Thomas Dorsch tritt nach 18 Jahren erneut als Bürgermeister an

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Die Kandidaten der CSU Hohenpeißenberg mit Thomas Dorsch (vorne 4.v.l.), der sich um eine weitere Amtszeit als Bürgermeister bewirbt. © dp-pictures

Die CSU in Hohenpeißenberg stellte ihre Kandidatenliste auf. Von 20 Kandidaten sind nur vier Parteimitglieder. Thomas Dorsch will begonnene Projekte zu Ende führen.

Hohenpeißenberg - „Die letzten sechs Jahre sind vergangen wie im Flug“, begrüßte der CSU-Ortsvorsitzende Johannes Führer die Gäste im Gasthaus Bayerischer Rigi. Auf eine Besonderheit wies Landratskandidat Johann Bertl hin, der die Veranstaltung leitete: „Die CSU-Mitglieder sind heute deutlich in der Minderheit.“ Denn lediglich 13 der gut 50 Anwesenden gehörten der Partei an.

Die Kandidaten

1. Thomas Dorsch (parteilos)

2. Gerlinde Rasch (parteilos)

3. Johannes Führer

4. Melanie Sanktjohanser (parteilos)

5. Johannes Eggersdorfer (parteilos)

6. Andreas Lenker (parteilos)

7. Günter Weinmann (parteilos)

8. Josef Wiedemann (parteilos)

9. Hermann Schröder (parteilos)

10. Claudia Schelle (parteilos)

11. Alexander Nestmann (parteilos)

12. Marianne Hofmann (parteilos)

13. Pascal Schmid

14. Alexander Mikler

15. Stefan Baarfüßer (parteilos)

16. Ursula Oberstolz (parteilos)

Ersatzkandidaten: 17. Mathias Steinberg, 18. Axel Habersetzer (parteilos), 19. Hubert Bockamp (parteilos), 20. Jan Pröbstl (parteilos)

Zunächst ging es um den Bürgermeisterkandidaten. Wenig überraschend schlug Führer den seit fast 18 Jahren amtierenden Bürgermeister Thomas Dorsch vor. „Es war für mich keine so klare Entscheidung“, gestand dieser. Doch nach einigem Überlegen habe er sich zu einer weiteren Kandidatur entschlossen. „Der entscheidende Grund ist, dass i do dahoam bin und dass mir der Ort am Herzen liegt“, erklärte der 54-Jährige. Er habe in den letzten Jahren viele Vorhaben in der Gemeinde angefangen, die er noch zu Ende führen wolle.

Dorsch lobte die Zusammenarbeit aller Fraktionen im Hohenpeißenberger Gemeinderat: „Parteipolitik spielt hier keine Rolle. Man findet immer gemeinsam Wege und Kompromisse.“ Weiterhin bleibt er parteilos und möchte alle Gruppierungen in der Politik einbinden, auch „wenn die Richtung klar ist“.

Der Bürgermeister ist nicht der einzige parteilose Kandidat auf der Liste. Denn von den insgesamt 20 Personen sind nur vier bei der CSU. „Wir sind ein Team, eine Einheit und pflegen ein super Miteinander – auch persönlich“, betonte Dorsch und ergänzte: „Auf dieser Liste fühlt man sich wohl.“

Gemeinsam mit allen Kandidaten sei ein „intensives und umfangreiches Wahlprogramm“ vorbereitet worden, so Dorsch. „Damit die Leute wissen, was sie bekommen, wenn sie uns wählen.“ Es gebe viele zukünftige Themen, die große Herausforderungen darstellen. „Ich bin froh, dass es so viele Leute gibt, die hier Verantwortung übernehmen wollen.“ In der heutigen Zeit sei es nicht selbstverständlich, genug Personen für eine Liste zu finden.

Nur ein kleiner Teil ist Parteimitglied

Dorsch und alle Listenkandidaten wurden einstimmig von den CSU-Mitgliedern gewählt. Bei den vielen parteilosen Besuchern holte Bertl ebenfalls ein Stimmungsbild ein, obwohl es für die Aufstellung nicht relevant war. Dabei votierten alle für die vorgelegten Vorschläge. Bertl fand: „Das ist ein großartiges Zeichen.“

„Es ist eine Ehre, mit so einer tollen Liste in den Wahlkampf zu starten“, sagte Dorsch. Die Liste sei ein Abbild des Ortes, sowohl altersmäßig als auch von den Berufen her. Fast alle bisherigen Gemeinderäte der CSU streben eine weitere Amtszeit an. Lediglich Hans Greiner hat sich dagegen entschieden. Hinzu kommen ganz junge Kandidaten wie Alexander Nestmann, der bei der Versammlung seinen 23. Geburtstag feierte. Als „Oma der Runde“ bezeichnete sich die frühere Gemeinderätin Marianne Hofmann, die mit ihren 75 Jahren die älteste Kandidatin ist.

Auffällig ist, dass nahezu jeder auf der Liste mehrfach ehrenamtlich im Ort engagiert ist. Viele sind in den Vorständen der lokalen Vereine aktiv. „Sie wohnen nicht nur hier, sie leben hier“, hob Dorsch hervor und war sich sicher, dass dies ein Mehrwert für die künftige Politik ist. „Jeder einzelne ist total motiviert“, freute sich der Bürgermeister und wagte zu träumen: „Das Schönste wäre, wenn alle gewählt werden.“