Reinhold Messner tourt gerade und er machte auch einen Zwischenstopp in Fürstenfeldbruck. Dort schrieb er Autogramme im Akkord - und sprach erneut von einem gruseligen Bestattungswunsch.
Fürstenfeldbruck – Da ging es zu wie am Hillary Step: Lange Schlangen bildeten sich am Freitagabend in der Lobby des Veranstaltungsforums Fürstenfeldbruck. Alle wollten sich ein Autogramm von dem Mann holen, der als Bergsteiger-Legende gilt: Reinhold Messner. Der 81-Jährige signierte brav ein Buch nach dem anderen, vor der Veranstaltung, in der Pause und danach.
Der Vortrag des Südtirolers war restlos ausverkauft. Um die 1000 Menschen lauschten im Stadtsaal Messners Lebensgeschichte, von seiner Kindheit mit den vielen Geschwistern, dem Verlust seiner Brüder durch die Gefahren der felsigen Giganten, Abenteuern in der Antarktis und Engagement etwa beim Bau von Schulen in den abgelegensten Tälern des Karakorum in Pakistan sowie für Nachhaltigkeit.
Wer sich etwas zu Laura Dahlmeiers Tod erwartet hatte, wurde enttäuscht. Messner sprach nur generell von den Gefahren der Berge, was sich an den Todesfällen im vergangenen Sommer wieder gezeigt habe.
Zum Ende der Veranstaltung zeigte der 81-Jährige Bilder von Himmelsbestattungen in Tibet. Das war nichts für schwache Nerven. Schon früher hatte er in Interviews erwähnt, dass er sich gerne von Geiern auffressen lassen würde. Auch eine Feuerbestattung käme infrage. „So kann ich mir mein Ende auch vorstellen“, sagte Messner. Als wäre es das Normalste auf der Welt.
Und noch etwas verriet er: „Auf den Everest würde ich so heute nicht mehr gehen.“ Das sei nur noch Massenabfertigung für reiche Menschen.
Die Zuschauer waren beeindruckt. Sie verabschiedeten ihn mit tosendem Applaus..