Österreich-Tragödie: Urlauber erfriert bei –14 Grad in Wintersport-Hotspot

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Österreich-Tragödie: Urlauber erfriert bei –14 Grad in Wintersport-Hotspot

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Von einem Ausflug in Bad Gastein kehrte ein Österreich-Urlauber nicht zurück. Die Bergrettung fand den Mann leblos am Fuß des berühmten Wasserfalls.

Bad Gastein – Für einen 57-jährigen dänischen Touristen endete der Österreich-Urlaub in Bad Gastein tragisch. Der Mann wurde am Sonntag (9. Januar) tot im Schnee gefunden – erfroren in der eisigen Winternacht.

Nach rund zwei Stunden der Suche fand die Bergrettung Bad Gastein den vermissten Urlauber leblos im Schnee. © Bergrettung Bad Gastein

Wie Ortsstellenleiter Roland Pfund von der Bergrettung Bad Gastein berichtet, wurde der 57-jährige Tourist aus Dänemark am Samstagabend um 22 Uhr das letzte Mal gesehen. Als der Mann am Sonntagmorgen nicht in seine Unterkunft zurückkehrte, schlugen seine Freunde Alarm. Gemeinsam mit der Polizei starteten sie eine intensive Suche, auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ kreiste über dem Ortsgebiet von Bad Gastein.

Vermisster Österreich-Urlauber tot an Wasserfall gefunden – „er dürfte erfroren sein“

20 Einsatzkräfte durchkämmten das schwierige Gelände rund um den berühmten Gasteiner Wasserfall. Gegen 14 Uhr machten sie dann die tragische Entdeckung: Am Rand des Bachbettes der Gasteiner Ache, vor den ersten Steilstufen des oberen Wasserfalls, fanden sie den Urlauber leblos im Schnee. „Für den Mann kam jede Hilfe zu spät“, schreibt die Bergrettung, „er dürfte erfroren sein.“ Über Nacht waren die Temperaturen in der Region auf –14 Grad gefallen. Warum der Mann zur Gasteiner Ache ging, bleibt unklar – der direkte Heimweg war das laut Polizei nicht.

Der tragische Vorfall zeigt, wie schnell die Kälte zur tödlichen Falle werden kann. Eine Unterkühlung kann bereits bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt eintreten – besonders bei nasser Kleidung und Wind. Bezirksleiter Gerhard Kremser mahnt: „Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Einsätze zeigt, wie rasch sich scheinbar harmlose Situationen zuspitzen können.“

Bergrettung in Österreich-Region am Limit

Für die Pongauer Bergrettung war dieser Sonntag besonders fordernd. Kremser erklärt: „Dieser Sonntag war für die Bergrettung im Pongau einer der einsatzreichsten Tage dieser Wintersaison.“ Insgesamt rückten die Helfer zu sieben Alarmierungen aus – darunter Lawinenabgänge in Obertauern, verletzte Variantenfahrer und festsitzende Personen im alpinen Gelände.

Beim Fall des verstorbenen Touristen handelte es sich laut Bergrettung ausdrücklich nicht um einen Wintersportunfall, sondern um einen Vorfall im Ortsgebiet, das aufgrund seiner Beschaffenheit dennoch alpines Gelände darstellt. Tragische Wintersportunfälle hatten sich in den französischen Alpen ereignet, hier starben drei Skifahrer bei Lawinenabgängen. (Verwendete Quellen: Bergrettung Salzburg) (moe)

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