Jim Franck ist 81 Jahre alt und wohnt im US-Staat Oregon, seit über 50 Jahren baut er Häuser. Bis vor Kurzem wegen des Geldes, dann haben sich die Immobilienpreise verdoppelt und er konnte mehrere Mietshäuser verkaufen, berichtet er gegenüber dem amerikanischen "Business Insider".
Dadurch rückte die Freude an der Tätigkeit wieder in den Vordergrund – Franck geht seiner Arbeit aus Leidenschaft nach.
81-Jähriger baut immer noch Häuser – und es gibt Dinge, die er zum erste Mal macht
2008 habe er zum ersten Mal darüber nachgedacht, in Rente zu gehen. Eine Zeit lang ist er auch kürzer getreten, aber er sei zu zappelig. 2015 habe er dann wieder mit dem Bauen begonnen. Obwohl er schon so lange Häuser baut, steht bald eine Neuerung für ihn an – er wird zum ersten Mal ein Haus mit Aufzug bauen.
Franck ist bewusst, dass er nicht mehr so viel körperliche Arbeit leisten kann, dafür arbeitet er mit anderen Menschen zusammen und beaufsichtigt deren Leistungen. "Ich baue Häuser, als würde ich selbst darin wohnen, da viele Käufer ältere Menschen sind, die in Rente gehen", zitiert "Business Insider" den Mann. Er entwirft gerne Dinge oder bedient einen Bagger.
Ob er jemals mit der Arbeit aufhören wird, weiß er nicht: "Für mich ist es wie Kunst; ein Künstler malt weiter, bis er tot umfällt".
Arbeiten im Rentenalter: So sieht es in Deutschland aus
Während Jim Franck aus Leidenschaft weiterarbeitet, sieht es bei anderen Menschen anders aus. In Deutschland gibt es im Zehn-Jahresvergleich mehr Menschen, die jenseits des Rentenalters arbeiten, berichtet das "Statistische Bundesamt" (Destatis):
- 2014 arbeiten die 65- bis 69-Jährigen noch zu 14 Prozent. Im Jahr 2024 lag der Anteil bei 21 Prozent.
- 2014 arbeiten die 65-Jährigen und älter zu sechs Prozent, im Jahr 2024 lag der Anteil bei zehn Prozent.
Das liege unter anderem daran, dass sich die Rahmenbedingungen zum Renteneintritt geändert haben. Des Weiteren bedeute die Arbeit im Rentenalter eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Damit werde allerdings auch versucht, einer drohenden Altersarmut entgegenzuwirken, berichtet "Destatis".