Christine Neubauer hat das deutsche TV-Publikum über viele Jahre geprägt. Mit Filmen wie „Die Geierwally“, „Ein Sommer auf Sylt“ und Serien wie „München 7“ wurde sie zu einer festen Größe der Branche. Doch trotz dieser langen Erfolgsgeschichte bleibt es aktuell still um neue Engagements vor der Kamera. Die Schauspielerin selbst zeigt sich darüber ratlos.
Dass erfahrene Schauspielerinnen mit zunehmendem Alter seltener besetzt werden, ist kein neues Phänomen. Christine Neubauer sieht darin ein strukturelles Problem – besonders für Frauen. In einem Q&A auf Instagram macht sie deutlich, dass sie die Programm-Entscheidungen der Sender nicht nachvollziehen kann. Ihre eigenen Produktionen würden weiterhin regelmäßig ausgestrahlt und beim Publikum gut ankommen.
„Meine Filme laufen rauf und runter, und es scheint, als würden die Zuschauer sie genauso lieben wie ich“, sagt sie. Dennoch beobachte sie: „Diese Geschichten, diese Art von Filmen, werden heute kaum noch produziert.“
Christine Neubauer würde gern Komödien drehen
Auf die Frage, zu welcher Rolle sie gern für ein Reunion-Projekt zurückkehren würde, erklärte sie, dass sie grundsätzlich sehr gern wieder Komödien drehen würde. „Sie erhellen die Welt, öffnen Herzen und zaubern uns allen ein Lächeln ins Gesicht – und das ist doch etwas Wunderschönes, ohne anderen Formaten damit irgendetwas absprechen zu wollen“, fügte sie hinzu.
Neubauer erwähnte außerdem Filme wie „Die Geierwally“, „Ein Sommer auf Sylt“ oder „Bella und der Feigenbaum“, zu denen sie gern zurückkehren würde. Sie betonte, dass diese Produktionen zeigten, wie viel Herz, Leichtigkeit, Humor und Verstand zusammen möglich seien. Besonders Formate wie das „Traumschiff“ würden beweisen, dass sich die Zuschauer nach genau dieser Art von Geschichten sehnten. Umso mehr wundere es sie, dass diese Sichtweise bei den Verantwortlichen oft fehle oder Quoten anders interpretiert würden. „Warum der Blick auf das Publikum und seine Bedürfnisse verloren gegangen ist, kann ich mir manchmal wirklich nicht erklären“, erklärte Neubauer abschließend.
Außer ‚Hundswut‘ nichts Neues bei Neubauer
Konkrete neue Projekte? Fehlanzeige. Offen spricht Neubauer darüber, dass es derzeit keine weiteren Rollenangebote gibt. „Aktuell gibt es, außer ‚Hundswut‘, nichts Neues zu erzählen. Und leider wird vorerst nichts Neues dazukommen.“
Auf Stillstand lässt sich Christine Neubauer dennoch nicht ein. Sie nutzt die Phase, um eigene Ideen voranzutreiben. Für 2026 ist ihr neues Buch „Bon día Mallorca!“ angekündigt, in dem sie persönliche Einblicke in ihr Leben auf der Insel gibt.
Auch filmisch plant sie ein Comeback: Ein chilenisches Roadmovie befindet sich in Vorbereitung, für das bereits Fördermittel bewilligt wurden. „Wenn alles gut geht, könnte dieses Roadmovie noch in diesem Jahr gedreht werden, mit mir als Schauspielerin und Produzentin.“
Christine Neubauer spricht offen über Finanzen: „Noch habe ich keine schlaflosen Nächte“