Wende im Mordfall Fabian: Staatsanwaltschaft überrascht mit Ankündigung

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Der Mord an Fabian (8) aus Güstrow erschüttert. Nun scheinen sich die Hinweise gegen die Verdächtige zu verdichten. Die Beschuldigte bleibt in U-Haft.

Güstrow – Die Trauer um den achtjährigen Fabian aus Güstrow ist noch immer groß. Seit seinem Verschwinden am 10. Oktober und dem Fund seiner verbrannten Leiche vier Tage später suchen Ermittler nach Antworten. Jetzt gibt es eine überraschende Wendung: Die Ermittlungen könnten schneller abgeschlossen werden als erwartet.

Trauer um Fabian aus Güstrow
Der Mordfall Fabian aus Güstrow erschüttert. Seine Mutter meldet sich mit einer emotionalen Botschaft zu Wort (Montage). © Montage/imago/Polizei

Wie Oberstaatsanwalt Harald Nowack dem Münchner Merkur von Ippen.Media bestätigte, könnten die Ermittlungen bereits bis Mitte Februar abgeschlossen sein. Noch im Dezember waren die Ermittler von einem Abschluss frühestens im März 2026 ausgegangen.

Hinweise im Fall Fabian verdichten sich offenbar: Ermittlungen könnten schneller beendet werden

Die Hinweise gegen die Beschuldigte scheinen sich offenbar zu verdichten. Genauere Details wollte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht preisgeben. Gegen die in Untersuchungshaft sitzende Verdächtige bestehe jedoch weiterhin ein dringender Tatverdacht. Dabei soll es sich wohl um die Ex-Freundin von Fabians Vater handeln, die Staatsanwaltschaft bestätigte die Identität bisher aber nicht.

Der achtjährige Fabian war am 10. Oktober aus Güstrow verschwunden. Seine verbrannte Leiche wurde vier Tage später am Ufer eines Tümpels südlich von Güstrow entdeckt. Nach früherer Aussage ihres Anwalts hat die tatverdächtige Frau die Tat als Zeugin abgestritten und sich als Beschuldigte nicht zur Sache geäußert.

Medienberichten zufolge soll es sich um die Ex-Freundin von Fabians Vater handeln. Diese Ex-Freundin hatte sich Wochen zuvor bereits zu Wort gemeldet und bei RTL bestätigt, selbst die Leiche des Kindes gefunden zu haben. Ermittler hatten lediglich von einer Spaziergängerin gesprochen. Für die Familie von Fabian war die Ex-Freundin schon früh in den Fokus gerückt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Mordfall Fabian: Verdächtige bleibt in U-Haft

Ein Antrag auf Entlassung der Verdächtigen sei nicht mehr gestellt worden, sagte Nowack unserer Redaktion. Das sei vorerst auch nicht geplant, bestätigte Verteidiger Andreas Ohm bei t-online. Ohm hatte bereits Anfang Dezember einen Haftprüfungstermin für die Beschuldigte beantragt. Das Amtsgericht Rostock hatte die Haftentlassung abgelehnt. Auch eine Beschwerde wurde später abgewiesen.

Um in Untersuchungshaft zu bleiben, muss in Deutschland ein dringender Tatverdacht vorliegen, informiert Justiz NRW. Nach sechs Monaten muss das Oberlandesgericht prüfen, ob die weitere Dauer gerechtfertigt ist. Bleibt der Haftbefehl aufrecht, wird nach höchstens drei Monaten erneut die Haft geprüft. Die Tatverdächtige im Fall Fabian sitzt seit dem 6. November in U-Haft.

Ob es Mitte Februar zur Mordanklage gegen die Beschuldigte kommt, bleibt abzuwarten. Noch gibt es viele Fragen im Fall Fabian. Wie Oberstaatsanwalt Nowack bei t-online bestätigte, gibt es bislang keine Spur von der Tatwaffe, mit der der Junge getötet wurde. (Quellen: dpa, eigene Recherche, t-online, Justiz, NRW) (kas/mke)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/deutschland/wende-im-mordfall-fabian-staatsanwaltschaft-ueberrascht-mit-ankuendigung-zr-94124219.html