Die Lage im Ukraine-Krieg bleibt angespannt: Russland wird von einer Drohnen-Großoffensive getroffen. Die Verluste an der Front sind hoch. Alle News im Ticker.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- News zum Ukraine-Krieg: Massen-Angriff erschüttert Russland – Neue Taktik von Kiews Truppen setzt Putins Luftverteidigung außer Gefecht – Öl-Depot in Flammen.
- Angriff auf Russlands Wirtschaft: Neue Offensive auf Öllager – Putins Kriegsfinanzierung nimmt zunehmend erheblichen Schaden.
- Verluste im Ukraine-Krieg: Tausende tote Soldaten – Russlands Blutzoll an der Front nimmt wieder zu
Seit Monaten überzieht Russlands Präsident Wladimir Putin die Ukraine mit seinem Angriffskrieg. Dabei zielt die russische Armee immer wieder auf die zivile Infrastruktur und die Energieversorgung. Doch nun haben Kiews Truppen im Ukraine-Krieg mit einer großangelegten Offensive in Russland zurückgeschlagen – und dabei wohl auf eine neue Taktik gesetzt.
So hat ein mehrstündiger ukrainischer Drohnenangriff in der Nacht zum 15. Februar die russischen Luftverteidigungssysteme in der Region Krasnodar offenbar an ihre Grenzen gebracht. Mit hunderten Drohnen gleichzeitig soll die Region um Krasnodar attackiert worden sein. Gemeldet wurden mehrere Schäden und Verluste.
News zum Ukraine-Krieg: Massen-Angriff erschüttert Russland
Die ungewöhnliche Offensive im Ukraine-Krieg traf laut einem Bericht der Ukrainska Pravda mehrere Städte und Dörfer in Russland. Nach Angaben russischer Behörden waren Explosionen in mehreren Siedlungen der gesamten Region zu hören, während 126 Einsatzkräfte mobilisiert wurden, um die Folgen der Angriffe auf strategische Infrastruktur zu bewältigen. Der koordinierte Angriff, den russische Quellen als „Massenangriff“ bezeichneten, richtete sich gegen mehrere Ziele gleichzeitig und demonstrierte die zunehmende Reichweite und Präzision ukrainischer Fernschlagkapazitäten .
Hauptziel des Angriffs war ein Öldepot in dem Küstenort Volna, der etwa 325 Kilometer vom ukrainisch kontrollierten Gebiet bei Nikopol entfernt liegt. Nach Angaben des Gouverneurs Weniamin Kondratjew wurden neben dem Energieziel auch ein Lagerhaus und ein Schiffsterminal getroffen, wie der Kyiv Independent berichtete. In dem russischen Dorf wurden zwei Personen verletzt, mehrere Brände brachen aus.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Volna liegt strategisch günstig östlich der Halbinsel Kertsch auf der Krim. Die geographische Nähe zur besetzten Krim macht die Region zu einem wichtigen logistischen Knotenpunkt für russische Operationen. Laut dem russischen Einsatzhauptquartier waren „67 Personen und 20 Ausrüstungseinheiten“ im Einsatz, darunter Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums.
Auch in der Schwarzmeerstadt Sotschi in Russland wurden Kollateralschäden gemeldet: Ein Haus wurde durch herabfallende Trümmer beschädigt und Fensterscheiben zersplitterten. Luftschutzsirenen heulten bereits mehrere Stunden vor dem eigentlichen Angriff in der Stadt, wie der Telegram-Nachrichtenkanal Astra berichtete.
In Volna geriet ein Tank mit Ölprodukten „aufgrund herabfallender Trümmer einer Drohne in Brand“, wie russische Behörden erklärten. Nach vorläufigen Angaben gab es laut russischen Quellen „keine Opfer“, weitere Details zu den genauen Auswirkungen des Angriffs wurden von russischer Seite nicht bekannt gegeben.
Angriff auf Russlands Wirtschaft: Neue Offensive auf Öllager
Der Angriff auf das Öldepot in Volna fügt sich in eine systematische ukrainische Strategie ein, Russlands Energiesektor als Achillesferse von Putins Wirtschaft zu treffen. Seit Mitte 2025 haben ukrainische Drohnenangriffe nach Expertenangaben etwa 17 Prozent der russischen Raffineriekapazität lahmgelegt und schätzungsweise 13 Milliarden Dollar Schäden verursacht. Laut dem ukrainischen Militär kosteten die gezielten Fernschläge Russland 2025 rund 74,1 Milliarden Dollar – entsprechend 4,11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie der Kyiv Independent schreibt. Die fast täglichen Angriffe auf Öl- und Gasinfrastruktur zielen darauf ab, Moskaus Kriegsfinanzierung zu schwächen, da der Energiesektor etwa 20 Prozent der russischen Wirtschaftsleistung ausmacht und entscheidend für die Kriegsführung ist.
Die Ukraine reagiert damit auf die massiven Luftschläge, mit denen die russische Armee seit Monaten die Ukraine Nacht für Nacht überzieht. Ziel der Angriffe ist ebenfalls die Energieinfrastruktur. Mittlerweile fallen vielerorts die Strom- und Wärmeversorgung für die Zivilbevölkerung aus – und das bei winterlichen Temperaturen weit unter der Null-Grad-Grenze. In der Nacht zu Sonntag wurden unter anderem bei russischen Angriffen in den Regionen Dnipropetrowsk und Cherson zwei Menschen getötet und sieben weitere, darunter ein Kind, verletzt. Auch in der Region Saporischschja wurden Raketen-Angriffe gemeldet.
Verluste im Ukraine-Krieg: Tausende tote Soldaten
Damit bleibt die Lage an der Ukraine-Front angespannt. Während Russland zuletzt wenig Geländegewinne an den Frontabschnitten erzielen konnten, wurden die Luftangriffe auf die Ukraine ausgeweitet. Dennoch bleibt der Blutzoll für Putins Armee hoch. In den vergangenen 24 Stunden verlor Russland im Ukraine-Krieg mehr als 1.250 Soldaten. Zudem wurde laut dem ukrainischen Generalstab der Verlust von 4 Panzern, elf Artilleriesystemen und 94 Kraftfahrzeugen gemeldet.
Ende des Ukraine-Krieges: Selenskyj zeigt sich auf Siko 2026 zu Verhandlungen bereit
Eine Ende des Ukraine-Krieges bleibt damit weiterhin erst einmal nicht abzusehen. Dabei zeigte sich Kiews zu Friedensverhandlungen bereit, verlangt aber Kompromisse auch von Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) 2026: „Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt.“ Gleichzeitig kritisierte er Moskau für fehlende Zugeständnisse.
Der ukrainische Präsident äußerte sich zuversichtlich über ein würdevolles Kriegsende. „Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren.“ Selenskyjs Äußerungen erfolgten nach Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Zugeständnisse von Selenskyj bei Verhandlungen zum Kriegsende gefordert. Trump sagte vor Journalisten: „Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance.“ (Quellen: dpa, afp, Ukrainska Pravda, Kyiv Independent) (jenko)