Nach einem halben Jahr Bauzeit ist die MN 2 wieder frei. Der Kreisstraßenausbau bringt mehr Platz und sichere Abbiegespuren.
Türkheim/Rammingen – Auch an lang andauernde Umleitungen haben sich einheimische Autofahrer mit der Zeit gewöhnt. Seit Juni 2025 wurde die Kreisstraße MN 2 zwischen Türkheim und Rammingen ausgebaut und war ein halbes Jahr lang wegen der Bauarbeiten gesperrt. Auch die Abzweigung nach Unterrammingen auf der Hälfe der MN 2 war betroffen. Es wurde großräumig über Türkheim-Bahnhof umgeleitet.
Kreisstraße MN 2 bald wieder befahrbar: Baustelle zwischen Türkheim und Rammingen gehört Vergangenheit an
Das hat jetzt ein Ende. Voraussichtlich ab Freitag, 5. Dezember, gibt es wieder freie Durchfahrt auf der MN 2. Die offizielle Wiedereröffnung dieser Kreisstraße hat schon stattgefunden. Dabei waren Landrat Alex Eder, Rammingens Bürgermeister Anton Schwele, Walter Pleiner vom Landratsamt, Türkheims Bürgermeister Christian Kähler, Markus Müller-Walter von der Regierung von Schwaben und Vertreter der Baufirma. Ein Treffen bei strömendem Regen, deshalb waren die Ansprachen kurz. Der fachgerechte Ausbau dieser Straße war aufgrund ihres schlechten Zustands schon 2019 beschlossen worden. Es dauerte bis zur Realisierung – unter anderem, weil von insgesamt 18 Eigentümern Grundstücke erworben werden mussten. Die Straße wurde auf 2,4 Kilometer ausgebaut, mit einer Linksabbiegespur für die Gemeindeverbindungsstraße nach Unterrammingen. Die Fahrbahn ist jetzt durchgehend 6,5 Meter breit.
Die Gesamtkosten liegen bei rund zwei Millionen Euro. Der Freistaat hat 70 Prozent Beteiligung bei den förderfähigen Kosten zugesagt. Die Gemeinde Rammingen ist mit 31 Prozent der Kosten auf ihrer Flur beteiligt.
Leitpfosten und Markierungen auf der Kreisstraße MN 2 folgen noch
Der Landkreis Unterallgäu war Auftraggeber und hatte die Bauleitung vor Ort. Auftragnehmer war die Firma Xaver Lutzenberger aus Pfaffenhausen. Sie war für die Ausführung, aber auch für weitere Maßnahmen wie beispielsweise die Sicherung der Baustelle zuständig. Der Leiter des Tiefbauamts im Landratsamt Unterallgäu Walter Pleiner umriss das Aufgabengebiet seiner Behörde bei diesem Projekt: Planung, Grunderwerb, Baumaßnahmen (auch Markierungen, Leitplanken) und die wohl erst im nächsten Jahr durchzuführenden Pflanzungen.
Seine Abteilung mit rund 50 Mitarbeitern ist für insgesamt 332 Kilometer Kreisstraßen im Unterallgäu zuständig, für Reparaturen, Pflegearbeiten und Winterdienst. Auch wenn bei der ausgebauten Kreisstraße MN 2 jetzt noch die Leitpfosten, Markierungen oder das Grün fehlen – die Ramminger und Türkheimer Verkehrsteilnehmer können mit dem Ergebnis zufrieden sein.
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