Bauernhofbrand bei Steinhöring: 240 Feuerwehrleute retten Wohnhaus

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Zahlreiche Feuerwehrleute bekämpfen den Vollbrand. © Stefan Roßmann

Ein Aussiedlerhof stand in Flammen. Die Feuerwehr verhinderte das Übergreifen auf das Wohnhaus. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Steinhöring – Ein Großbrand hat in der Nacht zum Samstag, 6. Dezember, ein landwirtschaftliches Anwesen im Steinhöringer Ortsteil Kraiß schwer beschädigt und einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Wie die Kreisbrandinspektion Ebersberg (KBI) mitteilt, waren mehr als 240 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Ebersberg, Erding, München und Rosenheim vor Ort, nachdem gegen 0.30 Uhr die Leitstelle alarmiert worden war.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand laut Inspektionssprecher Benedikt Seidl ein Anbau des Aussiedlerhofs bereits in Vollbrand. Das Feuer drohte auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, das Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude zu verhindern. Glücklicherweise befanden sich dem Nachbericht zufolge zu keinem Zeitpunkt Personen in Gefahr.

In Flammen steht der Anbau. Die Feuerwehr kämpft um das Wohnhaus.
In Flammen steht der Anbau. Die Feuerwehr kämpft um das Wohnhaus. © sro

Schwierige Wasserversorgung: Feuerwehr mobilisiert Tankwagen aus dem Umland

Die Wasserversorgung am abgelegenen Aussiedlerhof erwies sich als problematisch, weshalb die Einsatzleitung rasch zahlreiche Tanklösch- und Wechsellader-Fahrzeuge nachalarmierte. Innerhalb von knapp 30 Minuten wurden mehr als 50.000 Liter Wasser im Bereitstellungsraum. der bis Dorfen und Feldkirchen-Westerham reichte, gesammelt. Im Verlauf des Einsatzes kamen mehrere C-Rohre und eine Drehleiter zum Einsatz, zudem wurde die Dachhaut des Wohnhauses von innen und außen geöffnet, um Glutnester gezielt abzulöschen. „Das Wohnhaus konnte so erfolgreich geschützt werden“, bilanziert der Feuerwehrsprecher erleichtert.

Zahlreiche Feuerwehren und Rettungskräfte im Einsatz

Im Einsatz waren laut KBI die Feuerwehren Steinhöring, Tulling, Ebersberg, Poing (Drohne), Sankt Christoph, Grafing, Oberndorf, Forstinning, Parsdorf-Hergolding, Dorfen, Hohenlinden, Feldkirchen-Westerham, Harthausen, Feldkirchen und Haar unter Einsatzleitung von Steinhörings Kommandant Anton Höfer, unterstützt von Kreisbrandinspektion, Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung und den Inspektionen aus den Kreisen München und Rosenheim, waren auch die Schnelleinsatzgruppe Betreuung und Transport des Bayerischen Roten Kreuzes mit 30 Kräften, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie mehrere Rettungswagen beteiligt. Ein Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Markt Schwaben konnte ohne Eingreifen wieder abrücken. Gegen 3 Uhr begann die Einsatzleitung, die ersten Kräfte aus dem Einsatz zu entlassen.

Zur Schadenshöhe und zur Ursache des Brandes konnten laut Mitteilung keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen am Schadensobjekt aufgenommen. Mitte Oktober hatte ein ähnlich umfangreicher Einsatz die Feuerwehren auf einer Hofstelle im Nahen Emmering beschäftigt - glücklicherweise ebenfalls ohne Folgen für Leib und Leben.