Der Urlaub 2026 wird schon früh im Jahr geplant, doch wo bestehen geringe Bedenken? Das zeigt die Risk Map 2026.
München – Wo geht es 2026 hin? Wieder in den Italien-Urlaub? Schon jetzt werben viele Anbieter mit Rabatten, Angeboten oder sogenannten Special-Offers. Allerdings passiert auf der Welt viel und so könnten sich einstige Traum-Reiseziele drastisch geändert haben. Wer vor einigen Jahren vielleicht noch einen Trip zur Fußball-WM 2026 in die USA machen wollte, der ist aufgrund von Entscheidungen durch Donald Trump etwas abgeschreckt, allerdings gilt die USA immer noch als Ziel mit „geringem Risiko“. Das gilt nahezu auch für ganz Europa, wie die „Risko-Karte 2026“ von A3M zeigt, die jährlich herauskommt.
Schon im Jahr 2024 berichteten wir über Änderungen zu 2023 und über die Risiken, auch im Jahr 2025 gab es bei Ippen.Media den Einblick in die Trends. Die Risiko-Karte 2026 ist auch in diesem Jahr wieder in fünf Farben unterteilt, von Rot (sehr hohes Risiko) bis Dunkelgrün (sehr geringes Risiko). Genauere Details dazu finden Sie in der Infobox weiter unten. Deutschland ist hierbei hellgrün und befindet sich in einer guten Kategorie mit geringem Risiko. Auf dem gleichen Level sind auch Länder wie Namibia, Botswana, Oman, Marokko, Australien oder Südkorea.
Risk Map 2026: Die Risiko-Karte zeigt Ihnen, wo Urlaub ungefährlicher ist als anderswo
Einige Lagen haben sich verbessert, einige verschlechtert. Hervorzuheben ist hier, dass die Pressemitteilung von A3M schon am 11. Dezember bekannt wurde. Venezuela ist zwar „orange“ eingefärbt, womöglich hat sich die Lage aber auch mittlerweile verschlechtert. Im Schreiben heißt es außerdem: „Die grenzübergreifende Kriminalität in Südamerika wurde in der Risk Map 2026 insgesamt stärker berücksichtigt und zeigt sich jetzt in einer angepassten Einfärbung in den Grenzgebieten.“ Ein Beispiel für eine verschlechterte Lage und eine andere Einfärbung ist der Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha im Grenzgebiet.
Die Farben auf der Risiko-Karte erklärt
Rot (sehr hohes Risiko): Reisen nur mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Hier wird von staatlichen Stellen meist abgeraten. Die Sicherheitslage ist durch Terror, Konflikte, Gewaltkriminalität oder Unruhen extrem angespannt. Für eine solche Reise sollte ein umfassendes Sicherheitskonzept, womöglich auch Schulungen, durchgeführt werden.
Orange (hohes Risiko): Hier gelten größere Einschränkungen. Staatliche Stellen raten hier größtenteils von Reisen ab, bzw. von Reisen in bestimmte Gebiete. Ebenso wie bei „rot“ können hier Terror, Gewalt oder Unruhen den Alltag bestimmen. Für eine solche Reise sind sowohl detaillierte Infos als auch eine Vorbereitung nötig.
Gelb (erhöhtes Risiko): Das Land oder die Region kann wahrscheinlich ohne Einschränkungen, jedoch mit weitreichenden Vorkehrungen, bereist werden. Hier ist die Sicherheitslage höchstwahrscheinlich angespannt. Gründe können Gewaltkriminalität, Spezialrisiken oder anhaltende Proteste sein. Im Vergleich zu „rot“ und „orange“ ist das Sicherheitswesen in der Regel funktional vorhanden, sollte aber ohne vorherige Informationen und Recherche nicht bereist werden.
Hellgrün (geringes Risiko): Wenige Einschränkungen gilt es beim Bereisen zu beachten. Besondere Maßnahmen können folgen, weil es erkennbare Risiken in Bereichen wie Kriminalität oder Demonstrationen gibt. Das Sicherheitswesen ist allerdings gut. Sich vorher über sein Reiseziel zu informieren, ist dennoch wichtig.
Dunkelgrün (sehr geringes Risiko): Ohne Einschränkungen kann hier verreist werden. Touristen oder Urlauber sind selten von Gewaltkriminalität betroffen. Terror oder Proteste können existieren, stellen aber keine unmittelbare Gefahr dar oder können gänzlich ausgeschlossen werden. Sicherheitskräfte sind zuverlässig und grundsätzlich leicht zugänglich.
Risiko-Karte nun genauer an: Risk Map 2026 wird an Grenzen deutlich – Vorsicht im Paradies
A3M schreibt in der Pressemitteilung weiter: „Die wichtigsten Änderungen gab es im Nahen Osten: Israel und das Westjordanland zeigen im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verbesserung der Sicherheitslage, auch wenn die Lage weiter angespannt ist.“ Es gibt übrigens nicht nur von A3M, sondern auch von anderen Unternehmen ähnliche Karten, wie beispielsweise von Safeture.
Selbst im Iran, wo es kürzlich Ausschreitungen gab, schreibt A3M von Verbesserungen, auch wenn die Eskalation mit Israel jederzeit wieder aufflammen könnte. Unruhen in Madagaskar oder im Kaschmir-Konflikt zwischen Pakistan und Indien sind beendet, könnten aber auch wieder eskalieren. 2025 wurden Mosambik (neue Amtszeit des Präsidenten) und Tansania (Unterdrückung der Opposition) mit gewaltsamen Protesten, Anschlägen oder Entführungen überschattet.
Rot eingefärbt ist beispielsweise auch Somalia. Obwohl das nordostafrikanische Land von Gewalt heimgesucht ist, besuchen immer mehr risikofreudige Urlauber den Staat, was die Tourismus-Quote zeigt. Experten halten das aber für „töricht“. Auch die Traum-Reiseziele und Paradiese wie die Dominikanische Republik, Mexiko, etliche karibische Inseln, asiatische Bereiche wie Sri Lanka, Indonesien oder die Philippinen sind in Gelb oder in Orange eingefärbt und daher mit Bedacht zu bereisen. Im Vergleich zu den europäischen Lieblings-Destinationen wie Italien, Griechenland, den Kanaren oder Skandinavien sind sie mit weniger Risiko verbunden. (Quellen: A3M, Risiko-Karte 2025, eigene Recherche) (ank)