Betrüger bombardieren DKB-Kunden mit gefälschten E-Mails und fordern zur „Datenüberprüfung“ auf – so erkennen Sie die Phishing-Falle rechtzeitig.
München – Ein harmlos wirkender Betreff, ein höflicher Ton – und schon tappen ahnungslose Bank-Kunden in die Falle. Kriminelle bombardieren derzeit DKB-Kunden mit gefälschten E-Mails, die es auf sensible Kontodaten abgesehen haben. Die Verbraucherzentrale schlägt Alarm: Seit dem 16. Januar kursieren massenhaft betrügerische E-Mails mit dem Betreff „Ihre Kontaktdaten benötigen eine kurze Überprüfung.“
Die Täter geben sich als Deutsche Kreditbank aus und fordern Empfänger auf, ihre Daten über einen Link zu aktualisieren. Der angeblich „schnelle und unkomplizierte“ Vorgang sei nötig, um weiterhin „alle wichtigen Informationen zuverlässig“ von der DKB zu erhalten, heißt es in den gefälschten Nachrichten. Doch dahinter steckt eine raffinierte Betrugsmasche.
So können Sie die Betrugsmasche an DKB-Kunden erkennen
Experten warnen vor mehreren verdächtigen Merkmalen: Die E-Mails enthalten keine persönliche Anrede und beginnen stattdessen mit „Sehr geehrter Kundin, sehr geehrter Kunde“. Zudem fehlt das offizielle DKB-Logo komplett, wie die Verbraucherzentrale berichtet.
Auch die Absenderadresse entlarvt die Betrüger: Sie weicht deutlich von den echten E-Mail-Adressen der Bank ab. Die DKB selbst bestätigt, dass sie niemals Zugangsdaten, PIN oder TAN per E-Mail, SMS oder Telefon abfragt. Verbraucherschützer raten dringend: Verschieben Sie verdächtige E-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner. Klicken Sie niemals auf Links in solchen Nachrichten und geben Sie keine sensiblen Daten preis. Auch eine andere Betrugs-Mail sollte nie geöffnet werden – sie stammt angeblich von Disney+.
Bei Verdacht auf Phishing sollten vermeintliche Opfer Hilfe aufsuchen
Wer unsicher ist, sollte direkt die offizielle DKB-App oder Website aufrufen und dort prüfen, ob tatsächlich eine Datenaktualisierung erforderlich ist. Echte Banken fordern solche Informationen ausschließlich über sichere, offizielle Kanäle an. Bei Verdacht auf Phishing können Betroffene die E-Mail als Anhang an phishingverdacht@dkb.de weiterleiten. Wer bereits auf den Link geklickt oder Daten eingegeben hat, sollte sofort sein Konto sperren lassen und die Bank kontaktieren. Bereits die Sparkasse hatte in der Vergangenheit vor gefälschten E-Mails gewarnt. (Quellen: Verbraucherzentrale, DKB) (rd)
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Haben Sie Fehler entdeckt? Schreiben Sie direkt an unsere Autorin/unseren Autor.