Unwetter-Albtraum an Italien-Vulkan: Urlauberfamilie in Schneesturm gefangen

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Unwetter wüten in Italien und eine Urlauberfamilie gerät am Vulkan Ätna mitten hinein. Vater, Mutter und Kind erfroren beinahe im Schneesturm.

Catania – Meterhohe Schneeverwehungen und eisige Windböen – ein Ausflug zum Vulkan Ätna wurde für eine Schweizer Familie im Italien-Urlaub am Montagabend (19. Januar) zum Albtraum. Mitten in einem heftigen Schneesturm blieb ihr Auto am Ätna stecken, während die kleine Tochter bereits erste Anzeichen einer Unterkühlung zeigte.

Ungewöhnlich starker Schneefall: Meterhoher Schnee am Vulkan Ätna auf Sizilien. © Sreenshots/Facebook

Der Hotelbetreiber schlug Alarm, als seine Gäste aus dem Kanton Bern gegen 19:30 Uhr anriefen. Die dreiköpfige Familie war auf dem Weg zum Rifugio Sapienza in der Nähe der Crateri Silvestri, als das Unwetter sie überraschte, berichtet das Portal Ticinonline. Ihr Wagen kam im tiefen Schnee nicht weiter – bei extremen Wetterbedingungen.

Urlauberfamilie gerät am Vulkan Ätna in Schneesturm – schwierige Rettungsmission in Italien

Die Spezialisten des Bergrettungsdienstes der Guardia di Finanza aus Nicolosi rückten sofort mit Geländewagen aus. Doch die Naturgewalten zwangen auch die erfahrenen Retter in die Knie: Heftige Schneefälle, starke Windböen und praktisch null Sicht machten das Vorankommen mit Fahrzeugen unmöglich, wie die Nachrichtenagentur Opinione berichtet.

Die Einsatzkräfte mussten ihre Fahrzeuge zurücklassen und die Rettungsmission zu Fuß fortsetzen. Durch Schneeverwehungen von bis zu 1,5 Metern kämpften sie sich vor, bis sie die völlig panische Familie erreichten. Wie extrem die Wetterbedingungen waren, zeigen auch Fotos vom Schneetreiben am Vulkan. Selbst eine Schneeraupe ist bis übers Dach zugeschneit.

Schnee-Drama in Italien: Familie zeigte bereits Anzeichen von Unterkühlung

Als die Retter die Familie fanden, bot sich ihnen ein besorgniserregendes Bild: Alle drei Personen – Vater, Mutter und die vierjährige Tochter – wiesen bereits erste Anzeichen einer Unterkühlung auf, jedoch ohne akute medizinische Notfälle, berichtet La Repubblica.

Die Retter versorgten die Familie sofort mit warmer Kleidung und führten sie anschließend zu Fuß durch das unwirtliche Gelände zurück zu ihren Fahrzeugen. Von dort brachten sie die Geretteten sicher ins Hotel.

Die gesamte Rettungsaktion dauerte bis 23 Uhr und wurde in ständigem Kontakt mit der Präfektur Catania und dem Koordinierungszentrum für Notfälle durchgeführt, das aufgrund der extremen Wetterlage für die Provinz Catania aktiviert worden war. Zyklon Harry fegt aktuell über Italien und trifft Urlaubsinseln wie Sizilien und Sardinien hart. Zwei Bürgermeister mussten für ihre Unwetter-Aktion derweil harte Kritik einstecken. (Quellen: Ticinonline, Agenzia Giornalistica, Opinione, La Repubblica) (moe)

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