Baerbock und Habeck verunglimpft? Großer Ärger um Gedicht in Magazin des Auswärtigen Amtes

  1. Startseite
  2. Politik

Kommentare

Ärger im Auswärtigen Amt? Ein Gedicht in einem Magazin sorgt für mächtig Wirbel. Es enthält deutliche Anspielungen auf Annalena Baerbock und Robert Habeck.

Berlin – Annalena Baerbock und Robert Habeck haben der Berliner Politik seit dem Bruch der Ampel-Koalition den Rücken gekehrt. Baerbock ist mittlerweile als Präsidentin der UN-Versammlung tätig. Habeck hat sich aus der aktiven Politik zurückgezogen – der Ex-Wirtschaftsminister ging allerdings mit einem Knall. Ihre Schatten ziehen jedoch offenbar weiter Kreise im politischen Berlin. Ein Gedicht sorgt für Wirbel. Darin kommen die beiden Grünen-Politiker nicht gut weg.

Ärger im Auswärtigen Amt: Ein Gedicht in einem Magazin enthält viele fiese Anspielungen auf Baerbock und Habeck. © dpa | Kay Nietfeld + dpa | Kay Nietfeld (Montage)

Schon die Tatsache, wo das Gedicht publiziert wurde, ist durchaus brisant. Es befindet sich ausgerechnet im ersten Heft des Jahres 2026 des Magazins „internAA“, des Mitarbeitermagazins des Auswärtigen Amtes, wie die Bild zuerst berichtete. Auch die Berliner Zeitung wies auf das Gedicht hin. Nach der Bundestagswahl 2025 war Johann Wadephul als Außenminister auf Baerbock gefolgt.

Ärger um Gedicht in Magazin des Auswärtigen Amtes – Baerbock und Habeck verunglimpft?

Das Gedicht trägt den Titel „Ken & Barbie“, wie sich einem Screenshot der zugehörigen Seite, den die Bild veröffentlichte, entnehmen lässt. Baerbock und Habeck werden zwar nicht namentlich erwähnt, massig Anspielungen lassen sich allerdings erkennen. „Heizung aus, Pullover an, selbst gestrickt, von Mann zu Mann“ etwa dürfte eine direkte Anspielung auf Habecks umstrittenes Heizungsgesetz sein, das die Regierung unter Friedrich Merz nun wieder abschafft.

Die Zeilen „Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder, hat gelacht“ sind demnach vermutlich eine Anspielung auf Baerbocks „feministische Außenpolitik“ im Kabinett unter Kanzler Olaf Scholz. Auch Hinweise auf Habecks Tätigkeit als Kinderbuch-Autor lassen sich erkennen, ebenso wie Anspielungen auf Baerbocks hohe Ausgaben für Stylisten, etwa in Zeilen wie „Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar, immer perfekt gewellt“.

„Job ergaunert“: Fiese Sätze gegen Baerbock in Magazin veröffentlicht

Auch Baerbocks neue Tätigkeit bei der UN, die sogar Nachfolger Wadephul bei einem Besuch in Staunen versetzte, wird angeschnitten. „Und sie, die Heimat verlässt, auf zum Big Apple, welch ein Fest, ein Job ergaunert, ganz elegant, das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt“, heißt es im Gedicht laut der Seite, die der Bild vorliegt, weiter.

Laut Signatur unter dem Gedicht entstand das Werk bereits im April 2025, also kurz nach der vergangenen Bundestagswahl. Gegenüber der Bild wollte sich das Auswärtige Amt nicht zu den Anspielungen äußern. Die Entscheidungen für die Inhalte des Magazins treffe die Redaktion des internAA „unabhängig“, hieß es lediglich. Für Ärger dürfte das Gedicht dennoch gesorgt haben.

Baerbock-Habeck-Gedicht löst Wirbel aus – „Uns ist ein unschöner Fehler passiert“

Darauf weist auch hin, dass das Gedicht in der digitalen Version des Magazins mittlerweile nicht mehr zu finden sein soll. Stattdessen findet sich nun wohl ein Hinweis an selbiger Stelle: „Uns ist hier ein unschöner Fehler passiert“, zitiert die Bild aus den Sätzen, die nun im Magazin anstelle des Gedichtes stehen. „An dieser Stelle stand ursprünglich ein Gedicht. Es ist erschienen, obwohl die Redaktion von internAA bereits im Juni 2025 entschieden hatte, es nicht zu veröffentlichen.“

Wer das Gedicht verfasst hat, wieso es schlussendlich doch gedruckt wurde und auch ob es Konsequenzen geben wird, war zunächst offen. Auch von Baerbock und Habeck gab es zunächst keine Reaktion. Baerbock stand indes zuletzt wegen ihres Social-Media-Auftrittes bei der UN in der Kritik. Habeck bekam jüngst gar Kritik aus seiner eigenen Partei. (Quellen: Bild, Berliner Zeitung) (han)