Sie möchten 2026 in Rente gehen? Dann gibt es meist noch so einiges zu tun. Was Sie jetzt auf den letzten Metern erledigen sollten.
Vor dem Renteneintritt sollten Sie beizeiten selbst aktiv werden, um finanzielle Einbußen und Verzögerungen zu vermeiden. Denn die gesetzliche Rente in Deutschland wird nicht automatisch ausgezahlt. Damit beim Übergang in den wohlverdienten Ruhestand alles glattläuft, haben wir für Sie eine kleine Übersicht erstellt, worum Sie sich im Einzelnen kümmern müssen.
Rentenkonto klären – am besten 12 Monate vorher
Prüfen Sie Ihren Versicherungsverlauf auf Vollständigkeit und stellen Sie sicher, dass Ihr Rentenkonto lückenlos ist. Fehlen Ausbildungszeiten, Arbeitslosigkeitszeiten oder Kindererziehungszeiten – lassen Sie diese nachtragen. Nutzen Sie dafür die Kontoklärung der Rentenversicherung.
Tipp: Möchten Sie wissen, wie hoch die Abschläge wären, falls Sie schon vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand gehen wollen? Informieren Sie sich!
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Arbeitsverhältnis und Verträge regeln
Arbeitgeber informieren: Geben Sie Ihrem Arbeitgeber rechtzeitig Bescheid, wann Sie in Rente gehen – am besten sechs Monate im Voraus.
Kündigung/Aufhebungsvertrag: Falls Sie vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, prüfen Sie die derzeit gültigen Kündigungsfristen in Ihrem Arbeitsvertrag.
Altersteilzeit: Befinden Sie sich aktuell in Altersteilzeit, klären Sie, ob Ihr geplanter Rentenbeginn nahtlos an diese anschließt.
Krankenkasse und Pflegeversicherung informieren
Mit dem geplanten Renteneintritt ändert sich auch Ihr Versicherungsstatus. Klären Sie vorab mit Ihrer Krankenkasse, wie Sie künftig versichert sind. Die Beiträge werden hier direkt von Ihrer Rente abgezogen.
- Pflichtversicherung: Wenn Sie in der zweiten Hälfte Ihres Berufslebens zu 90 Prozent gesetzlich versichert waren, kommen Sie meist in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR).
- Privatversicherte: Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist ab 55 Jahren nur in seltenen Ausnahmefällen möglich. Prüfen Sie als Privatversicherte stattdessen einen Tarifwechsel innerhalb Ihrer Versicherung.
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Finanzielle und steuerliche Aspekte checken
Auch Renten sind in Deutschland steuerpflichtig, wobei der steuerpflichtige Anteil vom Jahr des Renteneintritts abhängt.
- Steuerpflichtiger Anteil: Gehen Sie 2026 in Rente, müssen Sie 84 Prozent Ihrer künftigen Bruttorente versteuern.
- Steuererklärung und Grundfreibetrag: Sie müssen in der Regel nur eine Steuererklärung abgeben, wenn Ihr Einkommen in der Rente den gesetzlichen Grundfreibetrag übersteigt. 2026 liegt dieser bei 12.348 Euro für Ledige bzw. 24.696 Euro für Verheiratete/Lebenspartnerschaften pro Jahr.
- Absetzbarkeit: Viele Ausgaben wie Krankheitskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen mindern künftig Ihre Steuerlast als Rentner. Belege und Nachweise sollten Sie bereits jetzt sammeln.
- Hinzuverdienst: Seit 2023 können alle Rentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze (Frührentner) unbegrenzt zu ihrer Altersrente hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Allerdings werden mitunter Steuern fällig.
Tipp: Möchten Sie nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter beruflich tätig bleiben, können Sie ab 2026 mit der sogenannten Aktivrente bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) steuerfrei hinzuverdienen. Diese Regelung gilt allerdings nicht für alle Berufsgruppen.
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Rentenantrag stellen (3 bis 6 Monate vorher)
Und schließlich das Wichtigste: Stellen Sie Ihren Rentenantrag rechtzeitig – am besten drei bis sechs Monate vor dem geplanten Renteneintritt. So vermeiden Sie Verzögerungen bei der späteren Auszahlung und können eventuelle Nachfragen zusammen mit dem Rentenversicherungsträger vorab klären.
Wo und wie? Ihren Rentenantrag können Sie online auf der Website der Deutschen Rentenversicherung (e-Antrag) stellen, per Post oder persönlich in einer Beratungsstelle bzw. vor Ort bei der Gemeindeverwaltung einreichen.
Wichtige Unterlagen: Für Ihren Rentenantrag benötigen Sie eine Reihe von Dokumenten und Nachweisen. Welche dies im Einzelfall sind, das erfahren Sie hier.
Tipps zum Renteneinstieg: Ihre Checkliste für den Endspurt
Unterlagen: Sammeln Sie alle wichtigen Unterlagen und Nachweise und lassen Sie ggf. Ihr persönliches Rentenkonto vorab klären.
Arbeitsverhältnis: Informieren Sie Ihren aktuellen Arbeitgeber und klären Sie mögliche Kündigungsfristen bei Aufhebungsverträgen oder Vereinbarungen zur Altersteilzeit.
Kranken- und Pflegeversicherung: Klären Sie vorab den künftigen Versicherungsstatus mit Ihrer Krankenkasse.
Steuer: Informieren Sie sich zu allen steuerlichen Aspekten Ihrer künftigen Altersrente.
Rentenantrag: Stellen Sie Ihren Antrag auf Altersrente möglichst 3 bis 6 Monate vor dem geplanten Rentenstart.
Beratung: Nutzen Sie vorab die kostenlosen Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung, bei Beratungsstellen vor Ort oder durch einen Steuerberater.
Rentenlücken: Prüfen Sie aktuelle Rentenlücken und schließen Sie diese – falls möglich – durch den Kauf zusätzlicher Rentenpunkte.