Berlin sitzt im Dunkeln. Darunter auch die Sängerin Sarah Connor, die mit ihrer Familie von dem Stromausfall im Bezirk Steglitz-Zehlendorf betroffen ist – ebenso wie 45.000 weitere Haushalte. Bis Donnerstag soll der Blackout dauern. Berlins Bürgermeister Kai Wegner und seine Stellvertreterin Franziska Giffey betonten am Sonntag, die Reparatur der angegriffenen Stromkabel sei komplex und würde unter normalen Umständen bis zu fünf Wochen dauern. Man arbeite auf Hochtouren an einer Lösung. Derweil frieren Hunderte Menschen in ihren Wohnungen, teils völlig abgeschnitten von der Außenwelt und ohne Hilfe. Connor meldete sich zunächst mit Stirnlampe aus ihrem dunklen Zuhause.
Connor und Familie ohne Strom: "Es ist kalt und es ist dunkel"
"Liebe Grüße aus Berlin vom Stromausfall. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell meine Kopflampe aus dem Dschungel wieder rausholen muss. Aber wir rennen hier durchs Haus, ein bisschen kopflos und mit Jacken an, weil es ist kalt und es ist dunkel", sagt sie. Die Familie habe keinen Kamin und keine Lampen, die ohne Strom funktionieren. Sie seien nicht gut auf einen derartigen Katastrophenfall vorbereitet.
Sängerin klagt an: "Wie machen das andere Leute? Und was macht ihr dagegen?"
Bis der Strom wieder läuft, harrt die Familie nun in einem Hotel aus. "Wir haben ja auch kein Internet und kein Telefon zu Hause. Und ich finde es irgendwie, wenn ich darüber nachdenke, echt ganz schön krass. Und frage mich, ob wir da in so einer großen Stadt nicht besser darauf vorbereitet sein können, weil es ist ja jetzt noch nicht mal so ein major (großer) Anschlag, sondern es sind halt ein paar Bezirke. Aber es sind immerhin 45.000 oder 50.000 Haushalte. Also kann man sich ausrechnen, wie viele Menschen das ungefähr sind, die das jetzt betrifft. Und für uns ist es kein Problem. Wir können hier ins Hotel gehen und haben es jetzt heute Abend warm, aber: Wie machen das andere Leute? Und was macht ihr dagegen? Also, liebe Politiker, wie helft ihr denn da jetzt?" Fassungslos fragte Connor, ob es wirklich nichts gebe – Notstromaggregate oder Ähnliches –, um die Menschen wieder mit Strom zu versorgen. Ihr Urteil: "Also sind wir echt ein ganz schön verwundbares Plätzchen hier in Berlin."