Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin nannte Keupp den Marschflugkörper „ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn alte sowjetische Systeme mit moderner Technologie kombiniert werden.“
Der Flamingo hat eine Reichweite von bis zu 3000 Kilometern und kann mit mehr als einer Tonne Sprengstoff bestückt werden. Technisch gesehen ist er keine Neuentwicklung, wie auch Keupp im Interview betont. Dennoch sei seine Entwicklung „das Beste aus Ost und West in einer Waffe vereint.“
Keupp: Russische Soldaten "teils mit Pferden und Eseln an der Front"
Unterdessen versucht die Ukraine weiter, mit Einsätzen des Flamingo die russische Ölproduktion zu sabotieren und den Kreml so unter Druck zu setzen. Dazu fliegen die ukrainischen Streitkräfte Angriffe bis weit ins russische Landesinnere.
Russland, so Keupp, habe dazu bislang kein wirksames Gegenmittel gefunden. „Wirkliche Durchbrüche oder Wunderwaffen sehe ich keine. Im Gegenteil. Auf Videos sehen Sie, wie russische Soldaten mit Motorrädern und teils mit Pferden und Eseln an der Front unterwegs sind.“ Moskau hole Relikte aus dem 20. Jahrhundert zurück aufs moderne Schlachtfeld, so Keupp, da andere Mittel fehlten.
Verschiedene Nachrichtenagenturen berichten von einem Rückgang der Ölproduktion in Russland zwischen drei und zehn Prozent bis Mitte Oktober.