Wildleder mit oder ohne Wasser reinigen? Diese Pflege-Fehler ruinieren Ihre Schuhe

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Nubuk und Velours benötigen eine andere Behandlung als Glattleder. Ein häufig genutztes Mittel und die falsche Behandlung können irreparable Schäden anrichten.

Wildleder gehört zu den edelsten Materialien in der Schuhwelt – und zugleich zu den anspruchsvollsten. Was im Handel als Wildleder bezeichnet wird, ist meist Veloursleder oder Nubukleder, beides Raulederarten mit charakteristischem „Faserflor“, der feingefaserten, aufgerauten Oberfläche des Leders. Echtes Leder von wild lebenden Tieren wie Hirsch oder Reh wird dagegen selten verarbeitet. Veloursleder entsteht aus der inneren Fleischseite der Haut, Nubukleder wird aus der äußeren Narbenseite geschliffen und wirkt feiner und samtiger. Doch beide benötigen die richtige Pflege, um in Form zu bleiben.

Imprägnierung schützt, Bürsten frischt auf – so bleibt Wildleder wie neu. (Symbolbild) © IMAGO / YAY Images

Mit den richtigen Handgriffen behalten Wildlederschuhe ihre edle Optik deutlich länger. Der wichtigste Schritt ist das regelmäßige, trockene Ausbürsten mit einer speziellen Wildlederbürste, um Staub und losen Schmutz zu entfernen, bevor dieser sich festsetzt. Anschließend wird der Flor sanft in eine Richtung gebürstet, um die samtige Struktur wiederherzustellen. Bei plattgedrückten Stellen hilft mehrfaches kreuzweises Bürsten, bis die ursprüngliche Textur zurückkehrt.

Wildleder pflegen: Bewährte Methoden für Velours und Nubuk im Alltag

Flecken erfordern je nach Art unterschiedliche Ansätze. Dunkle Abriebspuren und trockene Verschmutzungen lassen sich mit einem Wildlederradierer beseitigen – danach den Abrieb gründlich ausbürsten. Fettflecken behandelt man mit aufgestreuter Speisestärke, die das Fett aus den Fasern zieht; nach der Einwirkzeit wird die Stärke abgebürstet, ohne Wasser nachzuarbeiten. Wasserflecken dürfen nie punktuell bearbeitet werden, da Rauleder sonst unschöne Ränder bildet. Stattdessen gleichmäßig und flächig vorgehen.

Die größte Gefahr für nasse Wildlederschuhe ist Hitze. Weder Heizung noch Föhn kommen infrage, da hohe Temperaturen das Leder verziehen und den Flor verhärten. Die Schuhe trocknen am besten bei Raumtemperatur, locker mit Küchenpapier ausgestopft. So kann man Knickfalten vermeiden und die Form bewahren. Imprägnierspray bildet eine Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und sollte mit etwa 30 Zentimetern Abstand gleichmäßig aufgetragen werden – ausschließlich im Freien oder bei guter Belüftung.
Auch hier braucht es die richtige Methode: Vermeiden Sie diese häufigen Fehler beim Reinigen Ihrer Mülltonne.

Verblasste Farben frischt man mit speziellen Rauleder-Farbsprays auf, die in der passenden Nuance aufgetragen werden und gleichzeitig pflegen. Der häufigste Fehler ist der Griff zu herkömmlichen Lederfetten oder Glattlederprodukten: Diese verkleben die Faserstruktur irreparabel und machen den Flor platt. Auch aggressive Haushaltsreiniger oder Essig trocknen das atmungsaktive Material aus.

Wer konsequent auf Bürste, Radierer und Imprägnierung setzt und fetthaltige Pflegemittel meidet, erhält die samtige Haptik seiner Wildlederschuhe über Jahre. Ein weiterer verbreiteter Irrtum bei der Pflege: Diese Duschfehler schaden laut Experten Ihrer Haut besonders.

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