In Penzberg-Reindl gibt es private Pläne für sechs neue Häuser mit 16 Wohneinheiten, die meisten davon Mietwohnungen. Es wäre aktuell eines der größeren Wohnbauvorhaben in Penzberg. Lob gab es im Bauausschuss.
Penzberg – Das Grundstück befindet sich zwischen der Straße „Reindl“ und dem Daserweg, angrenzend an eine große Wiese. Stadtbaumeister Justus Klement stellte die Bauvoranfrage jüngst im Bauausschuss vor. Auf der Fläche würden zwei alte Gebäude abgerissen, ein neueres Wohnhaus bliebe erhalten. Entstehen könnten sechs neue Wohngebäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten. In zwei Fällen sollen die Häuser vier Wohnungen haben, in einem Fall wäre es eine Wohnung. Klement berichtete, dass es sich überwiegend um Mietwohnungen und zum Teil um Verkaufsobjekte zur Finanzierung des Vorhabens handeln soll. Es wäre (nach dem ehemaligen Edeka-Areal und neben dem Grundstück beim Bahnhof) eines der größeren Wohnbauvorhaben in Penzberg.
Er erklärte zudem, dass kein Bebauungsplan erforderlich ist, weil das Gebiet bereits bebaut und keine öffentliche Straße nötig ist, was das Vorhaben beschleunigt. Abgestimmt worden sei dies mit dem Landratsamt. Die SoBon-Regel zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum greift ihm zufolge nicht, weil es einerseits kein Bebauungsplanverfahren gibt. Andererseits habe eine Berechnung im Bauamt ergeben, dass sie auch mit Bebauungsplanverfahren nicht anwendbar wäre.
Klement lobte, dass sich die Bebauung sehr schön in das Gelände einfügt. „Der Planer weiß mit der Nordhanglange umzugehen.“ Das Bauen am Hang finde Berücksichtigung, sagte er. Die Stellplätze würden zu einem Teil unter die Häuser geschoben, seien also im Baukörper integriert. Geplant sind laut Modell Satteldächer. Die Wandhöhe für die größeren Häuser könne maximal 7,70 Meter betragen, „was eine dreigeschossige Wirkung hat“, aber trotzdem verträglich sei, so Klement. Er erinnerte an das derzeit ruhende städtische Vorhaben am Daserweg, das laut Bebauungsplan eine ähnliche Höhe erhalten kann.
Der Bauausschuss stimmte der Bauvoranfrage geschlossen zu. Und es gab Lob. „Wir finden die Planung sehr gelungen“, sagte Hardi Lenk (SPD). „Man merkt, da hat sich jemand richtig Gedanken gemacht.“ Auch Ludwig Schmuck (CSU) begrüßte das Vorhaben, ebenso den Abriss der alten Gebäude. „Das war früher eine Kohlen- und Ölhandlung, das ist nicht mehr schön“, sagte er. Von einer gelungenen Planung sprach auch Armin Jabs (BfP). „Ich kann nur wünschen, dass es zeitnah umgesetzt wird.“ Jeder Wohnbau helfe, den Bedarf zu lindern und die Preise zu stabilisieren.
Große Wiese wäre auch Wohnbaufläche
Martin Janner (PM) sprach auch die angrenzende große Wiese an. Sie ist im Flächennutzungsplan für den Wohnbau vorgesehen. Der Fall ist das auch im Rahmenplan für Reindl, den Klement vor über 20 Jahren, damals noch als Architekt, für die Stadt erstellt hat. Ebenso gilt das für den Entwurf des neuen Flächennutzungsplans. Janner empfahl, dass es einen Bebauungsplan geben und die SoBon-Regelung angewandt werden sollte, wenn irgendwann auch dieses Gebiet bebaut wird. Dem pflichteten alle zu. Lenk sagte, es sei in den vergangenen 20 Jahren immer mal wieder über die große Wiese gesprochen worden. „Man kann sagen, dass die Eigentümer sehr behutsam mit ihren Flächen umgehen.“