Deutsches Wintersport-Ass aus Oberbayern feiert nächsten Sieg nach Comeback – Olympia-Träume wachsen

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Nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause feiert Ramona Hofmeister in Bansko einen weiteren, beeindruckenden Sieg.

Bansko – Ramona Hofmeister hat es wieder getan. Nach einer dreieinhalbmonatigen Verletzungspause kehrte die Ausnahmeathletin mit einem Paukenschlag zurück und sicherte sich beim Parallel-Riesenslalom in Bansko, Bulgarien, ihren zweiten Sieg im dritten Rennen. Im Finale bezwang sie die Polin Aleksandra Krol-Walas mit einem Vorsprung von 0,59 Sekunden – ein Ergebnis, das große Medaillenhoffnungen für die kommenden Olympischen Winterspiele schürt.

16.03.25, Snowboard, Weltcup, Saison 2024/2025, Parallel Slalom Team
Ramona Hofmeister gewinnt erneut. © IMAGO/Gabor Baumgarten

Der Weg zurück an die Spitze war für Hofmeister alles andere als einfach. Bei einem Trainingsunfall in Zermatt erlitt sie eine Fraktur des Sprunggelenks und einen Riss des Außenbandes – eine Verletzung, die normalerweise eine lange Rehabilitationszeit erfordert. Doch Hofmeister ließ sich nicht entmutigen.

Hofmeister schürt Olympia-Hoffnungen weiter an

„Es fühlt sich fantastisch an“, sagte sie nach ihrem Sieg. „Es war ein harter Tag und von Anfang an sehr schwierig. Ich bin wieder zurück ganz oben, ich bin wirklich glücklich.“ Mit ihrer positiven Einstellung und Entschlossenheit gelang es ihr, schneller als erwartet auf das Snowboard zurückzukehren.

Hofmeisters beeindruckende Karriere wird durch vier Gesamtweltcup-Siege und eine Bronzemedaille bei den Winterspielen 2018 gekrönt. Trotz der Rückschläge hat sie nichts von ihrem Kampfgeist verloren. „Ich bin mit Gelassenheit und ziemlich locker in das Rennen reingegangen“, erklärte Hofmeister. „Natürlich wollte ich nicht einfach nur mitfahren. Es war vielleicht auch das Erfolgsrezept, dass ich mich nicht so unter Druck gesetzt habe.“

Auch bei den männlichen Snowboardern gab es Grund zur Freude. Yannik Angenend überraschte mit einem vierten Platz in Bansko und erfüllte damit ebenfalls die Olympianorm. Nach einem Sieg gegen den Italiener Edwin Coratti und einem knappen Viertelfinalerfolg gegen den Österreicher Christoph Karner zeigte Angenend, dass auch er ein ernstzunehmender Kandidat für die kommenden Winterspiele ist.

Die nächsten Wochen bieten den Athleten weitere Gelegenheiten, sich auf die Winterspiele vorzubereiten. Wettkämpfe in Simonhöhe und Rogla stehen noch auf dem Programm, bevor es im Februar in Livigno um olympisches Edelmetall geht. „Für mich war der Weg nicht vorbei, sondern es war eher ein Umweg“, betonte Hofmeister, die ihre olympischen Ziele stets im Blick behält. (hbr)