Traumreise entpuppt sich als Albtraum: Claudia findet statt Tropenstränden nur Müllberge

Claudia Tavani hatte sich ihren zweiwöchigen Aufenthalt in Bocas del Toro in Panama ganz anders vorgestellt. Die Reisebloggerin erzählt im britischen „Daily Mirror“, dass sie wegen begeisterter Beschreibungen im Reiseführer angereist sei – dort aber eines ihrer schlimmsten Urlaubserlebnisse machen musste. Statt „wilder, abgelegener Strände“ fand sie laute Menschenmengen und Strände voller Abfall vor.

Erwartetes Paradies hat Problem mit Müll und Touristenmassen

Gegenüber dem „Daily Mirror“ berichtet sie, dass viele Strände „wie Müllhalden“ gewirkt hätten. Lediglich Red Frog Beach habe ihr gefallen. Der Rest sei stark verschmutzt gewesen. Verstärkt werde der Eindruck durch den Kontrast zu ihrer Heimat Sardinien, wo sie von Natur aus traumhafte Strände gewohnt sei. Auch die hohe Zahl respektloser Touristen habe die Situation verschärft.

Touristen hoffen auf unberührte Karibikstrände – die Realität in einigen Orten fällt jedoch anders aus.
Touristen hoffen auf unberührte Karibikstrände – die Realität in einigen Orten fällt jedoch anders aus. Getty Images

Die Probleme in Bocas del Toro seien jedoch strukturell, heißt es weiter im „Daily Mirror“. Es gebe keine regelmäßige Müllabfuhr, Bewohner entsorgen Abfälle teils im Fluss oder verbrennen sie. Claudia erzählt, dass Einheimische dem Müllwagen hinterherrennen würden, wenn er zufällig auftauche. Zudem sei das Trinkwasser unsicher, sie habe trotz Vorsicht eine Lebensmittelvergiftung bekommen. Kriminalität und Drogenhandel seien in touristischen Gebieten sichtbar.

Von politischen Unruhen bis Umweltproblemen: Warum Bocas del Toro kämpft

Nach gewaltsamen Protesten in der Region warnen Behörden vor spontanen Straßenblockaden, die selbst Flughäfen unzugänglich machen können. Laut dem „Daily Mirror“ gehört auch Ganggewalt zu den Herausforderungen der Region. Gleichzeitig bemühten sich Initiativen vor Ort um Verbesserungen: Plastikverbote, Recyclingprogramme und sogar ein Dorf aus recycelten Flaschen sollen das Abfallproblem lindern. Doch vielerorts bleibe der Müll allgegenwärtig.

Die Region gilt als Naturparadies, kämpft jedoch seit Jahren mit fehlender Müllentsorgung und Umweltbelastungen.
Die Region gilt als Naturparadies, kämpft jedoch seit Jahren mit fehlender Müllentsorgung und Umweltbelastungen. (Symbolfoto) Getty Images

Nach zehn Tagen gab Claudia auf. Die Suche nach dem versprochenen „letzten Tropenparadies“ sei erfolglos geblieben, sagt sie. Stattdessen reiste sie nach Costa Rica weiter – und fand dort genau das, was sie erhofft hatte.

In Costa Rica habe sie ein Monat lang „unglaublich offene Menschen“, Dschungeltouren, Vulkanwanderungen und Tierbeobachtungen erlebt. Besonders in Corcovado, einem Nationalpark an der Pazifikküste, fühlte sie endlich das, was sie in Panama gesucht hatte: Ruhe, Natur und echte Entdeckermomente.

Claudias enttäuschende Erfahrungen in Panama stehen im starken Kontrast zu Berichten anderer Auswanderer. Eine ehemalige Managerin etwa schildert, warum sie ausgerechnet dort ihr neues Zuhause gefunden hat – und welche Faktoren für sie entscheidend waren.

Warum einige Auswanderer in Panama ihr Glück finden

  • Viele empfinden den Alltag als entspannter und langsamer als in ihren Herkunftsländern, was das Wohlbefinden steigern kann.
  • Der Erhalt von Aufenthaltsgenehmigungen gelten für bestimmte Nationalitäten als vergleichsweise unkompliziert.
  • Das Gesundheitssystem gilt als zugänglich, mit ausführlicher Betreuung und geringeren Wartezeiten.
  • Meerblick, warmes Klima und ein Gefühl von Sicherheit tragen für viele Neuankömmlinge zu höherer Lebensqualität bei.