1860-Rückkehrer Kilian Jakob mit Ansage: „Ich will hier angreifen!“

  1. Startseite
  2. Sport
  3. TSV 1860

Kommentare

Kilian Jakob ist bereit für die Rückrunde beim TSV 1860 München. Im Interview spricht er über seine Leidenszeit und das enge Aufstiegsrennen der 3. Liga.

München – Winter-Transfers gibt es beim TSV 1860 weiterhin nicht zu vermelden. Und dennoch: Kilian Jakob kann getrost als Neuzugang bezeichnet werden. Der 27-Jährige kehrte im Sommer zu seinem Jugendclub zurück, kam jedoch verletzungsbedingt nur auf 105 Minuten in der Hinrunde der 3. Liga. Im tz-Interview vor dem Rückrundenstart gegen Rot-Weiss Essen (Samstag, 14 Uhr) spricht Jakob unter anderem über seine Leidenszeit und das enge Aufstiegsrennen in der 3. Liga.

Ausgebremst in der Hinrunde: Kilian Jakob kam in der 3. Liga nur auf fünf Einsätze in der Hinrunde.
Ausgebremst in der Hinrunde: Kilian Jakob kam in der 3. Liga nur auf fünf Einsätze in der Hinrunde. © IMAGO/nordphoto GmbH / Hafner

Herr Jakob, machen Sie den Löwenfans in diesen harten Zeiten mit vielen Verletzten mal etwas Mut: Wie geht es Ihnen gesundheitlich?

Bei mir ist alles gut, ich bin ohne Verletzungen durch das Trainingslager gekommen. Es war wichtig für mich, in meinen Rhythmus zu kommen. Ich will hier im neuen Jahr angreifen.

Trainingslager beim TSV 1860 München? Jakob: „Das ist eine geile Zeit“

Inwieweit ist das fast schon dramatische Verletzungspech ein Thema in der Mannschaft?

Verletzungen kommen im Profisport vor. Mit unserer Mannschaft können wir auf Ausfälle reagieren. Das haben wir auch in der Hinrunde gezeigt. Aber natürlich tut die fehlende Qualität weh. Auch im Training, da werden wir gefühlt immer weniger Spieler.

Wie wichtig war die eine Woche Trainingslager in der Türkei, auch in Sachen Teamgeist?

Das ist eine geile Zeit, wenn man die Jungs 24/7 sieht. Das ganze Team rückt enger zusammen. Wir hatten in Belek Top-Bedingungen – besser als hier in München bei minus 10 Grad.

Kurz vor Weihnachten haben Sie gegen Verl (0:2) Ihr Startelf-Debüt in dieser Saison gegeben – auf der ungewohnten Innenverteidiger-Position…

Ich habe diese Position zuvor nur mal in Testpartien gespielt. Aber ich habe dem Coach davor gesagt, dass ich mir das zutraue. Grundsätzlich sehe ich mich aber eher auch an Offensivaktionen beteiligt, was als Innenverteidiger jetzt nicht ganz so einfach ist. Auf der linken Schiene kommen meine Stärken – wie meine Flanken beispielsweise – besser zum Vorschein.

Endlich verletzungsfrei: 1860-Linksaußen Kilian Jakob (li.) geht angriffslustig in die Rückrunde.
Endlich verletzungsfrei: 1860-Linksaußen Kilian Jakob (li.) geht angriffslustig in die Rückrunde. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner

Sie weckten große Erwartungen im Sommer bei den Fans, kamen verletzungsbedingt allerdings bisher kaum zum Zug…

Leider kenne ich solche Situationen bereits. Das tut weh. Während der Verletzung habe ich an meinen Schwächen gearbeitet. Als ich auf den Platz zurückgekommen bin, konnte ich meinen linken Fuß nicht zu sehr belasten. Deshalb habe ich zu dieser Zeit hart an meinem rechten Fuß gearbeitet – und mich deutlich verbessert.

Welche Rolle haben Sie mit Ihrer Erfahrung im Team eingenommen?

Ich sehe mich immer ein bisschen jünger, als ich eigentlich bin (lacht). Ich versuche schon, die jungen Spieler mit einzubinden, ihnen Tipps zu geben. Deshalb sehe ich meine Rolle in der Mitte. Jeder weiß, was er an mir hat. Aber ich bin keiner, der ständig laut wird.

„Der Gegner hat sich verstärkt, ob das immer von Vorteil ist, weiß ich nicht. Die Neuzugänge müssen erst einmal ankommen. Wir saßen im Trainingslager als Team zusammen und haben uns eingeschworen.“

Blicken wir nach vorne: 1860 ist mittendrin im Aufstiegsrennen der 3. Liga, vier Zähler trennen die Löwen vom Relegationsrang…

Wir sollten uns darüber bewusst sein, was wir können. Vor dem Verl-Spiel haben wir vier Partien in Folge gewonnen. In dieser Liga zählt die Konstanz. Noch bleiben 19 Spiele übrig. Wir müssen Negativ-Phasen verhindern, auch wenn man in dieser Liga immer mal wieder ein Spiel verlieren wird. Die fehlende Diskrepanz unter den Teams macht diese Liga so interessant.

Am Samstag geht`s krachend los, Rot-Weiss Essen kommt zum Spitzenspiel nach Giesing…

Das wird ein schweres Spiel. Aber gut, in dieser Liga ist jedes Spiel unangenehm (lacht). Der Gegner hat sich verstärkt, ob das immer von Vorteil ist, weiß ich nicht. Die Neuzugänge müssen erst einmal ankommen. Wir saßen im Trainingslager als Team zusammen und haben uns eingeschworen. Wir müssen an uns glauben, die Fans mitnehmen. Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir können, haben wir in jedem Spiel die Chance auf den Sieg.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/sport/tsv-1860/kilian-jakob-tsv-1860-muenchen-interview-spieler-fussball-3-liga-94123004.html