Stromterror in Berlin: Die Politik war lange auf dem linken Auge blind

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Kolumnist Sigmund Gottlieb blickt irritiert auf die Reaktion zum Stromterror in Berlin. Klar müsse sein: „Das Gewaltmonopol liegt allein beim Staat.“

Der renommierte Journalist und langjährige Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Sigmund Gottlieb, kommentiert für den Münchner Merkur von Ippen.Media mit scharfem Blick wöchentlich in seiner Kolumne „Gottlieb direkt“ aktuelle Themen. Diese Woche beleuchtet er den Zustand der Kirchen.

Kolumnist Sigmund Gottlieb warnt vor Gefahren von links (Archivbild). © Christoph Hardt/imago

Es ist unfassbar, wie schnell Politik und Medien nach dem Anschlag von Linksextremisten in Berlin wieder zur Tagesordnung übergehen. 100.000 Berliner sind tage- und nächtelang ohne Strom. Ein weiteres Mal haben Linksradikale versucht, dem Staat sein Gewaltmonopol zu entreißen – genauso wie es die Rechtsextremen und die Islamisten tun.

Stromterror in Berlin: Auf dem linken Auge war man blind

Allen gemeinsam ist, dass sie Mord in Kauf nehmen und die Armen und Schwachen verachten, deren Interessen sie angeblich vertreten. In Berlin haben die Ärmsten am meisten gefroren.

Der Stromterror in der Hauptstadt ist erneut Ausdruck einer gefährlichen Entwicklung. Die Politik hat lange Zeit mit wachem Auge und sehr zu Recht die Rechtsterroristen verfolgt. Auf dem linken Auge hingegen war man blind. Hinzu kommt, dass linke demokratische Parteien die Linksextremen in stiller Duldung stärken. NGOs taten ihr Übriges und das Schweigen vieler Medien spielt den neuen Linksradikalen erst recht in die Hände.

► Sigmund Gottlieb ist einer der renommiertesten und erfahrensten Journalisten Deutschlands. Er war von 1995 bis 2017 Chefredakteur und von 2001 bis 2014 dazu stellvertretender Fernsehdirektor beim Bayerischen Rundfunk.

► Gottlieb moderierte die „Münchner Runde“ sowie aktuelle Brennpunkt-Sendungen im Ersten und war einer der präsentesten Kommentatoren in den „Tagesthemen“ der ARD.

► Für seine Arbeit erhielt Gottlieb mehrere Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis für die Berichterstattung über den Kosovo-Krieg. Seit 2005 ist er Honorarprofessor für Journalismus an der Hochschule Amberg.

Was die Gefahr für unseren Staat und seine Bürger so unkalkulierbar macht: Die Terroristen links und rechts außen machen immer öfter gemeinsame Sache und verlassen sich darauf, dass ihre Unterstützer immer öfter auch im demokratischen Raum zu finden sind – und das nicht versteckt, sondern mit offenem Wohlwollen.

Das Gewaltmonopol liegt einzig und allein beim Staat. Dieser muss es mit aller Härte durchsetzen. Die neue Regierung hat erkannt, dass sie mit wachem Blick in ALLE Richtungen blicken muss – auch und verstärkt nach links. (Sigmund Gottlieb)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/stromterror-in-berlin-die-politik-war-lange-auf-dem-linken-auge-blind-zr-94114461.html