der Situation an den anderen Flughäfen.

Verschneite Flugzeuge stehen auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
Verschneite Flugzeuge stehen auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Erik-Holm Langhof/EHL Media/dpa

Fährverkehr wird wegen Sturm "Elli" weitgehend eingestellt

12.27 Uhr: Der erwartete Wintersturm "Elli" bringt an der niedersächsischen Nordseeküste den Fährverkehr weitgehend zum Stillstand. Die Inselgemeinde Langeoog teilte mit, angesichts möglicher orkanartiger Böen, unwetterartiger Schneefälle und Niedrigwasser den Fährverkehr zwischen Festland und Insel am Freitag komplett einzustellen.

Wegen der schlechten Wetterlage seien ein sicherer Schiffstransport sowie eine sichere An- und Abreise der Gäste nicht möglich, teilte eine Sprecherin der Inselgemeinde mit. 

Auch die Nordseeinsel Wangerooge ist am Freitag nicht per Schiff zu erreichen. Die Deutsche Bahn (DB), die mit einer Tochterfirma den Fährverkehr betreibt, sagte die jeweils zwei geplanten Abfahrten von und zur Insel ab. Keine Fährfahrten gibt es zudem von und zu der Insel Spiekeroog. 

Müssen angetaut bleiben: Wegen des erwarteten Wintersturms fallen viele Fährverbindungen an der Nordseeküste am Freitag aus. (Archivbild)
Müssen angetaut bleiben: Wegen des erwarteten Wintersturms fallen viele Fährverbindungen an der Nordseeküste am Freitag aus. (Archivbild) Hauke-Christian Dittrich/dpa

Für Hunderttausende fällt morgen die Schule aus

12.00 Uhr: Wegen des Winterwetters mit Glättegefahr bleiben am Freitag in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens die Schulen geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es aber Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. 

Hunderttausende Schulkinder sind davon betroffen. In Hamburg gibt es rund 273.000 Schülerinnen und Schüler. In Bremen waren es zum Start des Schuljahres im August 2025 nach Angaben der Bildungsbehörde rund 81.000 Schüler.

Schulausfälle am Donnerstag, 8. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Emsland
  • Landkreis Friesland
  • Landkreis Vechta
  • Landkreis Schaumburg
  • Landkreis Ammerland
  • Freie Waldorfschule Oldenburg
  • Stadt Dannenberg (Elbe)

Schulausfälle am Freitag, 9. Januar

  • Bundesland Bremen
  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Emsland
  • Landkreis Friesland
  • Landkreis Vechta
  • Landkreis Ammerland
  • Stadt Oldenburg
  • Landkreis Oldenburg
  • Landkreis Wesermarsch
  • Landkreis Celle
  • Landkreis Helmstedt
  • Landkreis Cuxhaven
  • Landkreis Rotenburg (Wümme)
  • Landkreis Harburg
  • Landkreis Stade
  • Landkreis Uelzen
  • Landkreis Peine
  • Landkreis Goslar
  • Landkreis Lüneburg

Im Saarland wird wegen der Niederschläge ein kleines Hochwasser erwartet

11.39 Uhr: Wegen vorhergesagter Niederschläge wird ein Anstieg der Wasserstände an Flüssen im Saarland erwartet. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz rechnete mit einem stärkeren Anstieg an den Pegeln im Einzugsgebiet der Saar ab der Nacht zum Freitag. Die Scheitel würden in der Nacht zum Samstag erwartet, teilte das Amt in Saarbrücken mit. "Es bildet sich ein kleines Hochwasser aus."

Mögliche Auswirkungen seien stellenweise kleinere Ausuferungen, einzelne
Überflutungen land- und forstwirtschaftlicher Flächen und eng begrenzt örtliche Verkehrsbehinderungen. Vereinzelt sei auch die Überflutung tief liegender Gebäude, Keller, Tiefgaragen und Unterführungen möglich.

Lastwagen fahren sich im Schnee fest – Autobahnzufahrt gesperrt

11.27 Uhr: Das Winterwetter hat nun auch Auswirkungen auf die Hamburger Autobahnen. Auf der Autobahn 7 ist die Anschlussstelle Volkspark gesperrt worden, weil Lastwagen dort wegen des Wetters nicht mehr weiterkommen. "Die Ausfahrt der Anschlussstelle Volkspark in Richtung Süden ist derzeit gesperrt. Mehrere Lkw haben sich dort festgefahren", postete die Polizei auf der Plattform X.

