Länger gesund leben: Diese vier Gewohnheiten empfehlen alle Langlebigkeits-Experten

Was hält Menschen wirklich lange gesund? Journalistin Renée Onque hat 2025 mit mehreren international anerkannten Langlebigkeits-Experten gesprochen und nach ihren eigenen Alltagsroutinen gefragt. Das Ergebnis: Es gibt keine einzelne Wundermaßnahme – entscheidend ist die Kombination mehrerer Gewohnheiten, die konsequent umgesetzt werden.

Die Erkenntnisse stammen aus Gesprächen mit Medizinern, Forschern und Investoren, die sich beruflich mit gesundem Altern befassen. Veröffentlicht wurden sie auf der Ratgeber-Plattform „CNBC Make It“, die regelmäßig Beiträge zu Gesundheit, Karriere und Lebensführung veröffentlicht.

Eine Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, viel Gemüse und gesunden Fetten gilt als zentraler Baustein für gesundes Altern. (Symbolfoto)
Eine Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, viel Gemüse und gesunden Fetten gilt als zentraler Baustein für gesundes Altern. (Symbolfoto) IMAGO
  1. Bewegung ist für die Gesundheit unverzichtbar

Alle befragten Experten betonten, wie wichtig tägliche Bewegung ist. Das muss kein intensives Training sein: Spaziergänge, kurze Workouts, Yoga, Tanzen oder Kraftübungen reichen aus. Entscheidend sei, den Körper regelmäßig aus der Passivität zu holen und langes Sitzen zu vermeiden.

  • Schlaf gilt als wichtigste Grundlage für Langlebigkeit

  • Mehrere Experten nannten Schlaf als zentralen Faktor für ein langes, gesundes Leben. Regelmäßige Schlafenszeiten, ausreichend Ruhe und ein stabiler Rhythmus seien wichtiger als jede Diät. Einige setzen dabei auch auf Technik, um Schlafqualität und Erholungsphasen besser zu verstehen.

  • Mentale Gesundheit schützt den Körper

  • Ein wiederkehrendes Thema war der Umgang mit Stress. Chronische Belastung wirke sich laut Experten direkt auf Entzündungen, Hormone und das Immunsystem aus. Viele setzen daher bewusst auf Ausgleich: Zeit mit Familie, Hobbys, Bewegung oder bewusste Ruhephasen.

  • Vollwertige Ernährung statt stark verarbeiteter Lebensmittel

  • Beim Essen sind sich die Fachleute ebenfalls einig: möglichst naturbelassen, wenig Zucker, wenig hochverarbeitete Produkte. Besonders empfohlen werden Gemüse, Proteine, gesunde Fette und Omega-3-Quellen. Verzicht sei dabei weniger entscheidend als langfristige Gewohnheiten.

    Die gemeinsame Botschaft der Experten auf „CNBC Make It“ lautet: Langlebigkeit entsteht nicht durch Extreme, sondern durch einen stabilen Alltag. Wer sich regelmäßig bewegt, gut schläft, Stress reduziert und bewusst isst, erhöht seine Chancen auf viele gesunde Jahre deutlich – unabhängig vom Alter.

    Was Hundertjährige anders machen

    Dass gesunde Gewohnheiten einen großen Einfluss auf das Altern haben, zeigen auch Erkenntnisse aus der Forschung zu Hundertjährigen. Studien deuten darauf hin, dass Menschen, die besonders alt werden, Krankheiten oft deutlich langsamer entwickeln – und das bereits ab dem 70. Lebensjahr.

    Auffällig ist vor allem die stabile Gesundheit über Jahrzehnte hinweg: Herz-Kreislauf-Erkrankungen und geistiger Abbau treten bei Hundertjährigen häufig später auf als bei anderen. Experten führen das weniger auf Gene als auf Lebensstil, Stressregulation und soziale Bindungen zurück – Faktoren, die sich bis ins hohe Alter positiv auswirken können.