Nicolás Maduro in Handschellen und in Badelatschen, umringt von Beamten der US-Drogenpolizei (DEA): Ein Video, das vom Rapid Response 47-Account der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf X gepostet wurde, zeigt den venezolanischen Präsidenten bei seiner Ankunft in New York.
Nachdem Maduro am Samstag bei einer von Trump initiierten Razzia von US-Streitkräften festgenommen und in die USA gebracht wurde, soll der Clip nun seinen "Prep Walk" beziehungsweise "Perp Walk" zeigen. Damit ist die öffentliche Vorführung gemeint, die die USA gerne mit Verdächtigen inszenieren, um sie in der Öffentlichkeit besonders schuldig aussehen zu lassen. "Perp" ist dabei eine Abkürzung des englischen Begriffs perpetrator ("Straftäter").
Maduro-Ankunft in New York in Badelatschen und Handschellen
Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge soll Maduro für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Metropolitan Detention Center, einer Haftanstalt in Brooklyn, untergebracht werden. Kommenden Montag soll sich der venezolanische Präsident laut einem Beamten des US-Justizministeriums vor dem Bundesgericht in Manhattan verantworten. Ebenso wie seine Frau Cilia Flores. Der Vorwurf gegen das Paar lautet "Verschwörung zum Drogenterrorismus" sowie "Verschwörung zum Kokainimport".
Vizepräsidentin Rodríguez: "Wir werden nie wieder Sklaven sein"
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat indes Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung des Landes übernommen. "Wir werden nie wieder Sklaven sein", sagte sie in einer Erklärung und kündigte Venezuelas Widerstand gegen die Trump-Regierung an. Zudem forderte sie die Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau.