Trump erklärt, Öl-Firmen wurden vor Venezuela-Angriff informiert – Kongress nicht

US-Präsident Donald Trump steht wegen seines verdeckten Vorgehens gegen Venezuela erneut im Zentrum der Kritik. Wie er selbst am Sonntag gegenüber Reportern an Bord der Air Force One erklärte, habe es vor und nach Beginn der Operation Gespräche gegeben – allerdings nicht mit dem US-Kongress, sondern mit den beteiligten Öl-Akteuren.

Trump bestätigt, er habe mit Öl-Firmen noch vor Kongress gesprochen

Auf Nachfrage, ob Trump mit den Öl-Firmen über Venezuela gesprochen habe, antwortete er: "Mit allen. Sie wollen unbedingt reingehen. [...] Davor und danach. Sie wollen reingehen und sie werden einen großartigen Job für die Venezolaner machen."

Demnach informierte die Trump-Regierung führende Kongressmitglieder nicht im Vorfeld über die laufende Aktion zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores. Laut "The Guardian" wurden die Mitglieder des US-Kongresses erst unterrichtet, als die Operation bereits angelaufen war. Kritiker werten das Vorgehen als bewusste Umgehung der parlamentarischen Kontrolle und als erneuten Test der Grenzen präsidialer Macht.