In der Straße von Hormus brodelt es. Iran probt Raketenstarts, während in Genf mit den USA verhandelt wird. Die Welt schaut gebannt zu.
Teheran – Die Situation in der Straße von Hormus verschärft sich, während in Genf indirekte Gespräche zwischen dem Iran und den USA stattfinden. Zeitgleich mit den Atomverhandlungen in der Schweiz führt der Iran in der Region eine militärische Übung durch, wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtet. Laut der Bild-Zeitung hat das Mullah-Regime dabei auch den Einsatz von Raketen getestet. Diese 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und Oman ist eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölexport.
Einen Tag vor Beginn der Gespräche kündigte die Marine der Revolutionsgarden, Irans Eliteeinheit, ein Manöver in der Straße von Hormus an. Die Militärübung solle die Einsatzbereitschaft testen und auf „potenzielle Sicherheits- und militärische Bedrohungen“ vorbereiten, erklärte die Garden.
Lage in Hormus spitzt sich zu – in Genf wird weiter verhandelt
Die Spannungen in der Straße von Hormus nehmen zu, während die Verhandlungen in Genf laufen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete am Montag, dass die Übungen auf „potenzielle Sicherheits- und militärische Bedrohungen“ in der strategisch wichtigen Meerenge abzielen.
Eine genaue Dauer der Manöver wurde nicht angegeben. In der Vergangenheit drohte Teheran wiederholt, die Straße von Hormus zu blockieren, durch die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion transportiert werden. Diese Wasserstraße verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.
„Klare Botschaft aus Teheran“: Iran testet die Einsatzbereitschaft
Laut einem Bericht von ISNA sendet die Übung „eine klare Botschaft aus Teheran hinsichtlich der Kosten eines jeden militärischen Abenteuers“. Mohamed Abbas Nagi, Iran-Experte am Al-Ahram-Zentrum, erklärte gegenüber Sky News Arabia, dass der Zeitpunkt der Übung mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zusammenhängt.
Zusätzlich haben Russland und China Schiffe entsandt, um gemeinsam mit dem Iran an den Marineübungen „Maritimer Sicherheitsgürtel 2026“ in der Straße von Hormus teilzunehmen. Offiziellen Angaben zufolge demonstrieren diese Übungen die regionale Sicherheitskooperation und das Engagement für den Schutz internationaler Seewege.
Chamenei warnt Trump auf X: „Gefährlicher als dieses Kriegsschiff ist die Waffe, die es versenken kann“
Parallel zu den Verhandlungen in Genf und der Militärübung in der Straße von Hormus äußerte sich der Oberste Führer Ali Chamenei auf X: „Die Amerikaner behaupten ständig, sie hätten ein Kriegsschiff in Richtung Iran geschickt. Natürlich ist ein Kriegsschiff ein gefährliches militärisches Gerät. Doch noch gefährlicher als dieses Kriegsschiff ist die Waffe, die es versenken kann.“
Er fügte hinzu: „Der US-Präsident beteuert immer wieder, dass die USA die stärkste Militärmacht der Welt besitzen. Doch selbst die stärkste Militärmacht der Welt kann mitunter so schwer getroffen werden, dass sie sich nicht mehr erholen kann.“ (Quellen: ISNA, Bild, ANSA, X) (fbu)