Weihnachtsmarkt in Schongau lockt mit Yuzu-Glühwein und Kusshaltestelle

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Dicht umringt von Kindern war am Samstag der Nikolaus, der auf einem goldenen Sessel Platz genommen hatte und von dort aus seine Geschenke verteilte. © Hans-Helmut Herold

Bis 21. Dezember lädt der Winterzauber auf dem Marienplatz ein. Von Yuzu-Glühwein bis zur Kusshaltestelle gibt es vieles zu entdecken.

Am Freitagabend wurde der Markt auf dem Marienplatz von Bürgermeister Falk Sluyterman, Pfarrerin Julia Steller, Stadtpfarrer Ulrich Manz und Organisator Claus Konrad feierlich eröffnet. Der Bürgermeister nannte ihn „den schönsten Weihnachtsmarkt in der Region“, die Stadtkapelle gab mit weihnachtlichen Klängen dazu den Ton an. Bei einem Bummel am Samstagabend will man die ersten Eindrücke des Vortags vertiefen.

Ist wieder der Blickfang: die Glühwein-Pyramide.
Ist wieder der Blickfang: die Glühwein-Pyramide. © Hans-Helmut Herold

Es ist ein Duftgemisch aus Glühwein, gebrannten Mandeln und natürlich würzigen Bratwürsten, das den Besucher an diesem Abend hinter dem beleuchteten Empfangstor begrüßt. Das Stimmengewirr ist nicht zu überhören. Die vielen Buden winterlich dekoriert, kleine Tannenbäumchen runden mit ihren Lichterketten das Bild ab.

Los geht‘s gleich hochprozentig. Claudia und Tim bieten ihren Yuzu-Glühwein an. Ein besonderes Getränk aus der japanischen Zitruspflanze, garantiert winterhart. Getestet von Steffi, Beurteilung: mega. Gleich daneben der Streichelzoo mit den beiden Alpakas Sami und Manolito. Bei Lena und Susi stehen die Tiere im Gatter. Im Angebot natürlich alles, was aus der Wolle der Tiere hergestellt wird.

Kindereisenbahn beliebt bei Kindern

Während die kleinen Besucher daneben mit der Kindereisenbahn ihre Runden drehen, dürfen Jungverliebte und jung Gebliebene in den nostalgischen Hörnerschlitten mit den Rentieren von Tobias Fuhrmann einsteigen. Die Fahrt durch schneebedeckte Landschaft hält dann der Fotografenmeister mit der Kamera fest. Ein einmaliges Erlebnis in der Weihnachts-Zauberwelt.

Weiter geht‘s nach „Waffelhausen“. Mit Liebe gebacken die Waffeln von Birgit und Milena. Die klassische Variante mit Puderzucker. Aber auch mit Zimt, Schokolade, Pistazien oder Eierlilör gibt es leckere Abwandlungen. „Super nachhaltig und garantiert ohne Ruß“, preist Celin ihre handgemachten Rapswachskerzen an. „Diese brennen absolut gleichmäßig ab“, ergänzt sie.

Dieter daneben hat „für a 5erl Durchanander“. Eine nicht alltägliche Besonderheit. Auf Kaffeewurzeln hat er mundgeblasene Recyclinggläser aufgesetzt. Optisch sehr dekorativ. Dazu allerlei Räucherwerke. Gleich daneben zwei bekannte Gesichter: Tanner und Sahnaz bieten ihre Baumstriezel an. Mit Zimt, Mohn oder Walnuss. Acht Minuten Backzeit, danach unbegrenzter Genuss.

Auch bei Daniela ist Nachhaltigkeit Trumpf. Sie bietet in ihrer „Häkelfehl-Bude“ Körbe, Taschen und Wohnaccessoires aus recycelter Baumwolle an. Optisch ein Hingucker. Daneben geschmacklich ein herzhafter Genuss. Martin aus Südtirol bietet Speck und Geräuchertes aus seiner Region an. Da muss man zugreifen und mitnehmen. Wer vor Ort genießen will, dem empfiehlt Martin Vinschgerle mit Raclettkäse und Schinkenspeck.

Tolle Erinnerung: ein Foto im Rentierschlitten von Tobias Fuhrmann.
Tolle Erinnerung: ein Foto im Rentierschlitten. © Hans-Helmut Herold

In Lini´s Laden hat an diesem Abend der Glühwein-Secco Hochkonjunktur. Das kann mit der legendären Feuerzangenbowle noch gesteigert werden. Hohe, helle Töne durchdringen plötzlich den Markt. Anna, Korbinian und Kilian erlernen bei Martin Holl von der Firma Breidenbach das Schmiedehandwerk und haben am Marienplatz ihre mobile Schmiede samt urigem Blasebalg eingerichtet. Man kann hier hautnah beobachten, wie aus Kupfer- und Messingplatten kleine Schalen für Plätzchen geschmiedet werden.

Backschinken mit frischem Kren, Feuerli oder Brühpolnischen gibt‘s am Stand der Metzgerei Boneberger, daneben schenkt das Team vom Lions-Club Glühwein aus und verkauft Crêpes, auf der Gegenseite steht eine lange Schlange vor der Bude mit den Halb-Meter-Bratwürsten vom Metzger Filser – auch in diesem Jahr wieder ein Volltreffer. Die Staufer-Grundschule beteiligt sich mit selbstgebackenen Plätzchen, ein schönes Mitbringsel für den guten Zweck.

Nach der Stärkung des Magens wird‘s gefühlvoll. Erstmals ist am Rande eine „Kusshaltestelle“ für Verliebte eingerichtet. Charlotte und Markus aus Kaufering lassen sich nicht zweimal bitten, natürlich unter dem großen Mistelzweig. Am Samstag gibt sich auch der Nikolaus die Ehre. Mit großen Augen stehen die Kinder vor dem goldenen Sessel an der Bühne an und bekommen ihre Geschenke.

Schließlich als Zentrum der Brunnen, an dem der Glühwein nie versiegt, in sichtbarer Nähe der Glühweinpyramide, die in diesem Jahr wieder ein Blickfang und Treffpunkt ist – noch zwei Wochen gibt es das abwechslungsreiche Programm, bei dem für jeden was dabei ist.

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