Der Countdown für Gasheizungen läuft: Ab Sommer 2026 dürfen in mehreren deutschen Städten keine neuen fossilen Heizungen mehr verbaut werden.
Kassel – Die Uhr tickt. Für alle, die noch eine neue Gasheizung im Haus einbauen wollen, läuft allmählich die Zeit ab. Seit Januar 2024 gelten bereits strenge Heizregeln für Neubauten, doch jetzt naht eine neue Deadline: Ab dem 30. Juni 2026 dürfen in 84 deutschen Großstädten keine rein fossil betriebenen Gasheizungen mehr verbaut werden. Betroffen sind vorrangig Großstädte.
Bundesweit müssen alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ihre kommunalen Wärmepläne bis spätestens zum 30. Juni 2026 fertigstellen. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem Wärmeplanungsgesetz, das deutschlandweit alle Großstädte zur Erstellung von Wärmeplänen verpflichtet.
Heizungsgesetz bringt 2026 wichtige Änderung – 65-Prozent-Regel greift automatisch
Zu den betroffenen Metropolen gehören Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund und Essen. Aber auch mittelgroße Städte wie Heidelberg, Freiburg, Ulm und Kassel stehen vor dieser Deadline.
Sobald die Wärmeplanung abgeschlossen ist, greift automatisch die 65-Prozent-Regel des Gebäudeenergiegesetzes. Das bedeutet: Neue Heizungen müssen mindestens 65 Prozent ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugen. Reine Gasheizungen erfüllen diese Anforderung nicht.
Die vollständige Liste umfasst mehr als 80 deutsche Großstädte, die sich quer durch alle Bundesländer verteilen:
Heizungsumstellung: Kleinere Städte haben mehr Zeit
Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern dürfen sich noch bis zum 30. Juni 2028 Zeit lassen. Allerdings können sie die Wärmeplanung auch früher beschließen – dann müssen sich Hauseigentümer entsprechend früher nach Alternativen zur Gasheizung umsehen.
Was bedeutet das konkret für Hausbesitzer?
Bestehende Gasheizungen können weiterhin repariert und betrieben werden, nur der Neueinbau wird ab 2026 eingeschränkt. Wer in einer betroffenen Großstadt lebt und über eine neue Heizung nachdenkt, sollte sich beeilen oder gleich auf klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen setzen.
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Ölheizungen dürfen künftig generell nicht mehr eingebaut werden. Schließlich stoßen diese mehr klimaschädliches CO₂ aus, als andere Heiztechniken. Möchten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer ihren Ölkessel austauschen, sollten sie sich über Alternativen informieren. Eine Austauschpflicht für Heizkessel greift nach 30 Jahren, wenn die Heizung irreparabel ist oder nicht zu den modernen Niedertemperatur- oder Brennwertkesseln gehört. (Wärmeplanungsgesetz, Gebäudeenergiegesetz, eigene Recherche) (asc)
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