Bayerischer Wintersport-Star erfüllt sich nach Märchen-Comeback ihren Olympia-Traum

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Nur dreieinhalb Monate nach ihrem Sturz feiert ein Wintersport-Star ein beeindruckendes Comeback im Weltcup und rückt damit ihrem Olympia-Traum näher.

Scuol – Nach einer langen und schwierigen Zeit kehrt Ramona Hofmeister mit einem starken Ergebnis in den Snowboard-Weltcup zurück und bringt sich damit eindrucksvoll in Stellung für die Olympischen Winterspiele 2026. Die 29-jährige Sportlerin aus Bayern, viermalige Gesamtweltcupsiegerin und eine der erfolgreichsten deutschen Snowboarderinnen, startete in Scuol (Schweiz) beim Parallel-Riesenslalom und erzielte gleich bei ihrem Comeback ein überraschendes Spitzenergebnis.

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Ramona Hofmeister kehrt nach dreieinhalbmonatiger Verletzungspause zurück in den Weltcup und rückt mit ihrem starken Comeback näher an ihren Olympia-Traum für 2026. © IMAGO/Gabor Baumgarten

Ende September hat sich Hofmeister bei einem Trainingssturz in Zermatt eine schwere Sprunggelenksfraktur zugezogen. Drei Monate und mehr Rehabilitation später stand sie wieder im Weltcup-Startfeld – und zeigte trotz der langen Zwangspause, dass ihr sportlicher Kern noch intakt ist. Ihr starker Auftritt in Scuol unterstreicht ihre große Leistungsfähigkeit und entfachte neue Hoffnung auf eine dritte Olympia-Teilnahme nach Pyeongchang 2018 und Peking 2022.

Märchen-Comeback mit Blick auf Olympia-Traum

Gerade in einer Phase, in der viele Konkurrentinnen auf Schnee Monate mehr an Trainingszeit hatten, ist Hofmeisters Performance bemerkenswert. Neben der physischen Genesung war vor allem die mentale Herausforderung groß: Der Wiedereinstieg nach einer so schweren Verletzung setzt nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Vertrauen in den eigenen Körper voraus. Dass sie direkt auf hohem Niveau mithält, zeigt, wie weit ihre Vorbereitung trotz Zeitverlust bereits fortgeschritten ist. 

Mit ihrem Sieg in Scuol hat Hofmeister die sportlichen Qualifikationskriterien für die Olympischen Winterspiele bereits erfüllt. Das erfolgreiche Comeback sicherte ihr frühzeitig das Ticket für Mailand und Cortina d’Ampezzo und nahm spürbaren Druck aus den kommenden Weltcup-Rennen. Die Stationen in Bad Gastein und Bansko dienen nun vor allem dazu, weiter Rennpraxis zu sammeln.

Das Traum-Comeback von Hofmeister ist ein Beispiel dafür, wie Athletinnen sich nach schweren Rückschlägen nicht nur zurückkämpfen, sondern auch wieder an frühere Erfolge anschließen können. In wenigen Wochen werden alle Augen nach Mailand und Cortina d’Ampezzo gerichtet sein und Hofmeister wird als eine der deutschen Hoffnungsträgerinnen im Snowboard gelten. (mah)