Pedelec-Fahrerin stürzt auf Schnee und verletzt sich schwer

11.10 Uhr: Wie die "Bild" berichtet, ist eine 51-jährige Pedelec-Fahrerin auf einer Fahrradtour auf der schneeglatten Fahrbahn ausgerutscht, verlor die Kontrolle und stürzte. Sie habe sich schwere Verletzungen zugezogen und sei in ein Krankenhaus verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich in Biberach in Baden-Württemberg.

CDU sagt Klausurtagung ab

10.51 Uhr: Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen der aktuellen Wetterwarnungen abgesagt. "Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen", teilte eine Parteisprecherin mit.

Schneefrei in Bremen und Hamburg – Schule fällt aus

10.23 Uhr: Hamburgs Schulen bleiben wegen der erwarteten schweren Schneefälle am Freitag geschlossen. In einem Schreiben an alle Schulen bat Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack, alle Kinder und Jugendlichen bis zur sechsten Klasse noch am Donnerstag mit Unterrichtsmaterialien auszustatten oder einen möglichen Onlineunterricht vorzubereiten. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass es eine Ganztagsnotbetreuung gebe.

Geplante Prüfungen müssten abgesagt werden. Das gelte auch für die Jugendlichen der Klassen 7 bis 13. Für sie solle ein digitales Unterrichtsangebot gemacht werden. Altenburg-Hack kündigte an, dass die Schulbehörde am Freitagvormittag darüber informieren werde, wie am Montag mit dem Unterricht zu verfahren sei. In Hamburg gibt es rund 273.000 Schülerinnen und Schüler, rund 253.000 davon besuchen eine staatliche allgemeinbildende Schule.

Wegen des angekündigten Schneefalls fällt auch im Bundesland Bremen am Freitag der reguläre Unterricht in den Schulen aus. "Das gilt für die Schulen in Bremen und Bremerhaven", teilte das Bildungsressort mit. Demnach ist Distanzunterricht geplant. Das bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen zu Hause lernen - angeleitet von ihren Lehrkräften. 

ADAC rät Arbeitnehmern wegen starkem Schneefall zu Home Office

10.16 Uhr: Der Automobilclub ADAC Hansa hat Autofahrern wegen des zu erwartenden heftigen Schneefalls empfohlen, ihr Auto am Freitag stehenzulassen. "Zwar sind die Winterdienste den ganzen Tag im Einsatz, schwierige Verhältnisse mit teilweise glatten Straßen werden sich aber dennoch nicht verhindern lassen", erklärte der ADAC. Er riet, – falls möglich – am Freitag im Homeoffice zu arbeiten.

Wer trotzdem mit dem Auto fahren müsse, solle langsam fahren und Abstand halten. Niedertouriges Fahren im hohen Gang erleichtere das Weiterkommen auf glatten Straßen – die Reifen bauten besseren Grip auf. Bei Autos mit Schaltgetriebe helfe es bei extremer Glätte auch, im zweiten Gang anzufahren.

Die Köhlbrandbrücke ist wegen starken Schneefalls zunächst gesperrt. (Archivbild)
Die Köhlbrandbrücke ist wegen starken Schneefalls zunächst gesperrt. (Archivbild) Daniel Reinhardt/dpa

Starker Schneefall in Hamburg – wichtige Brücke gesperrt

10.05 Uhr: Die Hamburger Köhlbrandbrücke ist wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen am Vormittag für den Verkehr gesperrt worden. "Aufgrund des starken Schneefalls und der Glätte ist die Köhlbrandbrücke aktuell in beiden Richtungen gesperrt", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Vormittag im Süden Schleswig-Holsteins und in Hamburg Schneefall mit Neuschneemengen von drei bis sechs Zentimetern vorausgesagt. Auch am Nachmittag soll es weiter Schnee geben – allerdings zunächst eher geringfügig. Für den Freitag rechnet der DWD rund um Hamburg mit etwa zehn Zentimetern Neuschnee. Zudem sind stürmische Böen im Binnenland möglich.

Im Norden fallen Busse und Bahnen aus

9.07 Uhr: Nutzer von Bus und Bahn in Hamburg und Umland können sich heute im öffentlichen Nahverkehr wegen des Wetters auf Verspätungen, verkürzte Linien und Ausfälle einstellen. So kommt es auf den Linien der S1, S2, S3, S5 und S7 zu Verspätungen, wie der HVV auf seinen Internetseiten mitteilte. Einige S-Bahnen müssen den Angaben zufolge zudem schon vor ihrem eigentlichen Ziel wenden und es kann auch zu Ausfällen von einzelnen Verbindungen kommen. 

