Der Christliche Bauernverein Gaißach hat eine neue Vorstandschaft gewählt. Kreisbauernobmann Peter Fichtner äußerte sich zur Ernährungsdebatte.
Gaißach - Nach dem Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder hielt der Christliche Bauernverein Gaißach seine Jahresversammlung im Gasthaus Isarwinkel ab. Dabei stand die satzungsgemäße Neuwahl der Vorstandschaft nach drei Jahren im Mittelpunkt. Und so machten Martin Rest, Balthasar Brandhofer, Jakob Gilgenreiner und Tobias Ludwig ihre Plätze frei. Die Abstimmung war bestens vorbereitet. Es gab keine Probleme, Nachfolger zu finden. Klaus Fischhaber (Moser), Georg Mair (Schömer), Jakob Haslinger (Schusterbauer) und Klaus Kell (Arzbartl) bilden nun das Führungsquartett.
Begonnen hatte die gut besuchte Zusammenkunft mit dem Finanzbericht. Kassier Tobi Ludwig schloss die Bilanz zwar mit Mehrausgaben ab, dennoch konnte ein recht gesunder Verein von den bisher Verantwortlichen an die neue Leitung übergeben werden. Anschließend hielt Martin Rest Rückschau auf die vergangenen zwölf Monate und erinnerte an zwei schöne Fronleichnams- sowie eine prächtige Michaeli-Prozession. Rest bedauerte, dass zum Tölzer „Lehards“ nur drei statt der sonst gewohnten sechs Gaißacher-Gespanne ausgerückt waren. „Bauarbeiten am heimischen Hof waren Anlass der Verhinderung“, nannte der Vorstand einen Grund und berichtete zugleich von einer Zusammenstellung über den Zeitaufwand der Vorbereitungen: „120 Arbeitsstunden sind dafür erforderlich.“ Im Rückblick erinnerte Rest noch einmal an den Höhepunkt in den drei Jahren der Vorstandstätigkeit: „Das war unser Fest 2023 zum 150. Gründungsjubiläum. Da wurde Zusammenhalt gezeigt, wie es in Gaißach der Brauch ist.“
„Die bauernfeindliche Regierung hat’s zerrissen“
Kreisbauernobmann Peter Fichtner informierte über den Stand der Dinge in Sachen Blauzungenkrankheit und sah einen Erfolg mit Blick auf politische Veränderungen: „Die bauernfeindliche Regierung hat’s zerrissen“, sagte Fichtner. Er erinnerte aber zugleich daran, dass er immer vor zu großer Euphorie gewarnt habe. Bezüglich veganer beziehungsweise vegetarischer Ernährung vertritt Fichtner die Meinung von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: Wichtig sei nicht, wie man sich ernähre, solange man sich gesund ernähre. „Und zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch Fleisch.“
„Schnitzel ist für viele Wanderfreunde Ansporn und Motivation“
Das sieht Bürgermeister Stefan Fadinger ähnlich – auch mit Blick auf die Speisekarten auf den Alpenvereinshütten. „Sich bei einer Bergtour mit einem schmackhaften Schnitzel zu belohnen, ist für viele Wanderfreunde Ansporn und Motivation.“ Apropos Wandern & Co: „Eine naturverträgliche Freizeitgestaltung sollte selbstverständlich sein“, befand Fadinger. Die Aufklärung der Bevölkerung zu diesem Thema findet der Bürgermeister wichtig.
„Dorfhelferinnen sind da, wenn‘s brennt“
Vorstand Martin Rest ging noch auf die Arbeit der Dorfhelferinnen ein. Diese sei unverzichtbar: „Die sind da, wenn‘s brennt“, sagte Rest. Zu deren Unterstützung wurde ein Scheck in Höhe von 2500 Euro übergeben. Anschließend wurden noch junge Mitglieder für eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung im Berufsleben vom Verein geehrt.