Nach Lawinenabgängen in den französischen Alpen sind drei Skifahrer gestorben. Sie wurden an jeweils unterschiedlichen Orten von den Schneemassen erwischt.
La Plagne/Courchevel/Vallorcine – Traurige Nachrichten aus den Alpen. Lawinenabgänge an jeweils unterschiedlichen Orten haben gleich drei Menschenleben gekostet. Nach verschiedenen Medienberichten wurden sie am Sonntag, 11. Januar 2026, in den französischen Alpen von den extremen Schneemassen erfasst.
Im Skigebiet La Plagne sei ein ungefähr 50 Jahre alter Brite unter einer Schneelawine verschüttet worden, hieß es unter Berufung auf eine Mitteilung des Ortes. 52 Rettungskräfte, Lawinenhunde und ein Hubschrauber seien im Einsatz gewesen, doch es habe 50 Minuten gedauert, bis der Mann unter 2,5 Metern Schnee aufgefunden werden konnte. Dem Vernehmen nach konnte er aber nicht wiederbelebt werden.
Lawinenabgänge in den französischen Alpen fordern Menschopfer – drei Skifahrer tot
Im nahegelegenen Ort Courchevel, ebenfalls in den Savoyen, wurde den Berichten zufolge eine weitere Person unter einer Lawine verschüttet und am späten Vormittag tot aufgefunden. Das Skigebiet machte demnach dazu keine weiteren Angaben. Die regionale Tageszeitung Le Dauphiné libéré berichtete zudem von mehreren verletzten Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle.
Ein 32-Jähriger starb darüber hinaus in einer Lawine in Vallorcine nahe der Grenze zur Schweiz, wie Medien weiter unter Berufung auf die Gebirgs-Gendarmerie berichteten. Er sei abseits der Pisten unterwegs gewesen. Die Lawine habe ihn gegen einen Baum geschleudert. Er erlag seinen Verletzungen, hieß es. Einen Tag zuvor gab es bereits drei Todesopfer bei Lawinen in der Region.
Lawinengefahr bleibt hoch: Präfektin schlägt Alarm – Warnung auch für Tirol
Am eingangs erwähnten Sonntag gab es in den Savoyen mehrere Lawinen. Die örtliche Präfektin rief auf ihrer Facebook-Seite zu Vorsicht auf. Um 12.30 Uhr sind die Rettungsdienste bereits bei sechs Lawinenabgängen auf verschiedenen Bergmassiven im Einsatz gewesen“, teilte sie mit. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in allen Berggruppen hoch. Die Präfektin riet vom Fahren abseits der Pisten dringend ab. Vor der Gefahr von Lawinen wird immer wieder gewarnt.
Im österreichischen Bundesland Tirol wurden am Sonntag drei Menschen bei drei Lawinenabgängen verletzt, wie die Tiroler Einsatzzentrale mitteilte. Eine Frau befinde sich in kritischem Zustand, hieß es. Die Lawinengefahr im Westen Tirols und im Bundesland Vorarlberg bleibt auch zu Wochenbeginn hoch, wie es in den neuesten Lagebewertungen hieß. In den Allgäuer Alpen in Bayern und in der Schweiz wurde das Risiko von hoch auf erheblich zurückgestuft. (Quellen: dpa, Präfektur Savoyen auf Facebook, BFMTV, Le Dauphiné libéré) (han)
Erst am 2. Januar hatten Lawinenunglücke in Italien ebenso drei Menschen das Leben gekostet.