Termin steht fest: Mautänderung für Kroatien-Urlauber – jeder soll es sofort spüren

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Autofahrer in Kroatien müssen sich umstellen: Die elektronische Maut gilt künftig auf allen Autobahnen – bequem, digital, aber mit neuen Regeln für alle.

München – Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Reisezielen für Autofahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ob Sommerurlaub an der Adriaküste oder Kurztrip in den Süden – viele Reisende kommen mit dem eigenen Auto. Wer die kroatischen Autobahnen nutzt, kennt jedoch die teils langen Wartezeiten an Mautstationen, vor allem in der Hauptsaison.

Stau an kroatischer Mautstelle.
Elektronische Maut in Kroatien startet bald – worauf sich Autofahrer einstellen müssen © Goran Stanzl/ Pixsell/ Imago

Genau hier setzt nun eine tiefgreifende Reform an: Das Land stellt sein gesamtes Mautsystem um. Wie kroatien-nachrichten.de berichtet, soll die klassische Bezahlung schrittweise verschwinden. Stattdessen setzt Kroatien künftig auf eine vollständig elektronische Mauterhebung. Beim traditionellen System erhält jeder Autofahrer ein Ticket – bei Verlust drohen erhebliche Nachzahlungen oder Vertragsstrafen.

Elektronische Maut ab März 2027: Kroatien modernisiert das System

Die kroatische Regierung hat den offiziellen Starttermin für die elektronische Maut festgelegt: Ab dem 1. März 2027 soll das neue System landesweit auf allen Autobahnen gelten, wodurch die bisherigen Mautstationen überflüssig werden. Ziel der Umstellung ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern und Staus –besonders in der Ferienzeit – spürbar zu reduzieren.

Die staatliche Autobahngesellschaft HAC rechnet damit, dass sich die Kapazität an den Zufahrten von derzeit rund 300 auf bis zu 3000 Fahrzeuge pro Stunde erhöhen wird. HAC-Präsident Boris Huzjan erklärt gegenüber kroatischen Medien: „Es handelt sich um ein vollständig digitales, kontaktloses System. Nutzer können die Autobahn ohne Verlangsamung oder Anhalten nutzen“.

Während einer Übergangsphase bleiben einige Mautstellen an den Autobahnauffahrten zwar bestehen, sind jedoch unbesetzt und ohne Schranken. Wie Croatia Week berichtet, hat die Installation von Mautportalen und Kameras auf der Autobahn A3 bereits begonnen. Insgesamt sind 212 Portale im gesamten Netz geplant, das von der staatlichen Gesellschaft Hrvatske Autoceste sowie privaten Konzessionären betrieben wird. Derweil überschreitet die Österreich-Vignette erstmals die 100-Euro-Grenze.

So funktioniert die neue elektronische Maut in Kroatien

Das neue Mautsystem in Kroatien setzt auf moderne Technik und ermöglicht es Fahrzeugen, die Autobahn ohne Halt zu passieren – selbst bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Grundlagen bilden elektronische Tags (ENC) im Fahrzeug sowie eine automatische Kennzeichenerkennung mittels Kameras. Leichte Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen müssen lediglich ihr Kennzeichen und eine gültige Zahlungsmethode registrieren. Schwere Fahrzeuge nutzen zusätzlich ENC-Geräte, die die Abrechnung automatisch erfassen. Die Bezahlung erfolgt vollständig digital, ein manuelles Anhalten an Mautstellen ist nicht mehr nötig.

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Registrieren können sich Fahrer über die nationale Online-Plattform, die mobile App, weitere digitale Dienste, Fast-Track-Einfahrtsspuren oder direkt bei den Büros der Autobahnbetreiber und autorisierten Drittanbietern. So ist sichergestellt, dass alle Nutzer – vom gelegentlichen Urlauber bis zum Vielfahrer – unkompliziert am elektronischen Mautsystem teilnehmen können. Aber nicht nur Autofahrer sind von Änderungen betroffen: Kroatien verschärft Vorschriften, die viele Urlauber betreffen.

Registrierungspflicht für Autofahrer: So nutzen Urlauber die elektronische Maut

Für Kroatien-Urlauber ist eines besonders wichtig: Ohne Registrierung funktioniert das neue Mautsystem nicht. Laut Total Croatia News müssen Autofahrer ihr Fahrzeug vorab anmelden. Die Mautgebühren werden dann automatisch vom hinterlegten Zahlungsmittel abgebucht – Bargeldzahlungen entfallen vollständig.

Für Vielfahrer und Urlauber bedeutet das zwar mehr Komfort, gleichzeitig entstehen neue Pflichten. Wer das System nicht nutzt oder die Registrierung fehlerhaft vornimmt, riskiert Bußgelder. Besonders wichtig ist dies für Reisende, die nur einmal im Jahr nach Kroatien fahren: Sie sollten die Anmeldung rechtzeitig vor der Abfahrt online erledigen, um Probleme vor Ort zu vermeiden. Studien zeigen indes, dass für viele Kroaten ein Sommerurlaub an der eigenen Küste aufgrund stark gestiegener Preise kaum noch bezahlbar ist. (Quellen: kroatien-nachrichten.de, Croatia Week, Total Croatia News) (vw)

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/termin-steht-fest-mautaenderung-fuer-kroatien-urlauber-jeder-soll-es-sofort-spueren-94105341.html