„Immer ein riesiger Erfolg“: Beim Berufsinfotag in Geretsried konnten Schüler viel Ausprobieren

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Salben herstellen und Kapseln anfertigen: Wie das geht und ob es ihnen Spaß macht, konnten die Schüler selbst am Stand der PTA-Schule München-Giesing ausprobieren. © Sabine Hermsdorf-hiss

Der Berufsinformationstag an der Realschule Geretsried war ein voller Erfolg. Erstmals gab es auch einen gut besuchten Infoabend am Vorabend.

Geretsried – Popcornduft wabert durch die neue Turnhalle am Schulzentrum. Massenweise strömen Schüler durch die Eingangstüren. Am Freitag war es wieder so weit: Der Berufsinformationstag, veranstaltet von Förderverein und Elternbeirat der Realschule, ging von 9 bis 12 Uhr in der Sportstätte über die Bühne.

Geretsried - Gymnasium Turnhalle - Infotag Berufe, Berufsinfotag
Großer Andrang beim Berufsinfotag an der Realschule: Mädchen und Buben von Mittel- und Realschule sowie Gymnasium informierten sich am Freitag in der neuen Turnhalle des Gymnasiums über Karrierechancen. © Sabine Hermsdorf-hiss

An einem der 64 Stände rühren Buben und Mädchen in kleinen weißen Tiegeln. Sie stellen eine Handcreme her. Konzentriert träufeln sie die vorgegebene Menge pflegendes Öl in die cremige Masse. „Wir bilden zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten aus“, erklärt Sabine Schmidt, selbst PTA und Lehrkraft an der PTA-Schule in München-Giesing. „Für den Beruf interessieren sich eher die Mädels“, sagt Schmidt. „Wir freuen uns, wenn auch ein paar Jungs kommen.“ Ein Anziehungspunkt ist der Stand auf alle Fälle. Denn neben Cremes kann man dort auch Kapseln herstellen oder sein Wissen beim Tee-Quiz unter Beweis stellen.

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Es gibt viel zum Testen und Verkosten

Phillip und Seppi besuchen die zehnte Klasse der Realschule. Beide haben sich schon an mehreren Ständen umgeschaut. „Wir haben bei Elektro Will vorbeigeschaut, bei der Zimmerei Bscheider und bei der Feuerwehrschule.“ Allgemein loben die beiden, dass man an vielen Ständen selbst etwas ausprobieren kann und dadurch einen besseren Einblick in die Berufe erhält. Die Zehntklässler haben bereits eine Idee, was sie nach der Schule machen könnten. „Ich finde Zimmerer sehr interessant“, sagt Seppi. Bei Phillip ist es der Industriemechaniker.

Kunterbunt sieht der Stand der Firma Bagusat aus. In kleinen Bechern stehen rote, grüne und orange Smoothies zum Probieren bereit. In kleinen Fläschchen gibt es Ingwershots, die bei den Schülern reißenden Absatz finden. „Unser Stand lockt viele an“, sagt Julia Burdajewicz lachend, sie arbeitet als HR-Generalistin bei dem Geretsrieder Unternehmen. Bagusat fertigt verschiedene Lebensmittel rund um Früchte an, erklärt sie. „Säfte, Smoothies, Bubble Teas, aber auch Zwischenprodukte für die Industrie.“ Vielen sei die Apfeltüte, die es bei McDonalds im Kindermenü gibt, ein Begriff. Auch die kommt von Bagusat. Hier kann man sich zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik ausbilden lassen. „Eine haben schon explizit gefragt, ob es die Möglichkeit gibt, ein Praktikum bei uns zu machen“, berichtet Burdajewicz.

Jana, Johanna und Alicia sind erst seit wenigen Minuten auf der Messe. Viele Stände besucht haben sie daher noch nicht. Wo es beruflich für die drei Mädels nach dem Abi hingehen soll, wissen sie noch nicht. Für die Neuntklässlerinnen, die das Gymnasium besuchen, steht heuer das Schülerpraktikum an. Sie wollen die Messe nutzen, um sich über spannende Jobs zu informieren und vielleicht auch einen Praktikumsplatz finden, verraten sie.

Nina Wassmuth, Samira Morales und Paul Häner absolvieren derzeit ihre Ausbildung im Geretsrieder Gasunternehmen Tyczka. Nina und Samira werden Kauffrauen für Büromanagement, Paul Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement. Das Unternehmen präsentiere sich häufig auf Messen in der Region, wissen die drei. Am Donnerstagabend habe es erstmals Vorträge von verschiedenen Firmen im Rahmen der Berufsinformationstage an der Realschule gegeben, erklärt Paul. „Das war super, auch zahlreiche Eltern waren mit dabei.“ Den drei jungen Leuten macht ihre Ausbildung bei Tyczka sehr viel Spaß. „Es ist sehr abwechslungsreich“, sind sie sich einig.

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Vorträge der Unternehmen waren gut besucht

Abwechslungsreich, das ist auch das Angebot auf der Messe. Neben Roche präsentieren sich zum Beispiel die Polizei und die Bundeswehr, die Städte Wolfratshausen und Geretsried, die Raiffeisenbank oder das Hotel und Restaurant Klostermaier aus Icking. Einige haben sich am Tag zuvor bereits mit Vorträgen vorgestellt. „14 Unternehmen waren am Donnerstagabend dabei“, erklärt Melanie Krentscher, die Vorsitzende des Elternbeirats. „Die Präsentationen waren gut besucht.“

Der Infoabend fand in diesem Jahr zum ersten Mal in der Realschule statt. Die Berufsmesse gibt es dagegen schon seit etwa zehn Jahren. „Es ist immer ein riesiger Erfolg und wird sowohl von den Schülern als auch von den Ausstellern gut angenommen“, freut sich Melanie Krentscher. „Da sieht man erst mal, welche interessanten Unternehmen wir alles in der Region haben.“