Neue Pflichten 2026: Diese Änderungen müssen Millionen Autofahrer jetzt umsetzen

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2026 bringt Millionen Autofahrern neue Pflichten: Führerschein-Umtausch bis Januar, teureres Tanken und neue Sicherheitstechnik in Neuwagen werden Realität.

München – Das neue Jahr bringt eine Flut von Änderungen für deutsche Autofahrer. Wer seinen Führerschein zwischen 1999 und 2001 erhalten hat, muss bis zum 19. Januar 2026 zum Amt – sonst droht ein Bußgeld. Gleichzeitig steigen die Spritpreise erneut, während neue Sicherheitstechnik in Autos zur Pflicht wird.

Straßenverkehr in Berlin
Für Autofahrer gelten ab 2026 neue Regeln. Die sollen auch dem Schutz von Fußgängern und Radfahrern dienen. © Sebastian Gollnow/dpa

Millionen Deutsche müssen ihren alten Führerschein gegen das neue EU-Format tauschen. Wer zwischen 1999 und 2001 seinen Kartenführerschein erhalten hat, muss bis zum 19. Januar 2026 handeln, berichtet der ADAC. Eine Ausnahme gibt es nur für Senioren: Wer vor 1953 geboren wurde, hat noch bis 2033 Zeit. Parallel dazu führt Deutschland bereits Ende 2026 den digitalen Führerschein ein – vier Jahre vor dem EU-weiten Start. Laut dem TÜV Nord plant das Bundesverkehrsministerium außerdem eine Reform der Fahrausbildung, um die Kosten zu senken.

Assistenzsysteme werden Pflicht: Diese Änderungen kommen 2026 auf Autofahrer zu

Der CO₂-Preis steigt 2026 weiter an und macht Benzin und Diesel teurer. Ab kommendem Jahr wird der Preis nicht mehr nur politisch festgelegt, sondern zunehmend über den Markt bestimmt, berichtet Auto Motor Sport. Als kleine Entlastung erhöht sich die Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer.

Ab 1. Januar 2026 müssen neu entwickelte Fahrzeuge mit dem Next-Generation-eCall ausgestattet sein, schreibt der TÜV. Das System nutzt moderne 4G- und 5G-Netze und übermittelt im Notfall zusätzliche Fahrzeugdaten. Ab Januar 2027 dürfen dann keine Neuwagen mehr ohne diese Technik zugelassen werden.

Noch mehr Sicherheitstechnik folgt laut dem ADAC am 7. Juli 2026. Dann sind nach Angaben auf der Website des Automobilclubs für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge diese Assistenzsysteme verbindlich vorgeschrieben:

  • Notbremsassistenzsystem zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern (advanced emergency braking system): Es erkennt eine Gefahrensituation selbstständig und kann das Abbremsen des Fahrzeugs veranlassen. So sollen Zusammenstöße verhindert oder abgemildert werden. 
  • Warnsystem bei nachlassender Konzentration des Fahrers (advanced driver distraction warning): Löst aus, wenn der Fahrer abgelenkt ist.
  • Erweiterter Kopfaufschlagschutzbereich bzw. Fußgängerschutz (enlarged head impact zone): Fahrzeuge müssen zum Schutz von Fußgängern in ihrer Bauweise einen erweiterten Kopfaufprallschutzbereich haben. 

Zahlreiche Änderungen für Autofahrer – diese Rechte kommen 2026

Ab Dezember 2026 haften Hersteller auch für Software-Fehler in Fahrzeugen, berichtet Auto Motor Sport. Die neue Produkthaftungsregelung gilt auch für Assistenzsysteme und künstliche Intelligenz. Für Geschädigte wird die Beweisführung erleichtert, da Gerichte Hersteller zur Offenlegung interner Daten verpflichten können.

Auch E-Auto-Besitzer profitieren: Die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos wird um fünf Jahre bis 2035 verlängert. Ein 2026 zugelassenes E-Auto wäre damit fast zehn Jahre steuerfrei unterwegs. (Quellen: ADAC, TÜV Nord, Auto Motor Sport) (kiba)

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/neue-pflichten-2026-diese-aenderungen-muessen-millionen-autofahrer-jetzt-umsetzen-94105969.html