Keine Transfers? Jakob sieht große Chancen für 1860 München

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Der TSV 1860 München verzichtet vorerst auf Transfers, während Gegner wie Essen aufrüsten. Für Löwen-Profi Kilian Jakob nicht unbedingt ein Nachteil.

München – Die Personalnot bei 1860 München scheint dramatisch: Gleich elf Löwen-Profis fehlten beim letzten öffentlichen Training vor dem Drittliga-Restart gegen Rot-Weiss Essen. Acht Spieler fehlen sicher, zudem gibt es etliche Fragezeichen. Von außen fordern Fans und Beobachter Verstärkungen: einen Stürmer, einen kreativen Mittelfeldspieler oder überhaupt jemanden. Denn: Die Konkurrenz in der 3. Liga hat mächtig aufgerüstet.

Schienenspieler Kilian Jakob überzeugte zuletzt gegen den SC Verl auch auf ungewohnter Position in der Dreierkette.
Schienenspieler Kilian Jakob überzeugte zuletzt gegen den SC Verl auch auf ungewohnter Position in der Dreierkette. © kolbert-press/Ulrich Gamel/Imago

Kilian Jakob sieht das anders. Der Löwen-Rückkehrer, in der Hinrunde verletzt ausgebremst, kann getrost als interner Neuzugang betrachtet werden und sieht im Transferverzicht kein Problem. Vielmehr wittert er Chancen. In zweierlei Hinsicht.

Trotz langer Verletztenliste: Kilian Jakob bleibt zuversichtlich

„Mit unserer Mannschaft können wir auf Ausfälle reagieren. Das haben wir auch in der Hinrunde gezeigt. So besteht die Möglichkeit, dass sich die Jungs aus der zweiten Reihe aufdrängen können“, sagte Jakob im tz-Interview. „Ich freue mich auch immer, wenn ein junger Spieler seine Chance bekommt. Aber natürlich tut die fehlende Qualität weh.“

Auf der Ausfallliste der Löwen stehen auch zahlreiche Führungsspieler wie Jesper Verlaat oder Thore Jacobsen. Und plötzlich stehen zunehmend Junglöwen im Fokus: ob Clemens Lippmann, Samuel Althaus, Noah Klose oder Damjan Dordan. Die Liste interessanter Talente ist lang. Hierarchisch könnte Jakob eine wichtige Rolle zukommen. Als Bindeglied zwischen den Routiniers und Jungspunden.

„Ich sehe mich immer ein bisschen jünger, als ich eigentlich bin“, sagt Jakob zu seiner Rolle. „Im Ernst: Ich versuche schon, die jungen Spieler viel mit einzubinden, ihnen Tipps zu geben. Weil ich eben auch viele negative Erfahrungen in diesem Geschäft gemacht habe. Deshalb sehe ich meine Rolle irgendwo in der Mitte. Jeder weiß, was er an mir hat. Aber ich bin keiner, der ständig laut wird.“

Und Jakob wittert einen weiteren Vorteil bei einem Verzicht auf Transfers. Dass 1860-Auftaktgegner Rot-Weiss Essen mit Tim Bünding (Borussia Dortmund II) und Danny Schmidt (Fortuna Düsseldorf) gleich zwei neue Spieler geholt hat, weiß Jakob.

Dennoch: „Das wird ein schweres Spiel. Aber gut, in dieser Liga ist jedes Spiel unangenehm. Der Gegner hat sich verstärkt, ob das immer von Vorteil ist, weiß ich nicht. Die Neuzugänge müssen erst einmal ankommen“, so Jakob. „Wir saßen im Trainingslager als Team zusammen und haben uns eingeschworen. Wir müssen an uns glauben, die Fans mitnehmen. Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir können, haben wir in jedem Spiel die Chance auf den Sieg.“

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