Neue Regeln für Autofahrer in deutschen Nachbarländern: Das müssen Reisende ab 2026 beachten

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2026 bringt ungewohnte Vorgaben auf den Straßen vieler Länder. Einige Maßnahmen greifen tief in den Reisealltag ein und könnten für Urlauber teuer werden.

Wer mit dem Auto in die Nachbarländer fährt, kennt die kleinen Unterschiede auf den Straßen. Mal ist es ein anders gestaltetes Schild, mal eine Mautstation, die man vorher nicht kannte. Im nächsten Jahr kommen neue Vorgaben hinzu, die es Pendlern oder Urlaubern leichter machen sollen, aber im Alltag auch Stolperfallen sein können. Reisende sollten vorbereitet sein, denn die neuen Vorgaben betreffen ganz unterschiedliche Bereiche und berühren den Alltag weit stärker, als es zunächst scheint.

Die Tauernautobahn ist seit Jahren eine Staufalle. Daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern.
Neue Technik, neue Kontrollen – so verändern Nachbarländer 2026 den Alltag auf der Straße. (Symbolbild) © IMAGO/Daniel Scharinger

Der ADAC listet mehrere Änderungen auf, die ab 2026 gelten sollen. Sie reichen von Kameras an Ortsgrenzen bis zu neuen digitalen Abläufen. Für viele Reisende heißt das: Neues lernen, Ärger vermeiden und sich nicht von unscheinbaren Details überraschen lassen. Hier die betroffenen Länder im kurzen Überblick:

  • Österreich: Neue Kamerakontrollen an gesperrten Zufahrten ab Oktober 2026; die Klebevignette läuft aus, ab 2027 nur noch digitale Varianten.
  • Spanien: Fahrzeuge benötigen ab 2026 die V16‑Warnleuchte, die Pannen automatisch meldet; Touristen dürfen weiter das Warndreieck nutzen.
  • Frankreich: Maut auf den Autobahnen A79, A4 und A13/14 wird per Kennzeichenerkennung erfasst; extreme Tempoverstöße ab 50 km/h gelten als Straftat mit hohen Strafen.

Ab 2026 ändern mehrere EU-Nachbarländer wichtige Auto‑Vorgaben

In Österreich dürfen Gemeinden ab 1. Oktober 2026 Kameras einsetzen, um Zufahrten zu kontrollieren. Wer ohne Berechtigung in gesperrte Bereiche fährt, muss zahlen. Diese Idee stammt aus Tirol und wurde auch im Berchtesgadener Land getestet. Außerdem endet die Klebevignette. 2026 ist das letzte Jahr, in dem sie noch gilt. Ab 2027 läuft alles digital über die ASFINAG-Seite. Viele sind ohnehin schon umgestiegen, doch spontan an der Tankstelle kann man sich dann leider keine Vignette mehr holen.

Spanien setzt ab 2026 auf die V16-Warnleuchte. Sie gehört bei Pannen aufs Autodach und sendet per SIM die Position des Wagens. Laut Berichten der Mallorca-Zeitung gab es bereits Fälle, in denen Kriminelle solche Daten abgegriffen haben. Touristen müssen die Leuchte nicht mitführen. Für sie reicht weiterhin das Warndreieck. Die Leuchte wirkt wie ein kleines Drehlicht, nur in Gelb, und soll Einsatzkräfte schneller informieren.

In Frankreich wird die Maut auf einigen Strecken nun digital erfasst. Auf A79, A4 und A13/14 übernimmt eine Kennzeichenerkennung die Berechnung. Bezahlt wird online, binnen 72 Stunden. Terminals vor Ort bleiben eine Option, doch nicht alle Maestro-Karten funktionieren dort zuverlässig. Gleichzeitig zieht Frankreich bei Tempoverstößen die Zügel an. Seit Dezember 2025 gilt eine Überschreitung ab 50 km/h als Straftat. Die möglichen Folgen sind hoch: bis zu 3.750 Euro, drei Monate Haft und der Entzug des Führerscheins.

Vorsicht vor Maut-Betrug

Derzeit kursieren in Frankreich gefälschte Mautforderungen per SMS und E‑Mail. Sie wirken seriös, stammen aber nicht von offiziellen Betreibern. Echte Mitteilungen kommen nur von geprüften Absendern wie @ulys.com oder @vinci-autoroutes.com und enthalten keine direkten Zahlungslinks. Bei Unsicherheit sollte der Betreiber direkt kontaktiert werden. Wer versehentlich Daten weitergegeben hat, sollte sofort die Bank informieren.

Europas Straßen verändern sich spürbar, und vieles wirkt erst auf den zweiten Blick wichtig. Einige Vorgaben erleichtern das Reisen, andere verlangen etwas Vorbereitung. Wer früh nachliest, was im jeweiligen Land gilt, verhindert Stress und unnötige Kosten. Und manchmal sorgt nicht eine neue Regel für Verwirrung, sondern schon ein scheinbar klares Schild. Das zeigt ein aktueller Fall, in dem sich ein Fahrer fragte: „Welche Geschwindigkeit gilt hier?“

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/wichtige-aenderungen-2026-fuer-autofahrer-in-europa-und-den-usa-94123040.html