Auch der Busverkehr in Hamburg und im Umland ist betroffen: So fahren aufgrund der Straßenverhältnisse etwa die Linien 6191, 6192 und 6182 die Haltestellen Rosdorf, Kastanienallee und Oeschebüttlel, Grüner Weg derzeit sicherheitsbedingt nicht an, wie der HVV weiter mitteilte. Unter anderem die Linien 6506, 6588 und 589 wurden wegen der Straßenglätte erst einmal eingestellt. 

Wie eine Sprecherin der Hochbahn mitteilte, fahren die Hochbahn-Busse, sind aber von den Wetterverhältnissen betroffen. Es könne daher aktuell zu Taktlücken und Verspätungen bis zu 30 Minuten kommen. "In einigen Stadtgebieten können unsere Busse aufgrund der Straßenverhältnisse nicht die regulären Linienwege fahren – das gilt beispielsweise im Hafen für die Kühlbrandbrücke sowie für die große Unterführung in Tonndorf." 

Auto prallt gegen Baum – Fahrer stirbt am Unfallort

8.45 Uhr: In Gehrde (Landkreis Osnabrück) ist ein Autofahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei kam der Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, der Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen. Wann genau der Unfall passierte, gaben die Beamten bislang nicht an. Den Angaben zufolge wurden sie am frühen Morgen alarmiert.

Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Auch Glätte könne nicht ausgeschlossen werden, teilte eine Sprecherin mit. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind weiterhin im Einsatz, die Maßnahmen dauern an.: 

40-Tonner mit Paketen kippt auf glatter Straße um

8.38 Uhr: Auf glatter Straße ist in Neustadt an der Aisch ein 40-Tonner umgekippt. Der mit Paketen beladene Lastwagen mit Anhänger geriet mitten in der Nacht auf der Bundesstraße 8 ins Rutschen, überfuhr die Verkehrsinsel eines Kreisverkehrs und kippte nach links um, wie die Polizei mitteilte.

Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt, angesichts der Uhrzeit hielten sich die Verkehrsbehinderungen allerdings in Grenzen.

EInsatzkräfte arbeiten an einer Unfallstelle.  Nach einem schweren Lastwagenunfall ist die Autobahn 2 nach Hannover nahe der Abfahrt Herford seit dem frühen Morgen gesperrt.
EInsatzkräfte arbeiten an einer Unfallstelle. Nach einem schweren Lastwagenunfall ist die Autobahn 2 nach Hannover nahe der Abfahrt Herford seit dem frühen Morgen gesperrt. Christian Müller/dpa

Autofahrer stirbt nach Unfall auf A2

8.33 Uhr: Einen schweren Lastwagenunfall meldete die Bielefelder Polizei auf der A2 bei Herford in Richtung Hannover. Dort kam ein Mensch ums Leben, ein 59 Jahre alter Lastwagenfahrer wurde lebensgefährlich verletzt, als sein Sattelzug auf die Mittelleitplanke stürzte. 

In Rheinberg am Niederrhein wurde darüber hinaus bei einem Unfall ein Streuwagen angefahren. Teils habe es Unfälle mit Autos mit Sommerreifen gegeben. Dabei seien aber überwiegend nur Blechschäden entstanden, meldete die zuständige Kreispolizei Wesel.

Eiswetter: Bahn reduziert Fernverkehr in Norddeutschland und erwartet Störungen

8.05 Uhr: Die Deutsche Bahn reduziert wegen des Winterwetters ihr Angebot im Fernverkehr in Teilen Norddeutschlands und empfiehlt Reisenden, ihre Fahrten zu verschieben. "Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar 2026 ein Ticket für eine Reise vom 8. bis zum 10. Januar 2026 gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen", erklärte die Bahn am gestrigen Mittwoch.

Demnach erwartet die DB "in den kommenden Tagen insbesondere für den Norden und Nordosten Deutschlands spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs". Einschränkungen im Fernverkehr betreffen unter anderem Strecken nach Kiel, Rostock und Kopenhagen. Auch wird auf den Schnellstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge gesenkt, um Schäden zu vermeiden, wie die Bahn weiter ausführte. Die Fahrtzeit verlängere sich dadurch um bis zu 30 Minuten.

Auch im Regionalverkehr kann es den Angaben nach in den kommenden Tagen wetterbedingt zu Einschränkungen des Angebots kommen. Wer seine Reise nun verschieben möchte, kann sein Fernverkehrsticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. "Die Zugbindung ist aufgehoben", erklärte die Bahn. "Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden."