Pfarrer Hartmann verlängert Einsatz im Tegernseer Tal

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Die Sanierung der Friedenskirche stockt wegen höherer Kosten. © Stefan Schweihofer

Pfarrer Mathias Hartmann verlängert seinen Dienst als pfarramtlicher Geschäftsführer der evangelischen Kirchengemeinde Tegernsee. Eine große Aufgabe ist die Sanierung der Wiesseer Friedenskirche.

Tegernsee - Pfarrer Mathias Hartmann verlängert sein Engagement im Tegernseer Tal: Er bleibt „bis auf Weiteres“ pfarramtlicher Geschäftsführer der Kirchengemeinde Tegernsee. „Dafür bin ich sehr dankbar“, erklärt Regionalbischof Thomas Prieto Peral in einer Stellungnahme. Wie berichtet, hatte die Landeskirche Hartmann im Oktober für zunächst zwei Monate als Vertretung für den suspendierten Pfarrer Martin Weber eingesetzt.

Hartmann werde über die Weihnachtstage und zum Beginn des neuen Jahres als Leiter der Kirchengemeinde zur Verfügung stehen, macht Peral deutlich. Darüber hinaus stünden andere Mitarbeitende, unter anderem aus umliegenden Gemeinden, für Vertretungsdienste zur Verfügung.

Wie berichtet, hat die Landeskirche Weber im September von seiner Aufgabe als Leiter der Kirchengemeinde entbunden. Anlass war ein Strafantrag wegen des Besitzes jugendpornografischer Inhalte. Weber wehrt sich gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts Miesbach, das Verfahren läuft. Unterdessen haben der Kirchenvorstand, die Mitarbeitervertretung und andere Gemeindemitglieder die Landeskirche – vergeblich – aufgefordert, die Suspendierung aufzuheben.

Dies auch mit Verweis auf drängende Projekte der Kirchengemeinde, die Weber vorangetrieben hatte. Seit Jahresbeginn 2024 sind die evangelischen Gemeinden im Tegernseer Tal zusammengeschlossen – bis auf die Gemeinde Gmund/Schaftlach, die mit Pfarrer Andreas Kopp-von Freymann vorerst eigenständig geblieben ist.

Kummer macht vor allem die Friedenskirche in Bad Wiessee, die seit über einem Jahr wegen Sanierung geschlossen ist. Die Arbeiten stocken, weil die Renovierung aufwendiger und teurer kommt als zunächst kalkuliert. Doch der Stillstand soll bald ein Ende finden, wie die Landeskirche deutlich macht. Der Kirchenvorstand habe Ende November in einer Sitzung das weitere Vorgehen besprochen, um die Arbeiten möglichst schnell abschließen zu können.

Zunächst, heißt es in der Stellungnahme, stünden nun Gespräche mit der Landeskirche und dem Denkmalschutz an. Wenn alle Fragen geklärt seien, könnten die noch ausstehenden Arbeiten, unter anderem die Sanierung der Außentreppe, Mauern und Wege, zügig umgesetzt werden.

Auf Eis liegen die Pläne für die Erneuerung des Pfarrzentrums in Tegernsee. Der Umzug des Pfarrbüros ins AOK-Gebäude am Bahnhof als Übergangsdomizil wurde abgesagt, das weitere Vorgehen ist offen.